Marathon de Salon-de-Provence feiert mit 12.000 Läufern ein starkes Comeback
Flugzeuge, Sonne und starke Zeiten: Der Marathon de Salon-de-Provence bot an diesem Sonntag, dem 5. Oktober, sechs Jahre nach seiner letzten Ausgabe erneut ein beeindruckendes Spektakel. Überflogen von der Patrouille de France, lockte die Veranstaltung mehr als 12.000 Läufer auf das Rollfeld des Luftwaffenstützpunkts und durch die provenzalischen Gassen. Siwa Kipruto, Hugo Nelaton und Charlotte Mahieu setzten die sportlichen Glanzlichter, doch letztlich lief eine ganze Stadt hinter ihren Marathonläufern her.
Die Patrouille de France hat an diesem Sonntag nicht nur beim « GP Explorer: The Last Race » auf dem Circuit Bugatti in Le Mans ihre Spuren hinterlassen. Figuren am Himmel über den Marathonläufern, und schon war das perfekte Bild gefunden: Salon-de-Provence hob ab. Auch wenn dieser Marathon trotz des Erfolgs der ersten beiden Austragungen 2016 und 2019 noch nicht der schnellste des Landes ist, gehört er zweifellos zu den lebendigsten. Der Startschuss fiel um 9:30 Uhr auf dem Place Morgan unter einem strahlend blauen, typisch salonesischen Himmel. Die 1.730 Marathonläufer machten sich auf eine ebenso schöne wie anspruchsvolle Strecke, mit einem inzwischen legendären Abschnitt: dem eigens geöffneten Luftwaffenstützpunkt 701. In diesem Jahr hielt sich der Mistral weitgehend zurück und machte Platz für ein schnelles, rhythmisches Rennen. Entlang des Boulevard Foch, des Cours Carnot und am Place Morgan sorgte eine große Zuschauermenge für Stimmung.
Siwa Kipruto eine Klasse für sich
Im Marathon bestätigte Siwa Kipruto (FC Sochaux Montbéliard) seine Favoritenrolle. Der Kenianer setzte sich schon auf den ersten Kilometern an die Spitze und lief in 2:27:18 Stunden ungefährdet als Erster ins Ziel. Den 2019 aufgestellten Streckenrekord von Kipkorir-Mutai in 2:21:53 verfehlte er zwar, doch auf dem anspruchsvollen Kurs zeigte er eine starke Leistung. Hinter ihm kam Louis Galvan (Cognac AC) nach 2:39:36 Stunden ins Ziel, mehr als zwölf Minuten hinter dem Sieger. Bertrand Brochot komplettierte das Podium in 2:41:42 Stunden.
Bei den Frauen setzte sich Chloé Favre souverän in 3:21:44 Stunden durch und belegte in der Gesamtwertung Rang 98. Sie verwies Corinne Bayle-Nougaillac (3:22:55) und Émilie Peruzotti (3:25:18) auf die Plätze. Die zunehmende Hitze machte den Marathon zunehmend tückisch.
Spannung pur im Halbmarathon
Die kürzere Distanz war nicht minder umkämpft und hielt, was sie versprach. Hugo Nelaton (Free Run Athlé 37) setzte sich im Zielsprint in 1:13:02 Stunden durch, 55 Sekunden vor Quentin Larue (1:13:57 Stunden, Sardines Triathlon). Enzo Stival (Sporting Club Marseille) sicherte sich in 1:13:58 Stunden den dritten Platz. Zwischen den drei Läufern lag am Ende kaum mehr als ein Wimpernschlag.
Bei den Frauen ließ Charlotte Mahieu der Konkurrenz keine Chance. In 1:20:26 Stunden spulte sie die 21,1 Kilometer souverän herunter und belegte in der Gesamtwertung Rang 33. Hinter ihr komplettierten Karine Lopez (1:24:50) und Victoria Gouault (1:27:32) das Podium. Insgesamt wurden über diese Distanz 4.632 Läufer gewertet. Damit war der Halbmarathon erneut das beliebteste Rennen des Tages.
Auf 10 Kilometern glänzen die Lokalmatadoren
Auch der 10-Kilometer-Lauf bot starke Leistungen. Romain Latour gewann in 33:13 Minuten vor Corentin Périn (33:38) und Aodrenn Bergeron (34:28). Bei den Frauen sorgte Astrid Moreau für Aufsehen: Mit 36:08 Minuten lief sie die fünftschnellste Zeit der Gesamtwertung und erzielte eine beeindruckende Bestmarke. Sie verwies Rémy Naceri (37:41) und Ava Verret (41:31) auf die Plätze. Über diese Distanz wurden 3.118 Läufer gewertet.
Eine Stadt in Bewegung
In Salon geht das Rennen über den reinen Sport hinaus. Händler, die ihre Stühle vor die Tür stellen, Familien an den Kreuzungen und Applaus, der durch die Gassen hallt: Der Marathon ist zu einem echten Stadtereignis geworden. Die Ausgabe 2025 bestätigte seine Verwurzelung in der Bevölkerung, die eingespielte Organisation und seine einzigartige Identität. Hier trifft die Präzision der Stoppuhr auf menschliche Wärme.
In Salon-de-Provence zu laufen heißt ein Stück weit, selbst abzuheben. Zwischen den Flugzeugen der Patrouille de France, Pinien, Olivenhainen und den singenden Anfeuerungsrufen bewahrt der Marathon seinen unverwechselbaren provenzalischen Charakter, geprägt von Licht und gemeinsamer Anstrengung. Ein Rennen, das jedes Jahr wächst, ohne seine Seele zu verlieren.
✔ Alle Ergebnisse der Ausgabe 2025 des Marathon de Salon-de-Provence