Cursa dels Nassos: Barcelona feiert den letzten Lauf des Jahres 2025
Was wäre ein besserer Abschluss für 2025 als ein Rennen? Die Cursa dels Nassos, die jedes Jahr am 31. Dezember in Barcelona stattfindet, begeisterte die Teilnehmenden mit einem 5- und einem 10-km-Lauf durch die Straßen Kataloniens. Festlich und schnell war die Veranstaltung auch diesmal ein voller Erfolg: 13.000 Laufbegeisterte gingen an den Start.
Die Cursa dels Nassos oder das „Silvester-Rennen der Nasen“ ist in Barcelona eine echte Tradition zum Jahresende. Der Wettkampf läutet die Neujahrsfeierlichkeiten ein. Die Veranstaltung ist für ihren Breitensportcharakter bekannt und zieht zugleich die internationale Leichtathletik-Elite an. Dazu herrscht eine ausgelassene Stimmung mit zahlreichen Zuschauern. Nicht zu vergessen die idealen Wetterbedingungen zu dieser Jahreszeit.
Ein hochkarätiges 5-km-Rennen
Die katalanische Veranstaltung begann mit dem internationalen 5-km-Lauf der Eliteathleten. Die äußerst schnelle Strecke führt über breite Straßen durch den Stadtteil Poblenou. Sie zählt zu den weltweit beliebtesten 5-km-Rennen, wie die zahlreichen dort aufgestellten Rekorde belegen. Ein weiterer Beleg für das Prestige der Veranstaltung.
Den außergewöhnlichen Lauf gewann der Portugiese José Carlos Pinto in 13:10 Minuten vor dem Norweger Magnus Tuv Myhre in 13:13 und dem Spanier Thierry Ndikumwenayo Ndayikunda in 13:22. Auch die Franzosen sorgten mit mehreren starken Zeiten für Aufsehen, allen voran Anas Lagtiy-Chaoudar. Als elftbester französischer Läufer der Geschichte und Vierter des Rennens stellte er in 13:33 einen neuen französischen U23-Rekord auf.
Dieses Ergebnis inspirierte das aufstrebende Talent Aloïs Abraham, das in 13:38 den Europarekord der U18 sowie die französischen U18- und U20-Rekorde pulverisierte. Diese starke Leistung krönt ein außergewöhnliches Jahr für den jungen Athleten, der 2025 dreimal für Frankreichs Nachwuchsteams nominiert wurde. Ebenfalls stark: Gaor Drouin Viallard, Joshua Abraham undMaël Gouyette, die allesamt 13:37 liefen, sowie Antoine Puydebois, der als noch U23-Athlet 13:46 erzielte.
Französische Läuferinnen in Bestform
Bei den Frauen ließ die Äthiopierin Likina Amebaw Amebaw der Konkurrenz in 14:23 keine Chance. Die französische Mittelstreckenläuferin Agathe Guillemot belegte in 15:04 den zweiten Platz und erzielte damit die drittbeste französische Zeit aller Zeiten über diese Distanz. Die Bretonin kam damit bis auf neun Sekunden an die Bestmarke der Triathlon-Olympiasiegerin von 2024, Cassandre Beaugrand, heran. Diese Leistung dürfte der Athletin Selbstvertrauen geben, die bei den Crosslauf-Weltmeisterschaften am 10. Januar im Mixed-Staffelrennen in Tallahassee (Florida) an den Start gehen will.
Komplettiert wurde das Podium von der Britin Jemma Reekie (15:21), die 2024 in Glasgow WM-Silber über 800 m in der Halle gewann. Die aus Bordeaux stammende Javote Guéret, die mit Platz drei bei den französischen Elite-Meisterschaften über 5000 m im Sommer ein herausragendes Jahr hinter sich hat, wurde in 15:39 Siebte.
Ein beliebter Klassiker über 10 km
Nach dem Aufeinandertreffen der internationalen Spitze über 5 km gingen 13.000 Läuferinnen und Läufer aller Leistungsklassen beim legendären und stimmungsvollen 10-km-Lauf an den Start. Abdessamad Oukhelfen setzte sich in 27:59 durch, vor Ismail Atriki Mehrak und Annasse Mahboub, die beide 29:14 liefen. Bei den Frauen war Marta Galimany Guasch in 31:33 die Schnellste. Doua Ouboukir El Oihabi folgte in 32:40, nachdem sie kurz zuvor bereits die 5 km in 15:37 gelaufen war und dort den sechsten Platz belegt hatte.