Marathon de Paris: 10 Fehler in den Tagen vor dem Start

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Von Alanis Duc

Veröffentlicht am Do., 10. September 2026

Aktualisiert am Do., 10. September 2026

Marathon de Paris: 10 Fehler in den Tagen vor dem Start
© ASO

Jedes Jahr gehen Zehntausende beim Marathon de Paris mit einem Ziel an den Start: ankommen, Spaß haben, eine starke Leistung zeigen oder einfach das Erlebnis genießen. Doch wenige Tage vor dem Rennen kann noch einiges kippen. Denn Fehler vor dem Marathon de Paris werden oft unterschätzt. Eine zusätzliche Einheit, eine falsche logistische Entscheidung, ein Test in letzter Minute, und plötzlich sind Monate der Vorbereitung nach den ersten Kilometern dahin. Keine Sorge: Damit bist du nicht allein. Anfänger wie erfahrene Läufer tappen regelmäßig in dieselben Fallen, oft aus Nervosität, Vorfreude oder Selbstüberschätzung. Die gute Nachricht: Diese Fehler lassen sich vermeiden.

Das sind die 10 Fehler, die du in den Tagen vor dem Marathon de Paris unbedingt vermeiden solltest, damit du gelassen, vorbereitet und vor allem ohne Reue an der Startlinie stehst.


1. In den letzten Trainingseinheiten überziehen

Das ist ohne Zweifel einer der größten Fehler, den Läufer vor einem Marathon machen. Noch eine intensive Einheit einschieben oder den langen Lauf verlängern: Viele tappen in die Falle, sich kurz vor dem Rennen noch einmal „beruhigen“ zu wollen. In Wirklichkeit ist es dafür bereits zu spät. Wenn du deine Vorbereitung nicht ernst genug genommen hast und dich jetzt etwas unfit fühlst, bringt es nichts, noch mehr draufzupacken. Du riskierst nicht nur eine Verletzung, diese zusätzliche Einheit macht dich auch nicht stärker. Wer trotz einer soliden Vorbereitung nervös ist, sollte sich selbst vertrauen und den Trainingsplan bis zum Ende durchziehen. In der letzten Marathonwoche gilt es, etwas Qualität beizubehalten, gleichzeitig aber den Umfang zu reduzieren. Kurze lockere Läufe im Grundlagenbereich und ein paar kurze Intervalle sorgen dafür, dass du frisch und in Form an der Startlinie des Marathon de Paris stehst.

2. Neue Ausrüstung testen

Ob ein frisch bestelltes Teil aus dem Internet, ein Einkauf im Laden oder ein neues Paar Schuhe, das dir bei der Run Expérience des Marathon de Paris ins Auge gefallen ist: Neue Ausrüstung solltest du am Renntag nicht zum ersten Mal testen. Brandneue Schuhe, ein noch nie getragenes Outfit oder in letzter Minute gekaufte „technische“ Socken gehören nicht auf die 42,195 Kilometer. Blasen, Scheuerstellen und Beschwerden können die Folge sein und von einer kleinen Irritation bis zum Rennabbruch reichen. Der Marathon de Paris ist kein Testlauf. Deine letzten langen Läufe und spezifischen Einheiten sollten dir stattdessen die Gelegenheit geben, deine Ausrüstung für den Wettkampftag zu testen.

3. Die Ernährung im letzten Moment umstellen

Du hast gerade einen Ernährungstipp oder einen „speziellen Marathon-Speiseplan“ entdeckt? Unüberlegte Änderungen in letzter Minute können schnell in einem Verdauungsdrama enden. Blähungen, Magen-Darm-Probleme, ein schweres Gefühl im Bauch oder der obligatorische Toilettengang am Renntag: die perfekte Kombination, um das Rennen zu vermasseln. Die Ernährung wenige Tage vor dem Marathon radikal umzustellen, ist keine gute Idee. Wer die Ernährung vor dem Rennen optimieren möchte, sollte bei bekannten, einfachen und bewährten Gewohnheiten bleiben. Setze auf Lebensmittel, die du kennst und gut verträgst, verteile die Kohlenhydratzufuhr über mehrere Tage, ohne es zu übertreiben, und reduziere in den letzten beiden Tagen Ballaststoffe, Alkohol und scharf gewürzte Speisen.

Marathon De Paris 10 Erreurs À Éviter Les Jours Avant La Course 2© ASO

4. Den Schlaf unterschätzen

Ob du zum ersten Mal beim Marathon de Paris startest oder schon zu den Stammgästen des Pariser Rennens gehörst: Ein Marathon sorgt für Nervosität. Je näher der Start rückt, desto größer wird die Vorfreude. Zwischen Anspannung, Logistik und Ungeduld können die Nächte unruhig werden. Eine schlechte Nacht direkt vor dem Rennen ist kein Drama, eine ganze Woche mit zu wenig Schlaf dagegen schon eher. Optimiere deshalb vor allem die letzten Nächte, insbesondere drei und zwei Tage vor dem Rennen. Schalte abends nicht zu spät die Bildschirme aus, nimm dir nach einem langen Arbeitstag Zeit zum Runterkommen und akzeptiere, dass die letzte Nacht womöglich nicht ganz so erholsam wird.

5. Die Pariser Logistik unterschätzen

Mit 60.000 Läufern und mindestens ebenso vielen Zuschauern gehört der Marathon de Paris zu den größten Marathons der Welt. Der Start auf den Champs-Élysées ist ein Traum, aber man muss ihn sich verdienen. Dieses internationale Rennen ist eine logistische Großmaschine, und leicht entsteht der Eindruck, alles werde reibungslos laufen. Um nicht schon vor dem Start außer Atem zu sein, solltest du deine Anreise frühzeitig planen. Der öffentliche Verkehr wird eingeschränkt sein, die Metrostationen werden voll, dazu kommen Sicherheitskontrollen und Fußwege bis zu den Startblöcken. Schon die kleinste Verzögerung kann Stress auslösen. Plane mehr Zeit für die Anreise ein als gewöhnlich, sei 45 Minuten bis eine Stunde vor dem Start im Startbereich und nimm passende Kleidung für die Wartezeit mit.

