10 km de Valence by KIPRUN: Andreas Almgren und Eilish McColgan holen sich je einen Europarekord
Valencia hat seinen Status als schnellster 10-km-Lauf der Welt am 11. Januar weiter zementiert. Die bislang stärkste Ausgabe lockte 15.600 Läuferinnen und Läufer über 10 und 5 km an. Zum Auftakt des Jahres 2026 fielen zwei Europarekorde: Andreas Almgren aus Schweden lief 26:45 Minuten, Eilish McColgan aus Großbritannien 30:08. Auch die französischen Starter stellten reihenweise persönliche Bestzeiten auf.
2026 verspricht schon jetzt ein packendes Jahr für den Laufsport und die Leichtathletik zu werden. Das hat der 10 km de Valence by KIPRUN mit seiner denkwürdigen 18. Auflage eindrucksvoll gezeigt. Der spanische Veranstalter bietet Jahr für Jahr eine flache, schnelle Strecke, außergewöhnliche Leistungsdichte und ideale Bedingungen. Viele der besten Mittelstreckler der Welt haben diesen Straßenlauf zu einem festen Termin im Winterkalender gemacht. Dabei gab es gleich drei Rekorde zu feiern.
Beim Rennen wurden bereits die beiden Weltrekorde über 10 Kilometer aufgestellt. 2020 bewältigte der Kenianer Rhonex Kipruto die Distanz in 26:24 Minuten. 2024 sorgte die Kenianerin Agnes Jebet Ngetich mit einer beeindruckenden Zeit von 28:46 für Aufsehen. Sie war die erste Frau der Geschichte, die unter 29 Minuten blieb. Dazu kam 2025 der Europarekord des Schweden Andreas Almgren. In der „Ciudad del Running“ fehlte damit nur noch die schnellste europäische Zeit aller Zeiten bei den Frauen.
Andreas Almgren verbessert seinen eigenen Europarekord
Wenn es einen Athleten besonders zu beobachten galt, dann den Schweden Andreas Almgren. Valencia hat für den 30-jährigen Skandinavier eine besondere Bedeutung: Im vergangenen Jahr hatte er hier mit 26:53 Minuten den Europarekord aufgestellt. Damit war er der erste Europäer der Geschichte, der die 27-Minuten-Marke unterbot. Der bei Nike unter Vertrag stehende Mittelstreckler stellte sein Talent erneut unter Beweis und lief eine unglaubliche Zeit von 26:45 Minuten. Wirklich überraschend kam diese Leistung nicht. Seine beeindruckenden, in den sozialen Netzwerken veröffentlichten Trainingseinheiten und sein kometenhafter Aufstieg hatten bereits angedeutet, dass er Großes vorhatte.
Ich bin sehr glücklich und sehr müde. Es war unglaublich hart, vorneweg zu laufen, und es kam mir sehr lang vor. Aber ich bin sehr zufrieden mit dem, was ich erreicht habe, sagt Andreas Almgren. Ich liebe es, in Valencia zu laufen. Die Strecke ist sehr gut, die Bedingungen waren perfekt und es waren viele Zuschauer da. Das Organisationsteam hat sich sehr gut um mich gekümmert. Ich bin froh, hier gelaufen zu sein.
Der fünftschnellste Mann der Welt über 10 Kilometer
Der Schwede war früher über 800 Meter unterwegs und gewann als Junior eine Medaille bei Weltmeisterschaften. Außerdem hält er die Europarekorde über 5000 Meter und im Halbmarathon. Seit einigen Jahren konzentriert sich das Ausnahmetalent mit großem Erfolg auf längere Distanzen. Nach einer Durchgangszeit von 13:29 Minuten zur Streckenhälfte setzte sich der Mittelstreckler von seinen Konkurrenten ab und gewann als Solist. Mit 26:45 Minuten klettert Andreas Almgren in der ewigen Weltbestenliste über 10 Kilometer auf Rang fünf. Vor ihm liegen Rhonex Kipruto (26:24 im Jahr 2020 in Valencia), Yomif Kejelcha (26:31 im Jahr 2025), Berihu Aregawi (26:33 im Jahr 2023) und Joshua Cheptegei (26:38 im Jahr 2019). Auf den weiteren Podiumsplätzen folgten der Äthiopier Khairi Bejiga (26:51) und der Kenianer Victor Kipruto (27:17). Die Spanier durften sich über einen Landesrekord freuen: Said Mechaal lief 27:25 Minuten.
