10K Montmartre AG2R La Mondiale: Erfolgreiche Premiere mit 10.000 Läuferinnen und Läufern

EB
Von Emma Bert

Veröffentlicht am Do., 10. September 2026

Aktualisiert am Do., 10. September 2026

10K Montmartre AG2R La Mondiale: Erfolgreiche Premiere mit 10.000 Läuferinnen und Läufern
© ASO

Nach dem 10-km-Lauf am Eiffelturm im Dezember zum Jahresabschluss hat der 10K Montmartre AG2R La Mondiale am 18. Januar die Pariser Laufsaison eröffnet. 10.000 Läuferinnen und Läufer gingen bei der Premiere durch die Straßen des 18. Arrondissements an den Start. Gabriel Briand und Lorea Irigaray setzten sich auf dem anspruchsvollen, ungewöhnlichen Kurs durch.

Die Metro spuckt mit unheilvollem Zischen Läuferinnen und Läufer aus, verraten von ihren bunten Laufschuhen. Auf den leuchtenden Displays der Sportuhren ist es noch nicht 7:30 Uhr, da haben die Teilnehmenden die menschenleeren Boulevards bereits erobert. Alle steuern auf das Rathaus des noch schlafenden 18. Arrondissements der Hauptstadt zu.

Am Fuß des noch von der Weihnachtsbeleuchtung erhellten Gebäudes sind die Helferinnen und Helfer emsig bei der Arbeit. Der Zielbogen richtet sich langsam auf, bevor er über dem Asphalt in Position gebracht wird. Die Dunkelheit hält sich. Das Geräusch der anziehenden Karbonschuhe wird lauter, die Menge dichter, während der Sprecher die Sportlerinnen und Sportler auffordert, sich zum Start zu begeben. Die Elite stellt sich mit unbewegten Mienen auf. Benzingeruch und das Brummen der Motorräder kündigen den unmittelbar bevorstehenden Startschuss an.

Der Start eines außergewöhnlichen Stadt-10ers

Manche Läufe werden wegen ihres schnellen Profils geschätzt, andere locken mit einer einzigartigen Kulisse. Bei seiner Premiere bereichert dieser neue Wettbewerb im französischen Laufkalender die Szene mit einer einmaligen Strecke zwischen anspruchsvollen Kopfsteinpflastergassen und ikonischen Bauwerken.

Das Event lockte 10.000 Läuferinnen und Läufer an und bot spektakuläre Ausblicke auf die Stadt des Lichts. Der Abschnitt am Fuß von Sacré-Cœur war wohl der prägendste Teil der Strecke, ebenso wie die Durchquerung der verschiedenen Viertel des 18. Arrondissements. Dazu kamen die charakteristischen Kopfsteinpflasterpassagen des Montmartre-Hügels mit ihren ständigen Anstiegen und Gefällen. Mit 153 Höhenmetern und zahlreichen Abschnitten durch belebte Viertel begeisterte der Wettkampf Läuferinnen und Läufer aller Leistungsklassen.

Gabriel Briand und Lorea Irigaray an der Spitze des Montmartre

Das wellige Profil konnte die Sieger nicht bremsen. Gabriel Briand dominierte das Rennen in 31:16 Minuten vor Adrien Guillonnet in 31:59 Minuten und Anthony Barrière in 32:23 Minuten.

© Emma Bert / MARATHONS.COM

Ich wurde am Start überrascht, bin zunächst hinter den anderen losgelaufen und habe 500 Meter gebraucht, um wieder nach vorne zu kommen. Danach habe ich das Rennen angeführt und auf den flachen Passagen etwas Tempo herausgenommen, um Kräfte für den Hügel zu sparen. Solche gleichmäßigen Anstiege liebe ich. Die Strecke ist wunderschön, es war ein echtes Vergnügen, in Paris zu laufen.

Gabriel Briand

Der Athlet von Pays de Fontainebleau Athlétisme steckt mitten in der Vorbereitung auf die Crosslauf-Saison und dürfte in den kommenden Wochen besonders im Blickpunkt stehen. Bei den Frauen setzte sich die Pariserin Lorea Irigaray in 36:33 Minuten durch, vor Ciara Boyd-Squires Long in 37:08 Minuten und Julie Bolo-Jolly in 38:41 Minuten. Die Siegerin des Rennens trat wenige Stunden später außerdem bei den Crosslauf-Meisterschaften der Île-de-France an und belegte dort den zwölften Platz.

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Ich war mit meinem Pacer Bastien unterwegs. Unser Ziel war, vorne zu starten und dort zu bleiben. Genau das haben wir gemacht, das Tempo gehalten und Sekunde um Sekunde herausgeholt. Der flache Abschnitt eignet sich gut zum Einlaufen, bevor der Anstieg beginnt. Die Strecke ist ausgewogen. Es ist gut, dass man auf den ersten Kilometern seinen Rhythmus finden kann, bevor die Schwierigkeiten kommen. Sie macht Spaß: Es geht bergauf und bergab, es gibt viele Tempowechsel, langweilig wird es nie. Genau das mag ich. Ich trainiere hier und kenne deshalb alle Anstiege der Strecke. Das macht den Sieg für mich noch schöner.

Lorea Irigaray

Aus der Menge der Laufbegeisterten stach ein bekanntes Gesicht heraus: Der Triathlon-Weltmeister Vincent Luis (51:48 Minuten) nahm ebenfalls an der Veranstaltung teil. Der Grund für seinen Start? Ein Abstecher in sein eigenes Café in diesem Arrondissement, das La Chance Café.

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Sport für alle fördern

Mit einer Strecke, die Geschichte, Kultur und Sport verbindet, verfolgte die gemeinsam mit AG2R La Mondiale organisierte Veranstaltung ein klares Ziel: eine zugängliche, inklusive Sportpraxis zu fördern, die Menschen zusammenbringt. Das spiegelte sich in einem dichten und vielfältigen Teilnehmerfeld wider. Die Organisation unterstützte außerdem den Verein Etendart. Dadurch konnten 21 Jugendliche des Etendart Running Club an diesem Lauf und am Semi de Paris am 8. März teilnehmen. Die Initiative soll den Laufsport in benachteiligten Vierteln zugänglicher machen und Vielfalt sowie Inklusion durch Sport fördern.

Der Montmartre-Hügel und seine Viertel waren an diesem Vormittag voller Läuferinnen und Läufer. Die 10.000 Teilnehmenden der denkwürdigen Premiere haben den Erfolg dieser beliebten und inklusiven Veranstaltung bewiesen, bei der sportliche Herausforderung und kulturelles Eintauchen zusammenkamen.

Alle Ergebnisse des 10K Montmartre AG2R La Mondiale