Die wichtigsten Zahlen zum Marathon de Paris 2026: Rekordauflage mit Volksfeststimmung
Veröffentlicht am Do., 10. September 2026
Aktualisiert am Do., 10. September 2026
Der Marathon de Paris bestätigt Jahr für Jahr seinen Status als Weltklasse-Marathon und zählt längst zu den größten Läufen der Welt. Bei der 49. Auflage vibrierte die französische Hauptstadt im Rhythmus von 57.464 Finishern, die sich der Herausforderung über 42,195 Kilometer stellten. Spitzenleistungen mit einem neuen Streckenrekord, ein wachsender Frauenanteil und eine elektrisierende Stimmung prägten die Ausgabe 2026. Die Redaktion von Marathons.com blickt auf die Zahlen, die zeigen, wie groß dieser Marathon inzwischen ist.
57.464 Finisher: eine Menschenflut auf den Straßen von Paris
58.853 standen an der Startlinie, 57.464 überquerten schließlich auf der Avenue Foch die Ziellinie. Eine beeindruckende Zahl, mit der Paris erneut zu den größten Marathons der Welt zählt, direkt hinter New York und London. Vom Ersten bis zum Letzten schrieb jeder Läufer auf den Straßen der Hauptstadt seine eigene Geschichte. Ob Spitzenleistung, persönliche Herausforderung oder die Premiere über die Königsdistanz: In Paris lassen sich die Läufer von den Emotionen tragen.
49 % Marathon-Debütanten: Paris war noch nie so zugänglich
Das ist eine der auffälligsten Zahlen dieser Ausgabe: Fast jeder zweite Läufer bestritt seinen allerersten Marathon. Ein Trend, der sich in den vergangenen Jahren immer deutlicher zeigt. Der Marathon de Paris ist die ideale Bühne, um die Königsdistanz kennenzulernen, mit einer ikonischen Strecke und einer Organisation, bei der jedes Detail sitzt. Außerdem geht es in Paris nicht nur um Bestzeiten. Viele kommen, um mit Freunden einen besonderen Moment zu erleben und die Stadt mit ihrer Kultur, ihren Sehenswürdigkeiten und der unkomplizierten Logistik zu genießen.
33 % Frauen: der Aufwärtstrend hält an
Der Frauenanteil im Feld wächst weiter: 33 % der Starter waren Frauen, gegenüber 31 % im Jahr 2025 und 28 % im Jahr 2024. Eine kontinuierliche Entwicklung, die den Wandel in der Laufwelt der vergangenen Jahre widerspiegelt. Frauen nehmen im Starterfeld immer mehr Raum ein, und das ist eine großartige Nachricht. Das zeigt sich auch an der Stimmung und an den Geschichten, die entlang der Strecke geschrieben werden. Kathrine Switzer und Roberta „Bobbi“ Gibb dürfen stolz auf diesen Weg sein.
29 % internationale Teilnehmer: ein Marathon ohne Grenzen
Der Marathon de Paris ist mehr denn je ein internationales Treffen der Laufwelt. 29 % der Läufer kommen aus dem Ausland, insgesamt sind 143 Nationen vertreten. Hinter Frankreich mit 41.290 Finishern folgen unter anderem:
➜ Vereinigtes Königreich: 4.641
➜ USA: 1.857
➜ Deutschland: 1.040
In Paris mischen sich die Sprachen, treffen Kulturen aufeinander, und die Stadt wird für ein Wochenende zur Welthauptstadt des Laufens.
4:13:24 Stunden: die durchschnittliche Marathonzeit in Paris
Die durchschnittliche Zeit für den Marathon lag in diesem Jahr bei 4:13:24 Stunden.
➜ Männer: 4:04:41 Stunden
➜ Frauen: 4:32:09 Stunden
Die Zeit ist in den vergangenen Jahren gestiegen, und der Grund liegt auf der Hand: Mit immer mehr Debütanten im Feld geht es beim Marathon vor allem um Abenteuer und persönliche Erfahrungen. Wer in Frankreich auf eine schnelle Zeit aus ist, versucht sich eher auf den pfeilschnellen Strecken Spaniens. Paris ist nicht der schnellste Marathon der Welt, aber ganz klar einer der inklusivsten.
