Lucie Lerebourg siegt doppelt, die Sotteville Run feiert gelungene Premiere und tauft die Christine-Arron-Bahn

LD
Von Loïc De Beauregard

Veröffentlicht am Mo., 2. November 2026

Aktualisiert am Mo., 2. November 2026

Lucie Lerebourg siegt doppelt, die Sotteville Run feiert gelungene Premiere und tauft die Christine-Arron-Bahn
© Sotteville Run

Mehr als 1700 Teilnehmer, strahlender Sonnenschein: Am Sonntag, 1. November 2026, ging die erste Sotteville Run über die Bühne. Der Veranstalter Stade Sottevillais 76 sah schnelle Zeiten, allen voran den Doppelsieg von Lucie Lerebourg über 5 und 10 km. Dazu weihte der Klub seine neue Leichtathletikbahn ein, die den Namen Christine Arron trägt. Ein Laufvolksfest, das schon jetzt nach festem Termin im Herbstkalender klingt.

Für eine Premiere kann man sich kaum mehr wünschen. Am Sonntag, 1. November, versammelte die Sotteville Run in Sotteville-lès-Rouen (Seine-Maritime) mehr als 1700 Teilnehmer. Morgens standen Kinderläufe auf dem Programm, nachmittags ein 5-km- und ein 10-km-Lauf auf einem schnellen Kurs. Bei strahlender Sonne wurden die Erwartungen an die Zeiten voll erfüllt.

Auftakt im Zeichen von Christine Arron

Der Tag begann mit einem wichtigen Moment für den Stade Sottevillais 76, den Veranstalter der Premiere. Der Klub weihte seine neue Leichtathletikbahn ein und verriet gleich den Namen: Sie heißt künftig Christine-Arron-Bahn, zu Ehren einer der größten Sportlerinnen der französischen Leichtathletik. Arron hält seit 1998 den Europarekord über 100 m in 10,73 Sekunden. Der Klub will ihr Erbe so dauerhaft verankern und kommende Generationen von Athleten damit begleiten.

Ab 11 Uhr gehörte die Bahn dann dem Nachwuchs: 700 m für die Éveils (Jahrgänge 2018 bis 2020), 1300 m für die Poussins (2016 und 2017) und 1900 m für die Benjamins (2014 und 2015).

Schnelle Zeiten und ein bemerkenswerter Doppelsieg

Der 5-km-Lauf startete um 14 Uhr, der 10-km-Lauf um 15:15 Uhr, also nur 75 Minuten später. Das macht die Leistung von Lucie Lerebourg (CA Montreuil 93) noch beeindruckender: Sie gewann beide Rennen. Über 5 km siegte sie in 16:57 Minuten, 50 Sekunden vor Alexia Durand (17:47). Elisa Retailleau machte in 18:34 das Podium komplett. Über 10 km legte Lucie Lerebourg dann 35:47 Minuten nach, ein Schnitt von knapp über 3:34 min/km. Marion Hébert (S/L Club Athlétique Cauchois) wurde in 41:25 Minuten Zweite, mehr als fünf Minuten dahinter, und Camille Varin Dritte in 41:58.

Bei den Männern ging es über 5 km richtig zur Sache. Oscar Auguste (Avia Club Athlétisme) gewann in 15:43 Minuten, doch Erwan Baudin lag mit 15:55 nur knapp dahinter. Enzo Trohel komplettierte das Podium in 15:58. Drei Männer innerhalb von 15 Sekunden: Die Spannung hielt bis zur Ziellinie. Über 10 km gewann Antoine Regnier vom Stade Sottevillais 76 vor heimischem Publikum in 30:38 Minuten. Antoine Vottier wurde in 31:27 Zweiter, 49 Sekunden zurück, vor Khaled Dahamna (32:42). Für den gastgebenden Klub ist das ein gelungener Einstand.

Volle Straßenränder und ein guter Zweck

Ein weiterer Pluspunkt war das Publikum. Die Zuschauer säumten die gesamte Strecke, und die Läufer freuten sich, bei jeder Runde so viele Menschen anzutreffen. Genau das wollten die Organisatoren: ein Volkslauf mit Festcharakter, bei dem das gemeinsame Erlebnis ebenso zählt wie die Zeit. Im Eventdorf gab es außerdem den ganzen Tag einen DJ und Probefahrten in Tesla-Modellen, Cybertruck inklusive.

Der Lauf hatte auch eine soziale Seite. Zwischen Octobre Rose und Movember platziert, hatten die Veranstalter versprochen, pro Startnummer 1 € an das Centre Henri-Becquerel in Rouen zu spenden, ein Zentrum zur Krebsbekämpfung. Die endgültige Summe steht noch nicht fest. Die Organisatoren versichern, dass auf diese erste Ausgabe weitere folgen werden. Bei dieser Stimmung, dem Sonnenschein und den Zeiten gibt man ihnen gern recht.