Die wichtigsten Zahlen zum New York City Marathon 2025: eine Rekordausgabe
Veröffentlicht am Do., 10. September 2026
Aktualisiert am Do., 10. September 2026
Der größte Marathon der Welt ist zurück an der Spitze der Laufszene. Für viele ist er der Marathon aller Marathons, die ultimative Herausforderung, die jeder Läufer eines Tages bewältigen möchte. Bei seiner 54. Auflage bot der New York City Marathon erneut ein spektakuläres Schauspiel: Eliud Kipchoges Six-Star-Finisher-Medaille, ein Streckenrekord bei den Frauen und ein neuer Weltrekord bei den Finishern. Die Redaktion von Marathons.com blickt auf die wichtigsten Zahlen, die diese Ausgabe zum größten Marathon der Welt machen.
59.226 Finisher, neuer Weltrekord
Es ist wieder ein Weltrekord bei den Finishern. New York holt sich mit 59.226 Finishern die Krone des größten Marathons der Welt zurück. Eine Menschenmenge, die die fünf Boroughs von der Verrazzano Bridge bis zum Central Park zum Beben brachte. Die großen Marathons liegen in den vergangenen Jahren eindeutig im Trend. Die Zahl der Anmeldungen geht in die Hunderttausende, die Majors ziehen die meisten Teilnehmer an. In der Rangliste der größten Marathons finden sich die legendären Rennen wieder: New York liegt vor London, Paris, Berlin und Chicago.
0,73 Prozent, eine der niedrigsten Ausfallquoten der Welt
59.226 Finisher bei 59.662 Läufern an der Startlinie. Eine historische Zahl. Dass die Ausfallquote beim New York City Marathon trotz der anspruchsvollen Strecke so niedrig ist, hat einen klaren Grund: Der Veranstalter kümmert sich um alle Läufer, auch um die langsamsten, und begleitet sie bis zum Ende ihrer Anstrengung. Dank eines großzügigen Zeitlimits empfängt das Ziel am Sonntag bis 22 Uhr Läufer. Da die letzte Welle um 11:30 Uhr startet, haben die Teilnehmer mehr als zehn Stunden Zeit, das Rennen zu beenden. Hier werden alle Finisher gleich gefeiert, vom Ersten bis zum Letzten.
2 Millionen Zuschauer
Zwei Millionen Zuschauer säumten die Straßen von New York. Das macht vermutlich den Zauber dieses Rennens aus: durch die fünf Boroughs des Big Apple zu laufen, mitten in einer außergewöhnlichen Atmosphäre. Die Amerikaner verehren den Marathon, und für viele New Yorker ist der erste Sonntag im November der beste Tag des Jahres. Manche nennen ihn sogar die größte Blockparty der Welt. Überall gibt es Freude, unzählige Plakate, Rufe, Gesänge und Tänze. Und dann ist da noch die berühmte „Schallmauer“ an der First Avenue, wo die Menge einen förmlich bis zum Central Park trägt. Der New York City Marathon ist mehr als ein Rennen: Er ist ein Fest und ein Konzentrat all dessen, was die Stadt so lebendig macht.
2:19:51 Stunden, neuer Streckenrekord bei den Frauen
Hellen Obiri stellte den neuen Streckenrekord bei den Frauen auf und pulverisierte die Marke von 2003, als Margaret Okayo 2:22:31 gelaufen war. Die Kenianerin holte sich in New York ihren zweiten Titel. Dahinter blieben auch Sharon Lokedi (2:20:07) und Sheila Chepkirui (2:20:24) unter dem alten Rekord. Ein rein kenianisches Podium. Die Leistungsdichte bei den Frauen war in diesem Marathon nie zuvor so hoch, und der Hype bestätigte sich mit Ergebnissen auf Weltklasseniveau.
7 Frauen unter 2:25 Stunden
Obiri, Lokedi, Chepkirui, O’Keeffe, Frisbie, Hassan und Warner-Judd sorgten für eine Show und blieben allesamt unter 2:25 Stunden. Eine in New York selten gesehene Leistungsdichte, besonders auf einer so anspruchsvollen Strecke. Genau das macht den Zauber dieses Marathons aus: eine einzigartige Atmosphäre und Leistungen auf höchstem Niveau.
4 Amerikanerinnen in den Top 10
Historisch: Fiona O’Keeffe lief als Vierte in 2:22:49 die schnellste Zeit einer Amerikanerin in New York. Annie Frisbie (5., 2:24:12), Emily Sisson (8., 2:25:05) und Amanda Vestri (9., 2:25:40) komplettierten die starke Vorstellung und bestätigten den Aufschwung des Marathons in den USA.
2:22:49 Stunden, neuer US-Streckenrekord bei den Frauen
Fiona O’Keeffe stellte den neuen US-Streckenrekord bei den Frauen auf. Die großherzige Athletin war lange im Rennen und spielte an der Spitze neben den besten Marathonläuferinnen der Welt eine Hauptrolle. Sie beendete das Rennen in 2:22:49 und unterbot damit den bisherigen US-Rekord von Molly Seidel aus dem Jahr 2021 (2:24:42). Auch ihre Landsfrau Annie Frisbie blieb mit einer starken Zeit von 2:24:12 unter dieser Marke.