4,17 % unter drei Stunden: die begehrte Schallmauer
2.396 Läufer blieben unter der Marke von drei Stunden, das entspricht 4,17 % des Feldes. Eine Zahl, die zeigt, welchen Stellenwert die Sub-3 bei den Amateuren nach wie vor hat. Die Realität im Feld sieht allerdings anders aus: Die meisten Läufer kommen zwischen 3:30 und 5:00 Stunden ins Ziel.
2:18:34 Stunden: neuer Streckenrekord bei den Frauen
Auch die Elite bot großen Sport.
➜ Shure Demise schrieb mit 2:18:34 Stunden Geschichte. Sie stellte einen neuen Streckenrekord auf und lief im Schnitt 3:17 min/km.
➜ Yeman Crippa setzte sich in 2:05:18 Stunden durch und legte ein beeindruckendes Finale hin. Auf den letzten beiden Kilometern lief er mit unglaublichen 2:44 min/km und machte damit den Unterschied.
Zwei Frauen unter 2:20 Stunden in der Geschichte von Paris
Mit ihrer persönlichen Bestzeit von 2:18:34 Stunden ist Shure Demise erst die zweite Frau in der Geschichte, die in Paris unter 2:20 Stunden geblieben ist. Vor ihr gelang das 2022 Judith Jeptum Korir. Eine symbolträchtige Marke, die das steigende Niveau im Frauenmarathon unterstreicht.
8,5 Millionen Euro für gemeinnützige Organisationen
Der Marathon de Paris ist auch ein menschliches und solidarisches Abenteuer. 8.500 Läufer gingen für gemeinnützige Organisationen an den Start und sammelten 8,5 Millionen Euro, so viel wie nie zuvor. Hinter jeder Medaille kann eine Sache, eine Geschichte oder ein persönliches Engagement stehen. Auch das macht die Schönheit des Marathons aus.
200.000 Zuschauer an der Strecke
Wie Ernest Hemingway so treffend schrieb: Paris ist ein Fest. Hier wird jeder Kilometer zur Feier. Musik, Rufe, Plakate und Anfeuerung machen es schwer, sich der Energie der Stadt zu entziehen. Besonders, wenn auch das Wetter mitspielt. Rund 200.000 Zuschauer versammelten sich entlang der Strecke, außerdem richtete der Veranstalter 40 Animationszonen ein.
38 Jahre: das Durchschnittsalter der Finisher
Auch das Profil der Läufer verändert sich. Das Feld wird jünger, und die Generation Z nimmt die Herausforderung an. Mit einem Durchschnittsalter von 38 Jahren spricht der Marathon heute eine breite Zielgruppe an: von neugierigen jungen Läufern bis zu erfahrenen Sportlern. Viele Neueinsteiger suchen die nächste große Herausforderung.
92 Jahre: der älteste Teilnehmer dieser Ausgabe
Ein außergewöhnlicher Läufer: Der Japaner Koichi Kitabatake absolvierte mit 92 Jahren seinen siebten Marathon de Paris in 7:21:37 Stunden. Er war der älteste Teilnehmer des Marathon de Paris. Sein Beispiel zeigt, dass die Leidenschaft für den Sport kein Alter kennt und Laufen bis ins hohe Alter möglich ist. Allergrößter Respekt, Monsieur.
Die Ausgabe 2026 bestätigt eines: Der Marathon de Paris besitzt diese einzigartige Magie und bringt Weltklasse-Elite und Tausende Amateure mit ihrem persönlichen Traum zusammen. Er ist gemeinsames Erlebnis, individuelle Herausforderung und großes Volksfest zugleich. Paris hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Fixpunkt im internationalen Laufkalender entwickelt. Besonders in Erinnerung bleiben der unglaubliche Streckenrekord von Shure Demise, der sprunghaft gestiegene Anteil der Marathon-Debütanten und der wachsende Frauenanteil im Feld. Paris wächst weiter, zieht Läufer an und inspiriert sie. Angesichts der Begeisterung und Leidenschaft rund um diese Ausgabe steht eines fest: Für einen Startplatz beim nächsten Marathon de Paris wird man sehr früh aufstehen müssen.