Course des Lumières Paris 2025: Regen als Überraschungsgast, Magie trotzdem garantiert
Feiner Regen und glitzerndes Kopfsteinpflaster konnten die Begeisterung der Tausenden Teilnehmer der „Course des Lumières Paris“ am Samstag, dem 15. November, nicht bremsen. Spaziergänger und Läufer, Familien und Firmenteams verwandelten die Hauptstadt in ein leuchtendes Band voller Hoffnung und Solidarität. Gemeinsam unterstützten sie an der Seite des Institut Curie die Krebsforschung.
Die Wolken versuchen, die Stimmung zu trüben, feiner Regen legt sich bereits auf die Uferpromenaden, doch die Atmosphäre lässt sich nicht ausbremsen. Die Pariser Ausgabe der Course des Lumières versammelte am Samstag, dem 15. November, erneut eine beeindruckende Menge für ein gemeinsames Ziel: An der Seite des Institut Curie die Krebsforschung zu unterstützen. Das Institut erhält einen bedeutenden Anteil der Spenden, die über Solidaritätsstartplätze und engagierte Botschafter gesammelt wurden. Ein 5-km-Walk, ein 5-km-Lauf, wahlweise als Freizeitlauf oder mit Zeitmessung, sowie die 10-km-Strecke belebten das Herz der Hauptstadt. Feiner Regen, glänzendes Kopfsteinpflaster und Tausende in den Nachthimmel gereckte Leuchtobjekte prägten die Kulisse.
Das Village des Lumières am Stade Émile Anthoine gab bereits ab dem frühen Nachmittag den Takt vor. Mit verschiedenen Aktionen, DJ-Sets und Foodtrucks entstand eine unvergessliche Guinguette-Atmosphäre. Trotz des feuchten Schleiers, der sich über Paris legte, blieb die Stimmung herzlich. „Als wir im Village ankamen, war sofort klar, dass der Regen heute Abend nicht gewinnen würde, erzählte Sylvie, die mit ihrer Familie gekommen war. Alles glänzte schon: die Lampen, die Lächeln und sogar die Pfützen. Auch Paris hatte sich für das Licht entschieden. “
Ab 16:30 Uhr machten sich die Läufer in Wellen auf den Weg vom Port des Champs-Élysées. Die Strecke führte an der Seine entlang, vorbei an den Fassaden des Musée d’Orsay, des Grand Palais, des Invalidendoms und der Pont de l’Alma. Der 10-km-Lauf bog zusätzlich bis zur Île de la Cité ab und zog das leuchtende Band noch weiter durch das historische Herz von Paris. Das Ziel am Port de la Bourdonnais mit dem Eiffelturm im Hintergrund bot einen würdigen Schlusspunkt dieses besonderen Abends.
Spaziergänger, Läufer, Familien und Firmenteams aus der Unternehmenswertung verliehen dem Abend eine ganz besondere Energie. Im Ziel beschrieben viele dasselbe Gefühl: ein leichter, beinahe dekorativer Regen, der die Stimmung zu keinem Zeitpunkt belastete. Im Gegenteil, er zauberte zusätzliche Reflexe auf die Tausenden Lampen, die für eine einzige Botschaft zusammenkamen: Hoffnung zum Leuchten zu bringen.
Eine weiterhin beeindruckende Teilnehmerzahl
Die Veranstalter hatten es angekündigt: Die „Lichtträger“ waren mit derselben Begeisterung wie in den Vorjahren dabei. Mit dem Einbruch des Abends formierten sich die Gruppen, erste Aufwärmübungen belebten die Straßenränder, und die eingeschalteten Stirnlampen verwandelten die Stadt allmählich in eine lange, phosphoreszierende Schlange. Eine Helferin erzählte einige Stunden vor Beginn der Feierlichkeiten lächelnd: „Der Regen sorgt auf dem Asphalt sogar für einen kleinen Spiegeleffekt, perfekt für Fotos .“ Die Atmosphäre war geprägt von Geselligkeit und dem Wunsch, gemeinsam etwas zu erleben, weit weg von Zeitenjagd und den gleichförmigen Geraden klassischer Straßenläufe.
Diese Ausgabe wird in Erinnerung bleiben. Mehr als 15.000 Läufer und Spaziergänger machten sich gemeinsam auf den Weg und stellten damit einen neuen Teilnehmerrekord auf. Zugleich kamen 260.000 Euro zusammen, um den Kampf gegen Krebs am Institut Curie zu unterstützen. Ein riesiges Dankeschön an alle Teilnehmer, Spendensammler, Firmenteams, Partner und Helfer, die diese Nacht zum Leuchten brachten und alle Menschen unterstützten, die von Krebs betroffen sind. Ihr Einsatz erhellte die Hauptstadt und zeigte einmal mehr, wie viel eine gemeinsame Bewegung bewirken kann.
Eine Strecke, die nach Einbruch der Dunkelheit zum Leben erwacht
Die Strecke ist darauf ausgelegt, mit Licht und Spiegelungen zu spielen, und sollte in einer geradezu filmreifen Atmosphäre beginnen. Lichtkegel mischen sich mit den Pfützen, Silhouetten zeichnen sich unter den Straßenlaternen ab, und schon die ersten Meter versprechen eine Kulisse wie an den schönsten Winterabenden in der Stadt. Einige Stammgäste sagten vor dem Start: „Die Course des Lumières ist anders als jeder andere Lauf, weil man nicht wirklich läuft, um die Stadt zu sehen … man durchquert sie wie eine lebendige Kulisse.“
Neben dem gewaltigen nächtlichen Schauspiel verleiht der solidarische Charakter der Veranstaltung ihr ihre ganze Kraft. Die Teilnehmer kommen, um den Kampf gegen Krebs zu unterstützen, und oft geht eine Welle der Emotion durch das Feld, sobald die Lampen in die Höhe gehoben werden. Gemeinsam voranzukommen und eine sichtbare Spur aus Licht zu hinterlassen, gibt diesem nächtlichen Lauf eine besondere Bedeutung. Er bringt Läufer und Spaziergänger gleichermaßen zusammen.