0,03 Sekunden, der Abstand zwischen den ersten beiden Männern
Nur drei Hundertstelsekunden lagen zwischen Benson Kipruto (1.) und Alexander Mutiso (2.), die beide nach 2:08:09 ins Ziel kamen. Das engste Finish der Männer in der Geschichte des Rennens, entschieden in den Anstiegen des Central Park. 200 Meter vor dem Ziel glaubte Benson Kipruto, seinen Vorsprung sicher ins Ziel bringen zu können. Doch sein direkter Konkurrent schoss auf der letzten Geraden im Central Park heran. Ein letzter heroischer Versuch, der für den Sieg aber nicht reichte. Benson Kipruto überquerte nach einem atemberaubenden Finish als Erster die Ziellinie.
1 Sekunde Abstand, ein echter Kampf ums Podium
Das Männerpodium wurde nach einem atemberaubenden Sprint durch eine Sekunde entschieden. Der Kenianer Albert Korir belegte in 2:08:57 den dritten Platz, vor dem britischen Neuling Patrick Dever (2:08:58). Die Anstiege im Central Park boten ein Schauspiel, das den größten Leichtathletikrennen auf der Bahn würdig war.
2 rein kenianische Podien
Ein Novum: Kenia besetzte bei den Frauen (Obiri, Lokedi, Chepkirui) und bei den Männern (Kipruto, Mutiso, Korir) jeweils die ersten drei Plätze. Selten, symbolträchtig, kompromisslos und ein perfektes Abbild der kenianischen Dominanz über die Marathonstrecke.
2:05:46 Stunden, Eliud Kipchoges Durchschnittszeit bei den sechs Majors
Eliud Kipchoges Durchschnittszeiten bei den sechs Majors sind schwindelerregend. In New York schloss der GOAT den Kreis und holte endlich seine „Six Star Finisher“-Medaille. Mit 41 Jahren hinterlässt er eine gewaltige Spur. Unvergessen bleiben natürlich sein Weltrekord in Berlin 2022 (2:01:09), sein erster Sieg im Majors-Zirkel in Chicago 2014 (2:04:11), sein Triumph in London 2019 (2:02:37), sein Erfolg in Tokio 2022 (2:02:39) und sein schmerzhaft beendeter Boston Marathon (2:09:23).
Bei seinem letzten Tanz ging Eliud Kipchoge an seine Grenzen, um den New York City Marathon zu beenden (2:14:36). Insgesamt lief er in seiner Karriere 25 Marathons und gewann 11 Majors. Eine legendäre Bilanz und eine Durchschnittszeit von 2:05:46 bei den sechs historischen Majors. Der GOAT hat seinen Abschied stilvoll gestaltet.
7. Sieg in New York für den Para-Athleten Marcel Hug
Auch das Rennen der Para-Athleten war spektakulär. Der Schweizer Marcel Hug lief in 1:30:16 zu seinem siebten Titel in New York, eine außergewöhnliche Konstanz. Unter den Majors fehlt ihm in seiner Sammlung nur noch Tokio. Bei den Frauen siegte die US-Amerikanerin Susannah Scaroni in 1:42:10 und feierte damit ihren zweiten Erfolg in Serie.
Fast ein Drittel internationale Läufer
Die Verteilung zwischen US-amerikanischen und internationalen Läufern ist bemerkenswert. 69 Prozent der Finisher leben in den USA, 31 Prozent im Ausland. Das entspricht 18.660 internationalen Läufern aus 132 Ländern. Frankreich stellte hinter den USA, Italien und Großbritannien die viertgrößte Gruppe.
4:32:25 Stunden, die durchschnittliche Finisherzeit
New York ist nicht der schnellste Marathon der Welt und will es auch nicht sein. Das Rennen ist zugänglich, für die breite Öffentlichkeit offen und voller inspirierender Geschichten. Hier laufen Menschen, um Geld für soziale und humanitäre Projekte zu sammeln, einem Angehörigen zu gedenken oder einfach eine sportliche Herausforderung zu meistern.
45,9 Prozent Frauen
Die Geschlechterverteilung entwickelt sich mit mehr Offenheit für Frauen und nicht-binäre Läufer in die richtige Richtung: 31.927 Männer (53,9 Prozent), 27.156 Frauen (45,9 Prozent) und 143 nicht-binäre Teilnehmer (0,24 Prozent). In allen drei Kategorien gab es einen Finisherrekord. Gemeinsam mit Chicago ist New York der Marathon mit dem höchsten Frauenanteil. Besonders bei den unter 30-jährigen Frauen ist die Beteiligung stark gestiegen: In diesem Jahr waren es 1.000 mehr als bei der vorherigen Ausgabe.
91 Jahre, das Alter des ältesten Teilnehmers
Das Alter der ältesten Teilnehmer der 54. Ausgabe des New York City Marathons beeindruckt: Der Japaner Koichi Kitabatake (91) beendete das Rennen in 7:25:13, die US-Amerikanerin Judith Sorn (83) kam nach 8:34:50 ins Ziel. Eine heroische und inspirierende Leistung, die zeigt, dass das Alter keine Grenze sein muss. Zwischen ihnen und den jüngsten Finishern des Tages liegen mehrere Generationen: Die US-Amerikaner Raghav Sharma (18, 3:35:32) und Sydney Klein (18, 6:01:34).
Der New York City Marathon ist ein großes Fest, ein Termin, den sich die Einheimischen schon Monate im Voraus im Kalender markieren. Es ist dieser magische Moment, in dem der Big Apple zur Welthauptstadt des Laufens wird. In diesem Jahr wurde die Show dem Ruf der Stadt gerecht: ein Finisherrekord, ein Streckenrekord bei den Frauen, ein legendärer Sprint bei den Männern und Tausende Geschichten zwischen Staten Island und Central Park. Es war groß, es war dicht, es war New York.