6. Die Abholung der Startnummer schlecht planen

Die Run Expérience, eine der größten Laufmessen, gehört beim Marathon de Paris einfach dazu. Der Besuch ist Pflicht und oft aufregend, kann aber auch zur Falle werden. Eine Laufmesse kostet Energie: viele Menschen, viel Gehen, Lärm und ständige Reize. Manche verbringen am Tag vor dem Rennen mehrere Stunden dort, testen Produkte, stehen herum oder warten an den Schlangen. Das Ergebnis ist eindeutig: zusätzliche Müdigkeit, schwere Beine und manchmal sogar Muskelkater am Abend. Natürlich ist es schwer, sich dem Erlebnis zu entziehen. Diese einfachen Regeln helfen trotzdem:

  • Wenn möglich, früh am Wochenende hingehen

  • Die Zeit vor Ort begrenzen

  • Keine Neuheiten ausprobieren, weder bei der Ernährung noch bei der Ausrüstung

Marathon De Paris 10 Erreurs À Éviter Les Jours Avant La Course 3© ASO

7. Das Pariser Wetter ignorieren

Im April macht das Wetter, was es will. Zu dieser Jahreszeit sind die Bedingungen besonders wechselhaft. Bei manchen Ausgaben des Marathon de Paris war es sehr heiß, bei anderen empfindlich kalt. Temperaturen, Regen, Wind und andere Wetterphänomene haben einen klaren Einfluss auf dein Rennen. Ein häufiger Fehler der Läufer beim Marathon de Paris: die falsche Kleidung. Wenige Tage vor dem Rennen werden die Wetterprognosen genauer. Behalte die aktuellen Vorhersagen im Blick, damit du Gepäck und Wettkampfkleidung entsprechend anpassen kannst. Plane ein Outfit ein, das du im Training unter unterschiedlichen Bedingungen getestet hast, und nimm ein altes Kleidungsstück mit, das du am Start ausziehen und abgeben kannst. Die Sachen werden von der Organisation nach dem Rennen eingesammelt. Merke dir diese Faustregel: Zu warm angezogen, und du überhitzt ab Kilometer 10. Zu dünn angezogen, und du startest mit Unbehagen und verspannter Muskulatur.

8. Die Strecke nicht im Voraus einplanen

Der Marathon de Paris gilt oft als schneller, flacher Marathon. Das stimmt, aber ganz so einfach ist es nicht. Die Strecke hält einige Fallen bereit: falsche Ebenen, Tunnel entlang der Seine, Kopfsteinpflaster und ein anspruchsvolleres Finish, als es zunächst aussieht. Viele Läufer werden davon überrascht, vor allem wenn sie zu schnell anlaufen. Ohne Orientierungspunkte musst du auf diese Wechsel reagieren, statt sie zu steuern. Nimm dir die Zeit, die Strecke vorher genau zu studieren. So kannst du die entscheidenden Passagen antizipieren, dein Tempo anpassen und vor allem vermeiden, dich zu früh abzuschießen. Im Marathon ist die Renneinteilung entscheidend, in Paris gilt das ganz besonders.

9. Sich vom Stress überrollen lassen

Der Marathon de Paris ist weit mehr als ein Rennen. Atmosphäre, Menschenmengen und die persönliche Bedeutung lassen den Druck vor dem Start schnell steigen. Ein bisschen Nervosität ist normal, zu viel davon kann dir aber einen Strich durch die Rechnung machen. Ein zu schneller Start, eine schwierige Verdauung oder mentale Müdigkeit noch vor dem ersten Kilometer: Die Folgen sind real. Ob Anfänger oder erfahrener Läufer, ganz entziehen kann sich dem kaum jemand. Das Ziel ist nicht, den Stress vollständig auszuschalten, sondern ihn zu kanalisieren. Halte dich an deine Routinen, visualisiere dein Rennen und akzeptiere, dass ein Teil der Ungewissheit dazugehört. Wer klar im Kopf an der Startlinie steht, hat bereits viel richtig gemacht.

10. Die Strategie in letzter Minute ändern

Wenige Tage vor dem Marathon de Paris prasseln die Ratschläge von allen Seiten auf dich ein. Auf der Messe, in den sozialen Netzwerken, im Gespräch mit anderen Läufern: Es ist schwer, nicht ins Zweifeln zu geraten. Und genau hier passiert der Fehler: das Ziel, das Tempo oder die Rennstrategie im letzten Moment ändern zu wollen. Im Marathon können solche Änderungen teuer werden. Dein Plan ist über mehrere Wochen hinweg auf Grundlage deines Leistungsstands und deiner Vorbereitung entstanden. Ihn zwei oder einen Tag vor dem Rennen zu ändern bedeutet, den Rahmen zu verlassen, den du beherrschst. Bleib bei den einfachen Dingen und vertraue auf die geleistete Arbeit. Der Renntag ist nicht der Moment für Improvisation, sondern dafür, deinen Plan umzusetzen.

Der Marathon de Paris entscheidet sich nicht nur in den Beinen, sondern auch in den letzten Details. Wenige Tage vor dem Start ist nicht mehr der Moment, noch mehr zu tun, sondern das Richtige. Bleib deiner Vorbereitung treu, vermeide diese Fallen und stehe mit einem klaren Gedanken an der Startlinie: das Rennen genießen und dein Bestes geben.

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