adidas 10K Paris 2026: 44.000 Läufer nehmen die Hauptstadt in Beschlag
Der größte 10-Kilometer-Lauf Europas steigt am Sonntag, 7. Juni. Bei der achten Ausgabe des adidas 10K Paris werden mehr als 44.000 Läufer an den Start gehen und die Hauptstadt vom Trocadéro bis zum Arc de Triomphe durchqueren.
Es gibt Morgen, an denen Paris ganz sich selbst gehört. Noch nicht laut, noch nicht überlaufen, einfach hell, leicht und offen. Der 7. Juni wird einer davon sein. Seit inzwischen neun Jahren hat sich der adidas 10K Paris als großes Laufereignis des Sommers in der Hauptstadt etabliert. Die Ausgabe 2026 erreicht nun eine Größenordnung, die man so schnell nicht für möglich gehalten hätte.
Als die Anmeldung am 22. Januar öffnete, waren die 44.000 Startplätze nach gerade einmal 19 Tagen vergeben, 8.000 mehr als im Vorjahr. Ausverkauft. Komplett voll. Nichts mehr zu holen. Diese Zahlen sagen viel über die Begeisterung der Franzosen fürs Laufen aus und über den Stellenwert, den die Veranstaltung inzwischen im europäischen Laufkalender einnimmt. Der adidas 10K Paris ist auf der Distanz endgültig zur europäischen Referenz geworden und begrüßt in diesem neuen Kapitel ein Rekordfeld von mehr als 44.000 Teilnehmern.
Hinter dem Teilnehmerrekord steht zunächst die allgemeine Begeisterung für eine Distanz, die nahezu alles richtig macht. Der 10-Kilometer-Lauf ist die bevorzugte Distanz der 13,2 Millionen Franzosen, die regelmäßig laufen. Er verkörpert die seltene Mischung aus Zugänglichkeit und echter sportlicher Herausforderung. Nicht zu lang, um Einsteiger abzuschrecken, und nicht zu kurz, um ambitionierte Läufer zu frustrieren: Diese zehn Kilometer sind beinahe perfekt. Die Zahlen bestätigen das. 66 Prozent der Angemeldeten starten erstmals, mehr als ein Viertel wird bei dieser Gelegenheit überhaupt zum ersten Mal offiziell einen 10-Kilometer-Lauf bestreiten. Eine ganze Generation macht sich auf den Weg, strukturiert und vernetzt: 86 Prozent trainieren nach einem Plan, 75 Prozent nehmen bereits in ihrem ersten Jahr an einem Wettkampf teil.
Eine Strecke, für die sich auch brennende Beine lohnen
Zehn Kilometer durch Paris sind mit nichts anderem zu vergleichen. Die Strecke 2026 führt durch das Beste, was die Hauptstadt zu bieten hat, und macht jeden Kilometer zu einer Belohnung. Am Trocadéro mit Blick auf den Eiffelturm geht es für die Läufer hinunter an die Seine, bevor die Strecke am Grand Palais, über die Place de la Concorde und durch den Jardin des Tuileries wieder ansteigt. Danach geht es am Louvre vorbei, weiter zur Opéra Garnier, hinauf zur Madeleine und über den Boulevard Haussmann, ehe die Strecke den unteren Teil der Champs-Élysées erreicht. Der letzte Anstieg führt zum Arc de Triomphe, das Ziel liegt an der Avenue Foch. Zehn Kilometer wie aus einem Film. Für die verschiedenen Zielzeiten gibt es Startblöcke mit Tempomachern: 40:00, 43:00, 47:00, 51:00, 54:00, 57:00, 1:00:00 und 1:05:00. In diesem Feld findet jeder seinen Platz.
Frankreichs Laufelite betritt die Bühne
An der Spitze dürfte es spannend werden. Bei den Frauen treffen wie erwartet zwei ehemalige Siegerinnen aufeinander. Auf der einen Seite steht Manon Trapp, die Titelverteidigerin und zweifache Siegerin von 2023 und 2025. 2025 gewann sie in 32:27 Minuten. Ihre Herausforderin ist Margaux Sieracki (31:48), Siegerin von 2024. Auch Mélanie Allier (32:17), Javote Gueret (32:04) und die junge Camille Place wollen die Prognosen über den Haufen werfen.
Bei den Männern zählen Antonin Marquant (27:47), Mehdi Frère (28:48) und Aziz Boukebal (28:17) zu den wichtigsten Sieganwärtern. Hinzu kommen Ishak Dahmani (29:18) und Faustin Guigon (29:43). 2025 holte sich Raphaël Montoya den Sieg im Sprint in 29:05 Minuten. Und weil der adidas 10K Paris auch unterschiedliche Welten zusammenbringt, gehen mit Thierry Omeyer und Lénaïg Corson außerdem zwei Legenden des französischen Handballs und Rugby ins Rennen, mit Symbolkraft und jeder Menge Energie.
Mathis Desloges vom Vercors auf die Champs-Élysées
An der Startlinie wird es in diesem Jahr einen besonderen Gast geben. Mathis Desloges, der Langläufer aus dem Vercors, der innerhalb weniger Wochen zu einem der beliebtesten französischen Sportler geworden ist, wird das Rennen offiziell starten. Der 23-jährige Athlet aus dem Département Isère gewann bei den Olympischen Spielen von Mailand und Cortina 2026 drei Silbermedaillen. Damit wurde er 20 Jahre nach Roddy Darragon in Turin der zweite Franzose, der im Skilanglauf eine Einzelmedaille gewann. Ein Name, der nachhallt.
Nach seiner zweiten Medaille sagte er am Mikrofon von France Télévisions: „ Das ist unglaublich! Ich bin in meinem Leben noch nie so schnell Ski gelaufen. Wir betreiben eine undankbare Sportart, und eine Medaille um den Hals zu tragen, ist einfach verrückt.“ Von verschneiten Loipen auf die Pariser Pflasterstraßen: Das Profil ist ein anderes, die Einstellung bleibt dieselbe.
Ein Fest für alle … auch nach der Ziellinie
Was den adidas 10K Paris von anderen großen 10-Kilometer-Läufen unterscheidet, ist der selbstverständliche Mix aus Breitensport und sportlichem Anspruch. 48 Prozent Frauen stehen an der Startlinie, deutlich mehr als im französischen Durchschnitt. Außerdem gibt es auch in diesem Jahr wieder den Kinderwagen-Startblock by Thule, damit Eltern gemeinsam mit ihren Kindern teilnehmen können. Zur Auswahl stehen mehrere Formate: Einzelstart, Zweierteam und Viererteam.
Auch das Engagement für Vereine und Hilfsorganisationen erreicht Rekordwerte. Fast 2.400 Charity-Startplätze wurden vergeben, rund 440.000 Euro für 39 Organisationen gesammelt. Im Vorjahr waren es 1.800 Startplätze. Für alle ohne regulären Startplatz ist dies sogar der einzige noch verfügbare Weg an die Startlinie am 7. Juni.
Nach dem Zieleinlauf verwandelt sich das Race Village an der Avenue Foch in ein Open-Air-Festival mit Aktionen und Konzerten. Dazu gehört auch ein exklusives Set von Djibril Cissé, dem ehemaligen Fußballspieler und festen Bestandteil der Pariser Sport-Afterparty-Szene. 30 Aktionen entlang der Strecke halten den ganzen Vormittag die Energie für die 44.000 Teilnehmer hoch. Ein 10-Kilometer-Lauf als Running-Fest mitten in Paris, inklusive Schweiß, Stolz und einem glücklichen Kater auf den Champs-Élysées.
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