Halbmarathon Bordeaux 2025: Das sind die Favoriten, Neuerungen und der Zeitplan

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Von Emma Bert

Veröffentlicht am Do., 10. September 2026

Aktualisiert am Do., 10. September 2026

Halbmarathon Bordeaux 2025: Das sind die Favoriten, Neuerungen und der Zeitplan
© Corentin Baudry / STADION-ACTU

Der 10-km- und der 5-km-Lauf des Quais de Bordeaux kehren in diesem Jahr unter der Regie des Stade Bordelais zurück. Neu ist, dass beide Formate zeitgleich mit dem Halbmarathon stattfinden. Am Sonntag, 9. November, werden 24.000 Läuferinnen und Läufer im Herzen der als „Hafen des Mondes“ bekannten Stadt an der Startlinie stehen. Ein stark besetztes Teilnehmerfeld und veränderte Strecken prägen die Ausgabe 2025.

Bei der Ausgabe 2024 des 10-km-Laufs des Quais de Bordeaux sicherte sich Etienne Daguinos in 27:49 Minuten den Sieg und stellte damit einen neuen Streckenrekord auf. Auch bei den Frauen geriet die Bestmarke ins Wanken: Alice Mitard gab ihr Debüt über diese Distanz in 33:15 Minuten. Die Leistungsdichte war beeindruckend: 65 Athleten blieben unter 32 Minuten, 39 unter 31 und 13 unter 30 Minuten. 6.000 Teilnehmende liefen damals durch die Straßen des Département Gironde. In diesem Jahr werden es 24.000 sein, da der 5-km- und der 10-km-Lauf sowie der Halbmarathon, der normalerweise einige Wochen später stattfindet, wegen Bauarbeiten im öffentlichen Straßenraum zeitgleich ausgetragen werden.

Die Strecke wird grundlegend verändert

Die Streckenführung wird entsprechend angepasst. Der Halbmarathon startet um 9:00 Uhr am Jardin Public auf dem Cours de Verdun. Die rechte Flussseite wird diesmal nicht angelaufen, sodass weder die Pont de Pierre noch die Pont Jacques-Chaban-Delmas überquert werden. Dafür fällt der Abschnitt durch das nördlich gelegene Viertel Bacalan länger aus als bei den vergangenen Ausgaben.

Der 10-km-Lauf startet um 12:30 Uhr am selben Ort und findet erstmals auf der Straße statt, nachdem die vergangenen Ausgaben über Fußgängerbereiche geführt hatten. Die Strecke ist ausgesprochen flach: Vom Jardin Public geht es durch die Viertel Chartrons und Bacalan, anschließend auf der Straße entlang der Garonne vorbei an der Cité du Vin bis zum Ziel auf der Place de la Bourse.

Vier Startwellen sollen den Läuferstrom entzerren und allen gute Rennbedingungen ermöglichen. Neu in diesem Jahr: Die Strecken des 10-km-Laufs und des Halbmarathons führen durch die Straßen der Innenstadt und nicht nur über die großen Verkehrsachsen. So lässt sich Bordeaux noch umfassender entdecken, und zwar im Lauftempo.

Der 5-km-Lauf beginnt am rechten Ufer nahe dem Parc aux Angéliques und führt über die Pont Jacques-Chaban-Delmas. Anschließend laufen die Teilnehmenden entlang der Quais de Bordeaux zur Place de la Bourse.

Ein hochklassiger 10-km-Lauf

Bei den Frauen dürfte sich ein erbitterter Kampf um den Sieg entwickeln. Marie Lohéac-Bouchard, amtierende französische Meisterin von Cogolin, hat erst vor Kurzem mit 32:50 Minuten eine persönliche Bestzeit aufgestellt und geht als Favoritin ins Rennen. Die Strecke ist ihr bestens vertraut: Im vergangenen Jahr gewann die Assistenzärztin den Halbmarathon in 1:14:01 Stunden. Der Streckenrekord von Alice Mitard in 33:15 Minuten könnte bald Geschichte sein. Die Rekordhalterin wird allerdings alles daransetzen, bei dieser Ausgabe erneut über sich hinauszuwachsen.

