Run In Lyon 2026: Bastien Augusto und Anaïs Quemener beeindrucken 36.000 Läufer

LR
Von La rédaction

Veröffentlicht am Mo., 5. Oktober 2026

Aktualisiert am Mo., 5. Oktober 2026

Run In Lyon 2026: Bastien Augusto und Anaïs Quemener beeindrucken 36.000 Läufer
© ASO

Die 15. Ausgabe von Run In Lyon by Harmonie Mutuelle hat ihren Status als großes Volkslauf-Highlight im französischen Laufkalender erneut bestätigt. Am Sonntag gingen 36.000 Läuferinnen und Läufer bei einem der vier angebotenen Formate an den Start: Marathon, Halbmarathon, 10 Kilometer und Run Solidaire. Für das Highlight sorgte Bastien Augusto mit einem neuen Streckenrekord im Halbmarathon.

Der Asphalt in der Stadt der Gallier glühte am Sonntag bei der 15. Ausgabe von Run In Lyon. Bei strahlendem Sonnenschein gingen 36.000 Laufbegeisterte bei einer der vier Wettbewerbe des Events in der Rhône-Metropole an den Start. Über die Königsdistanz setzte sich der Lyoner Alexis Garod in 2:23:44 Stunden vor heimischem Publikum durch. Vier Minuten fehlten ihm zu seiner persönlichen Bestzeit, auf seine ersten Verfolger hatte er weniger als eine Minute Vorsprung: Swan Blanc (2:24:28) und Thomas Gerbal (2:27:15).

Bei den Frauen fügte Anne-Sophie Chaume ihrer Erfolgsliste einen weiteren Eintrag hinzu. Vor einigen Jahren hatte sie bereits auf der Bahn geglänzt, unter anderem mit 9:54,07 Minuten über 3000 m Hindernis im Jahr 2022. Die bereits 2023 im Halbmarathon siegreiche Trainerin überquerte die Ziellinie nach 2:47:50 Stunden. Ihre Bestzeit steht bei 2:43:28. Pauline Bourrin (2:49:07) und Elise Cam (3:02:28) komplettierten das Podium.

In diesem Jahr wartete der Marathon mit einer neuen Strecke auf. Unter anderem führte sie nicht durch den Tunnel unter der Croix-Rousse. Vom Start am ehemaligen Justizpalast in Vieux-Lyon liefen die künftigen Finisher zunächst an den Ufern der Saône entlang, durchquerten den Parc de la Tête d’Or und setzten ihren Weg anschließend am Rhône-Ufer und durch das Viertel Gerland fort, bevor sie die Place Bellecour erreichten. 

Die Tagesbestleistung gab es allerdings im Halbmarathon. Bastien Augusto wurde seiner Favoritenrolle mit einer Zeit von 1:03:16 Stunden gerecht und unterbot den bisherigen Streckenrekord um 30 Sekunden. Die Bestmarke hatte seit 2022 Duncan Perrillat mit 1:03:46 gehalten. Der Athlet des Pôle France de Lyon bestätigt damit seine starke Form: Erst zwei Wochen zuvor war er bei den Halbmarathon-Weltmeisterschaften in Kopenhagen bester Franzose geworden. Der französische Nationalmannschaftsläufer siegte vor Anatole Berthou (1:03:48) und Anis Benstiti (1:05:00).

Bei den Frauen holte sich die dreifache französische Marathonmeisterin (2016, 2022 und 2026) Anaïs Quemener in 1:13:59 Stunden den Sieg. Im Ziel hielt sie ihren Sohn Elyo im Arm. Dahinter folgten die Athletinnen des Décines Meyzieu Athlétisme, Coraline Maamouri (1:14:03) und Capucine Rolin (1:14:52).

Über 10 Kilometer verteidigte Matis Boucard seinen Titel in 30:11 Minuten und verbesserte seine Zeit aus dem Vorjahr um rund 20 Sekunden. Bei den Frauen eroberte Laurina Arche in 35:31 Minuten den obersten Podestplatz zurück. Die Athletin des Zoom Volt Runners, die bereits 2024 gewonnen hatte, feierte damit einen weiteren Erfolg in Lyon.

Volksfest und Wettkampf zugleich

Run In Lyon bleibt seiner klaren Ausrichtung als Volkslauf treu: 56 % der Teilnehmenden waren erstmals bei diesem Event dabei, während Frauen 43 % der Anmeldungen ausmachten. Im Marathon entdeckte mehr als jede zweite Person (52 %) die Distanz in Lyon für sich. Das Fest hatte bereits am Samstag mit dem Marathoon's begonnen, an dem fast 1.000 Kinder teilnahmen. Auch der Solidaritätsgedanke bleibt ein zentraler Bestandteil der Veranstaltung. Über die Vereinsstartplätze kamen fast 100.000 Euro zusammen, davon gingen 42.000 Euro an AFG Autisme.