Zwischen Bestzeit und Weihnachtszauber: Liffrés erster Corrida de Noël gelingt

SL
Von Sabine Loeb

Veröffentlicht am Do., 10. September 2026

Aktualisiert am Do., 10. September 2026

Zwischen Bestzeit und Weihnachtszauber: Liffrés erster Corrida de Noël gelingt
© Athleclyc Capture

Starker Einstand für APIRUNTOUR: Rund 3.200 Teilnehmer, darunter ein hochkarätiges Elitefeld, machten die erste Corrida de Noël im Herzen von Liffré am Samstag zu einem echten Fest.

Im Licht der festlichen Weihnachtsbeleuchtung fiel der Start in der Rue de François Mitterand auf Höhe der Kirche. Bereits um 19:30 Uhr waren die prominenten Gäste, die meisten aus der Bretagne oder der näheren Region, mit dem Aufwärmen beschäftigt und bereit für ihr letztes Rennen des Jahres. Nicolas Vitré und Laure Bertrand waren nicht die Einzigen, die für ihren Sport noch einmal alles gaben. Auch die Zuschauer standen in den Startlöchern, feuerten die Läufer lautstark an und staunten über die Dichte im Feld des 10-km-Rennens „Fast“. Der Name war Programm: Die erstmals in der Stadt im Département Ille-et-Vilaine ausgetragene Strecke erwies sich als ausgesprochen schnell. Die Fans bekamen die Athleten dabei nicht nur einmal, sondern gleich dreimal zu sehen, sehr zu ihrer Freude.

Zehn Läufer unter 32 Minuten

Beim 10 km Fast von Liffré ging es mit Nicolas Vitré ordentlich zur Sache. Der Läufer aus Saumur, der im Département Maine-et-Loire zum Sportler des Jahres gewählt wurde, war der erste Sieger in der Geschichte des Rennens. Mit einer Zeit von 29:41 Minuten setzte er sich relativ souverän gegen seinen Verfolger Maxime Perrineau durch, der nach einer Saison, in der er zugunsten seiner kleinen Tochter etwas kürzergetreten war, in 30:07 Minuten ebenfalls stark lief. Luc Michel komplettierte das Podium mit einer sehr guten Leistung in 30:10 Minuten und bestätigte damit seinen Platz unter den besten Läufern der Region.

Bei den Frauen holte sich Laure Bertrand den Sieg mit großem Vorsprung, begleitet von einem Vereinskollegen der EA Pays de Brocéliande. Beeindruckend absolvierte sie die drei Runden in 33:27 Minuten. Gaëlle Le Bleau und Ludivine Martel komplettierten das Podium in 36:12 beziehungsweise 36:36 Minuten. Marie Lohéac-Bouchard, gerade erst von den Europameisterschaften zurückgekehrt, bei denen sie kurz nach ihrer Promotion mit dem Team Bronze gewonnen hatte, konnte an diesem Abend letztlich nicht mitfeiern. Die Grippe, die sie ans Bett fesselte, machte ihr nach einem besonders intensiven letzten Monat des Jahres einen Strich durch die Rechnung.

Weihnachtszauber in voller Entfaltung

Ein eigens für das Rennen aufgebauter Weihnachtsmarkt mit lokalen Handwerksbetrieben lud zum Entdecken ein. Als zusätzliche Überraschung, die wenige Tage vor der Veranstaltung angekündigt worden war, konnten die Kinder und insbesondere die Teilnehmer der verschiedenen Läufe eine Kutschfahrt unternehmen und auf den Schlitten des Weihnachtsmanns steigen. Der ganz in Blau und passend zu den Veranstaltungsfarben gekleidete Schlitten trug das Schild „Course de Noël de Liffré“, und der Weihnachtsmann war natürlich nie weit entfernt.

An einem prächtig beleuchteten Weihnachtsbaum war das Schild mit dem Hinweis auf die Startnummernausgabe angebracht. Kleine Elfen mit fest sitzenden grünen Zipfelmützen erwarteten die Läufer im Espace Intergénérations und überreichten ihnen ihre begehrte Startnummer. Im Bereich der Kleideraufbewahrung konnte man zudem unvermittelt Ti Biscuit begegnen, direkt aus Shrek, oder Pfadfindern, die stets bereit waren, mit anzupacken.

Schon früh war das Publikum zahlreich erschienen, um die Jüngsten anzufeuern, die sich ab 15:30 Uhr als Erste auf den Weg machten. Um 17 Uhr übergaben sie den Staffelstab an die nächste Generation beim 5 km L’Orange Bleue. Um 18 Uhr folgte der 10 km Ouestboissons, der allen offenstand, ehe der 10 km Fast um 20 Uhr den festlichen Abend beschloss.

Ein Erfolg dank Bekanntheit und durchdachter Kommunikation

Die Organisatoren hatten Mitte November keinerlei Mühe, die letzten Startplätze zu vergeben. Ein Grund für den Erfolg der Veranstaltung war die Bekanntheit des Vereins APIRUNTOUR, der mit der Marke APIRUN verbunden ist. Sie ist in der Laufszene und insbesondere in der Region längst ein Begriff. Doch das allein erklärt den Andrang nicht. Auch die Kommunikation spielte eine entscheidende Rolle dabei, am Renntag die Massen anzulocken.

Ab 19 Tage vor dem Rennen veröffentlichten die Organisatoren täglich einen Beitrag: Sie gaben wertvolle Tipps, etwa im ersten Post von Bruno Heubi, Trainer und Leistungssportler, dankten den Veranstaltungspartnern, stellten das Tagesprogramm vor. Das Rennen war in den Weihnachtsmarkt eingebettet, die Startnummernausgabe lief bereits am Donnerstag und Freitag sowie am Samstag ab 11 Uhr. Außerdem kündigten sie für die Kinder eine Überraschung mit einer Kutsche an. Vor allem aber machten sie die hochkarätigen Pacemaker bekannt: den jungen Athleten auf nationalem Niveau und Spezialisten für Mittelstrecke und Straße Quentin Bronchart für 32 Minuten, den Marathonläufer Florian Caro für 34 Minuten sowie die ausgewiesene französische Mittelstrecklerin Philippine de la Bigne für 39 Minuten. Dabei standen gleichmäßiges Tempo, Präzision und Leistung im Mittelpunkt, ohne den Weihnachtsgeist aus den Augen zu verlieren. Die Athletin des Entente Paris Universite Club Stade Francais erfüllte ihre Aufgabe perfekt und kam folgerichtig als Zwölfte in 40:42 Minuten ins Ziel.

Die erste Ausgabe der Corrida de Noël hielt, was sie versprochen hatte. Ein starkes Läuferfeld und die zahlreichen Zuschauer entlang der Strecke machten die Veranstaltung zu einem echten Erfolg für APIRUNTOUR, das allen die Gelegenheit gab, den Weihnachtszauber einmal auf andere Weise zu erleben.

Alle Ergebnisse der Corrida de Noël de Liffré