Eilish McColgan ist Europas neue Nummer eins
Der Europarekord der Belgierin Jana Van Lent von 30:10 Minuten, aufgestellt in Nizza beim Prom’Classic, hielt gerade einmal eine Woche. Die Schottin Eilish McColgan, Achte der Weltrangliste, hatte offenbar ebenfalls ein Wörtchen mitzureden und setzte mit 30:08 Minuten eine neue kontinentale Bestmarke. Ihre Premiere in Valencia hätte kaum besser laufen können. Die Commonwealth-Siegerin von 2022 über 10.000 Meter sieht nach drei Jahren voller Verletzungsprobleme endlich wieder Licht am Ende des Tunnels.
Ich bin sehr glücklich. Über das Rennen kann ich nur Unglaubliches sagen. Ich glaube, zum ersten Mal war ich während eines Rennens nie mehr als zwei Meter allein. Vom Start bis ins Ziel standen Zuschauer an der Strecke und feuerten uns an. Das hat mir auf den letzten beiden Kilometern, als ich müde wurde, sehr geholfen.
Vor der 35-jährigen Britin war die Kenianerin Brenda Jepchirchir in 29:25 Minuten die Schnellste. Die Äthiopierin Likina Amebaw (29:29) und die Kenianerin Clare Chemtai Ndwia (29:49) komplettierten dieses hochklassige Frauenpodium.
Die Franzosen sorgen für Schlagzeilen
Die Leistungsdichte beim 10 km de Valence ist längst bekannt: 35 Läufer blieben unter 28 Minuten, 97 unter 29 Minuten, 220 unter 30 Minuten, 379 unter 31 Minuten, 567 unter 32 Minuten, 770 unter 33 Minuten, 976 unter 34 Minuten, 1183 unter 35 Minuten, 1872 unter 38 Minuten und 6325 unter 50 Minuten.
In diesem dichten Feld stellten zahlreiche Franzosen persönliche Bestzeiten auf. Allen voran Azeddine Habz, der in 27:43 Minuten auf Rang 21 lief und damit die achtbeste französische Zeit aller Zeiten erzielte. Hassan Chahdi (27:44, französischer M0-Rekord), Baptiste Guyon (27:46), Antonin Marquant (27:47), Baptiste Fourmont (28:04), Florian Le Pallec (28:10), Aziz Boukebal (28:17), Valentin Bresc (28:20), Valentin André (28:25), Ayoub El Amani (28:29, sechstbeste französische U23-Zeit aller Zeiten), Maël Gouyette (28:31), Téo Dubuc (28:52), Maël Henric (28:53) und viele weitere Läufer lieferten beeindruckende Zeiten. Nicht zu vergessen die überragende Leistung des 16-jährigen Nachwuchsläufers Meziane Benhammou: Mit 29:08 Minuten verbesserte das Talent seinen eigenen französischen U18-Rekord und verpasste den Europarekord nur um eine Sekunde.
Bei den Frauen verbesserte Mélanie Allier ihre in Nizza aufgestellte Bestzeit auf 32:17 Minuten. Méline Rollin meldete sich in 32:42 zurück. Auch Alice Finot (32:52), Lise Thimon (33:05) und Margot Dajoux (33:16) glänzten.
KIPRUN setzt seinen weltweiten Aufstieg fort
KIPRUN, die Running- und Trailrunning-Marke von Decathlon, ist seit 2024 und bis 2027 offizieller Partner des 10 km de Valence. Die Zusammenarbeit stattet Tausende Teilnehmer, aber auch Helfer und Organisatoren mit KIPRUN-Bekleidung aus. Die Marke baut ihren Bekanntheitsgrad und ihre Sichtbarkeit in Frankreich und weltweit kontinuierlich aus. Ihr Ziel: in den exklusiven Kreis der fünf beliebtesten Running-Marken vorzustoßen. Die Präsenz an der Seite großer Veranstaltungen und Athleten wie in Valencia unterstreicht diesen Anspruch.
Ideale Bedingungen, eine außergewöhnliche Leistungsdichte und die besten Straßenläufer der Welt sorgen für schnelle Zeiten. Die „Ciudad del Running“ trägt ihren Namen völlig zu Recht. Die historische Ausgabe 2026 war von zwei Europarekorden geprägt, einem bei den Frauen und einem bei den Männern. Andreas Almgren und Eilish McColgan rückten die spanische Stadt ins Rampenlicht und machten zugleich deutlich, wie stark das Niveau im Mittelstreckenlauf weltweit gestiegen ist.