Sevilla-Marathon 2025: Frankreichs Läufer greifen an

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Von Clément Laborieux

Veröffentlicht am Mi., 9. September 2026

Aktualisiert am Mi., 9. September 2026

Sevilla-Marathon 2025: Frankreichs Läufer greifen an
© STADION-ACTU

Der Sevilla-Marathon feiert in diesem Jahr sein 40. Jubiläum und verspricht ein Pflichttermin für alle Laufbegeisterten zu werden. Am Sonntag, dem 23. Februar, trifft sich in den Straßen der andalusischen Hauptstadt ein hochkarätiges Elitefeld mit Félix Bour, Emmanuel Roudolff-Levisse, Mélody Julien und Manon Trapp. Auf der für ihre schnellen Zeiten bekannten Strecke und bei idealen Wetterbedingungen wollen die französischen Athletinnen und Athleten glänzen. Persönliche Bestzeiten und die Qualifikation für die Weltmeisterschaften 2025 in Tokio sind ihre großen Ziele.

Sevilla, das Land der Rekorde

2024 schrieb Sevilla Marathon-Geschichte: Morhad Amdouni (2:03:47) und Méline Rollin (2:24:12) stellten hier die französischen Marathonrekorde auf. Auch die Leistungsdichte war bei dieser Ausgabe beeindruckend: 40 Läufer blieben unter 2:10 Stunden, 28 Läuferinnen unter 2:30 Stunden. In der andalusischen Hauptstadt läuft man nie allein. Zahlreiche Gruppen finden sich ganz von selbst, um das Tempo zu halten, und schaffen so ideale Bedingungen für schnelle Zeiten. Den Streckenrekord halten der Äthiopier Deresa Geleta mit 2:03:27 und seine Landsfrau Alemu Megertu mit 2:18:51. Diese Zahlen sprechen für sich: Sevilla zählt zu den schnellsten Marathons der Welt. Lange Geraden, ein flaches Profil und die warme Atmosphäre machen die Strecke zum perfekten Terrain für alle, die ihre Bestzeit pulverisieren wollen.

Ein XXL-Elitefeld, in dem Frankreich angreifen will

Bei den Männern wartet die Ausgabe 2025 erneut mit einem starken Feld auf. Die drei Eritreer Okubay Tsegay (2:05:03 in Berlin 2023), Goitom Kifle (2:05:28 in Valencia 2021) und Ghirmay Ghebreslassie (2:05:34 in Sevilla 2022), 2015 Marathon-Weltmeister, bringen die besten Bestzeiten mit. Für Aufsehen wird auch das Marathon-Debüt des äthiopischen Läufers Selemon Barega sorgen. Der Olympiasieger über 10.000 m von Tokio 2021 lief 2023 in Valencia starke 57:50 Minuten über die Halbmarathondistanz.

Auch bei den Frauen verspricht der Wettkampf höchste Spannung. Die Rumänin Delvine Meringor (2:20:49 in Barcelona) gilt als Favoritin. Zu den Herausforderinnen zählen die Äthiopierinnen Meseret Dinke Meleka (2:22:52 in Abu Dhabi) und Urge Diro (2:23:05 in Sevilla).

Aus französischer Sicht richtet sich die Aufmerksamkeit auf Félix Bour und Emmanuel Roudolff-Levisse. Bour lief Ende Januar ausgerechnet in Sevilla starke 1:00:00 Stunden im Halbmarathon und nimmt nun die Qualifikation für die Weltmeisterschaften in Tokio ins Visier. Dafür muss er seine persönliche Bestzeit von 2:06:45 um mindestens 15 Sekunden verbessern. Nach einem erfolgreichen Jahr 2024 mit der Teilnahme an den Olympischen Spielen könnte der Athlet des Racing Multi-Athlon Paris an diesem Sonntag für einen großen Coup sorgen. Einen Teil seiner Vorbereitung absolvierte er im Höhentrainingszentrum von Font Romeu. Emmanuel Roudolff-Levisse, der im vergangenen Dezember in Valencia mit 2:07:20 überzeugte, will ebenfalls den nächsten Schritt machen. Die WM-Norm für Tokio liegt bei 2:06:30.

Auch Mélody Julien und Manon Trapp stehen im Rampenlicht. Julien präsentierte sich zu Beginn des Jahres 2025 in starker Form: In Sevilla lief sie den Halbmarathon in 1:10:31, auf Ibiza gewann sie den 10-km-Lauf in 32:36 Minuten. Spanien scheint ihr zu liegen, nun will sie die WM-Norm für Tokio von 2:23:30 knacken. Manon Trapp, dreifache französische Cross-Meisterin, reist nach einem vierwöchigen Höhentrainingslager im kenianischen Iten mit großen Ambitionen an. Bei ihrem letzten Marathon in Rotterdam 2024 hatte sie alles auf eine Olympiaqualifikation gesetzt, musste das Rennen aber nach der Hälfte aufgeben. Die für die Entente Savoie Athlé startende Athletin meldete sich beim 20 km de Paris eindrucksvoll zurück: Sie gewann das Rennen in 1:04:44. In Sevilla will sie ihre persönliche Bestzeit von 2:25:48, aufgestellt 2023 in Valencia, verbessern und vielleicht auch die WM-Norm für Tokio 2025 abhaken.

Ein Termin, den man nicht verpassen sollte

Mit idealen Bedingungen und einem außergewöhnlichen Elitefeld bringt der Marathon de Sevilla alles mit, was es für ein denkwürdiges Rennen braucht. Ob ambitionierte Hobbyläufer auf Bestzeitenjagd oder einfach leidenschaftliche Running-Fans: Am Sonntag, dem 23. Februar, richten sich alle Blicke nach Andalusien. Rekorde, WM-Normen und das Marathon-Debüt einer Lauflegende: Das Spektakel verspricht groß zu werden. Für die 12.000 erwarteten Hobbyläufer bietet dieser Marathon die perfekte Gelegenheit, den Laufsport auf einer für Rekorde gemachten Strecke zu feiern.

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