Die Läuferinnen aus dem Finistère und dem Département Loir-et-Cher müssen sich vor der Lokalmatadorin Javote Guéret in Acht nehmen, die sich seit dem vergangenen Jahr enorm entwickelt hat. Ihr dritter Platz über 5.000 Meter bei den französischen Elite-Meisterschaften 2025 spricht für sich. Ihre Bestzeit von 33:16 Minuten könnte bald nur noch eine alte Marke sein. Ebenfalls genau beobachtet werden sollte die Bretonin Laëtitia Bleunven aus Brest, Dritte bei den französischen Crosslauf-Meisterschaften 2024 und im vergangenen Jahr bereits mit starken 33:34 Minuten unterwegs.

© Corentin Baudry / STADION-ACTU

Auch das Rennen der Männer verspricht großes Tempo. Arthur Cosson soll über 5 Kilometer für eine Durchgangszeit von 14:00 Minuten sorgen. Der Streckenrekord des Lokalmatadors Etienne Daguinos von 27:49 Minuten dürfte schwer zu knacken sein, könnte aber in Reichweite kommen.

Zu den Schnellsten zählen voraussichtlich die Bretonen Simon Bédard (Bestzeit 28:05) und Florian Le Pallec (28:20). Ebenfalls im Blick: der frisch gekürte französische Meister über 5 Kilometer, Pierrik Jocteur-Monrozier (29:15), sowie Hugo Hay, der im Finale über 5.000 Meter bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris den 16. Platz belegte und über die Halbmarathondistanz eine Zeit von 1:01:43 Stunden vorweisen kann. Nach einem beinahe wettkampffreien Jahr will er Revanche nehmen und seine alte Bestzeit von 2018 über 10 Kilometer von 30:53 Minuten verbessern.

Die Favoritenliste ist noch länger: Pierre Boudy (28:55), französischer U23-Crosslaufmeister 2025, Antoine Puydebois (29:06), französischer Juniorenmeister 2025 über 10 Kilometer, Arthur Gervais (29:05) und Clément Touati (29:18), französischer Meister 2024 über 5 Kilometer, gehören ebenfalls dazu. Dazu kommen Simon Denissel (29:55) und Téo Dabos (30:31). Die Franzosen werden dabei nicht unter sich bleiben: Der Ire Jack O’Leary bringt eine Bestzeit von 28:23 Minuten mit und will Anschluss an die erwartete Spitzengruppe finden.

Der Halbmarathon als Volkslauf par excellence

Auch der Halbmarathon verspricht hohes Tempo, dürfte aber wegen seines stärker auf den Breitensport ausgerichteten Feldes weniger dicht besetzt sein. Jason Pointeau, der sich auf den Marathon de Valence am 7. Dezember vorbereitet, wird um den Sieg kämpfen. Im Visier hat er seine Zeit von 1:03:35 Stunden aus dem Jahr 2024. Der Sportlehrer will seine Form nach einem Höhentrainingslager in Font-Romeu testen.

Bei den Frauen geht die Läuferin aus dem Tarn Mélody Julien mit großen Ambitionen an den Start: Sie will den französischen Rekord brechen, den die Athletin aus Antibes Alessia Zarbo erst im vergangenen Oktober in Valencia auf 1:08:20 Stunden verbessert hat. Bei den französischen Meisterschaften über diese Distanz lief Julien vor einigen Wochen 1:10:26 Stunden. Die Olympia-Marathonläuferin war beim Marseille-Cassis außerdem 1:07:17 Stunden gelaufen, die schnellste Zeit, die eine Französin bei diesem legendären Rennen je erzielt hat.

Eines der Laufhighlights in Bordeaux kehrt in diesem Jahr mit drei Formaten zurück: 5 Kilometer, 10 Kilometer und Halbmarathon. 24.000 Läuferinnen und Läufer werden an diesem Wochenende auf den Quais erwartet, während sich in der Gironde-Metropole zahlreiche der besten französischen Athleten um die Plätze duellieren und den Zuschauern ein starkes Rennen bieten.

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