Jacob Kiplimo pulverisiert Weltrekord beim Barcelona-Halbmarathon 2025

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Von Clément Laborieux

Veröffentlicht am Mi., 9. September 2026

Aktualisiert am Mi., 9. September 2026

Jacob Kiplimo pulverisiert Weltrekord beim Barcelona-Halbmarathon 2025
© eDreams Mitja Marató Barcelona by Brooks

Der eDreams Barcelona-Halbmarathon by Brooks 2025 geht in die Geschichte ein. Am Sonntag, dem 16. Februar, gewann der Ugander Jacob Kiplimo das Rennen in sagenhaften 56:42 Minuten. Damit blieb er als erster Mann überhaupt unter 57 Minuten und verbesserte den Weltrekord von Yomif Kejelcha aus dem Oktober 2024 um 48 Sekunden.

Unter 57 Minuten: Das Unmögliche wird Realität

Am Sonntag, dem 16. Februar 2025, Jacob Kiplimo eine der beeindruckendsten Leistungen in der Geschichte der Leichtathletik und des Straßenlaufs gezeigt. Nach seinem 10-Kilometer-Lauf im Dezember in Madrid, den er scheinbar mühelos in 26:32 Minuten absolvierte, präsentierte er sich in bestechender Form und wollte auch in Barcelona ein starkes Rennen zeigen. Schon von den ersten Metern an ließ er keinen Zweifel am Ausgang des Rennens. Nach dem dritten Kilometer setzte er sich an die Spitze und schlug ein höllisches Tempo von 2:43 Minuten pro Kilometer an, dem alle anderen Läufer nicht folgen konnten. Bei Kilometer 10 lag er mit 26:50 Minuten weit vor der Zwischenzeit des Weltrekords (27:12). In diesem Moment schien der Ugander mit seinem federnden, flüssigen Schritt über die schnelle Strecke der katalanischen Hauptstadt zu schweben. Getragen von der begeisterten Menge und bei idealen Bedingungen mit 11 Grad, bedecktem Himmel und Windstille hielt er sein atemberaubendes Tempo bis ins Ziel und überquerte die Ziellinie nach 56 Minuten und 42 Sekunden. Das entspricht einem Schnitt von 2:41 Minuten pro Kilometer. Nachdem Kiplimo den Weltrekord bereits von 2021 bis 2024 gehalten hatte, holte er sich seine Bestmarke im Alter von 24 Jahren zurück und unterbot die Zeit des Äthiopiers Yomif Kejelcha, der im Oktober in Valencia 57:30 Minuten gelaufen war, um 48 Sekunden. Die Kenianer Geoffrey Kamworor (58:44) und Samwel Mailu (59:40) komplettierten das Podium.

Joyciline Jepkosgei feiert den zweiten Sieg in Folge

Auch das Frauenrennen bot eine eindrucksvolle Machtdemonstration. Die Kenianerin Joyciline Jepkosgei, Titelverteidigerin und große Favoritin, dominierte das Rennen. Nachdem sie die ersten fünf Kilometer in 15:12 Minuten absolviert hatte, setzte sie sich früh allein an die Spitze und vergrößerte ihren Vorsprung. Auf dem leicht abfallenden Streckenabschnitt bei Kilometer 7 und 8 passierte sie die 10-Kilometer-Marke in 30:12 Minuten. Inmitten einer Gruppe männlicher Läufer hielt sie das hohe Tempo und beendete die Distanz in 1:04:11 Stunden. Damit verbesserte sie ihre persönliche Bestzeit und den Streckenrekord um 18 Sekunden. Hinter ihr belegte ihre Landsfrau Gladys Chepkurui in 1:06:24 Stunden den zweiten Platz, während die Äthiopierin Alemtsehay Zerihun in 1:08:19 Stunden das Podium komplettierte. „Ich bin heute zum dritten Mal hier gestartet, war einmal Zweite und habe zwei Siege gefeiert. Deshalb bin ich sehr zufrieden. Meine persönliche Bestzeit auf dieser Strecke zu verbessern, war nicht selbstverständlich. Ich freue mich sehr und hoffe, nächstes Jahr wiederzukommen“, sagte Jepkosgei im Ziel. Auch Kiplimos unglaubliche Leistung hob sie hervor.

Nicolas Navarro im letzten Feinschliff

Auf französischer Seite absolvierte Nicolas Navarro, der sich intensiv auf den Barcelona-Marathon am 10. März vorbereitet, die 21,097 Kilometer in 1:04:13 Stunden. Der Franzose blieb damit leicht hinter seinem Marathonrenntempo zurück, zeigte aber in einer äußerst umfangreichen Trainingswoche mit 235 Kilometern auf der Uhr eine starke Leistung. Bemerkenswert waren auch die Zeiten von Victor Boudin (1:02:53), Antonin Marquant (1:02:58), Pierre Galbourdin (1:03:38), Anthony Frontera (1:04:03), Cyril Vincent-Viry (1:04:46) und Alexis Turpin (1:05:14).

Auch Morhad Amdouni war für dieses Rennen eingeplant, verzichtete letztlich aber auf den Start. Der französische Marathonrekordhalter hatte in den vergangenen Wochen mit Blick auf seinen nächsten Marathon sehr umfangreich trainiert und wollte wegen muskulärer Müdigkeit kein Risiko eingehen.

Bei den Frauen wurde Mélanie Allier mit 1:10:49 Stunden zur elftschnellsten Französin der Halbmarathongeschichte. Sie belegte im Rennen den zehnten Platz. Augustine Emeraux-Lombard zeigte mit 1:14:29 Stunden ebenfalls ein sehr starkes Rennen. Floriane Hot bestätigte ihre hervorragende Form und stellte über die Distanz eine neue persönliche Bestzeit auf. Sie überquerte die Ziellinie nach 1:15:50 Stunden und machte damit den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung.

Der Barcelona-Halbmarathon, ein Rennen für Rekorde

Neben den Eliteläufern gingen auch fast 30.000 Laufbegeisterte auf Barcelonas Straßen an den Start. Eine Flut persönlicher Bestzeiten, strahlende Gesichter trotz der Anstrengung und die warme Atmosphäre machten diesen Halbmarathon zu einem echten Lauffest.

Der Barcelona-Halbmarathon bestätigt seinen Status als erste Adresse für Rekorde und außergewöhnliche Leistungen. Jacob Kiplimo hat sich in die Geschichtsbücher eingetragen, und Laufbegeisterte auf der ganzen Welt blicken bereits auf sein nächstes Ziel: den London-Marathon am 27. April.