Paris-Marathon: Die 5 besten Spots zum Anfeuern
Veröffentlicht am Do., 10. September 2026
Aktualisiert am Do., 10. September 2026
Beim Paris-Marathon gibt es die 60.000 Läuferinnen und Läufer auf der Strecke und die riesige Menge an den Straßenrändern, die sie anfeuert. 42,195 Kilometer durch die Hauptstadt sind nicht nur ein Rennen, sondern auch ein Volksfest, bei dem eine ganze Stadt im Rhythmus der Schritte und Zurufe vibriert. Doch bei zahlreichen gesperrten Straßen und dichtem Gedränge ist es gar nicht so leicht, einen guten Blick auf die eigene Favoritin oder den eigenen Favoriten zu erhaschen. Wo stehen die Fans am besten? Hier sind die fünf besten Spots an der Strecke.
✓ Von der Redaktion getestet und für gut befunden!
1. Champs-Élysées (Start): der große Gänsehautmoment
Wer die pure Energie eines Marathons spüren will, ist hier richtig. Der Start eines Marathons ist immer etwas Besonderes. Nach monatelanger Vorbereitung ist die Anspannung in den Gesichtern zu lesen. Fast 60.000 Läuferinnen und Läufer setzen sich Welle um Welle auf der schönsten Avenue der Welt in Bewegung. Ein ununterbrochener Strom von Runners, beeindruckend und beinahe unwirklich. Das Rennen steht noch ganz am Anfang, die Läufer sind frisch, konzentriert und manchmal noch etwas nervös. Der kleine Haken: Die eigenen Leute bekommt man hier nicht unbedingt aus nächster Nähe zu sehen. Das Feld ist noch sehr dicht und die Avenue des Champs-Élysées ausgesprochen breit. Wer näher an die Läufer herankommen möchte, geht weiter bis zum Place de la Concorde.
2. Carrousel du Louvre (km 4): die ersten Lächeln
Kaum ein paar Kilometer gelaufen, und schon ist die Stimmung eine andere. Das Feld zieht sich langsam auseinander, die Läufer sind noch frisch, entspannt und vor allem deutlich leichter auszumachen. Die Kulisse ist außergewöhnlich: Louvre und Tuilerien bieten einen hervorragenden Rahmen zum Anfeuern, ohne dass man sich dabei gegenseitig auf die Füße tritt. Wahrscheinlich ist dies der beste Spot, um die eigenen Leute am Anfang des Rennens problemlos zu sehen. Außerdem liegt er zentral und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln bestens erreichbar. Für zusätzliche Stimmung sorgt eine Musikgruppe, die die Läufer anspornt.
3. Place de la Bastille (km 7 und km 24): der clevere Spot
Ganz klar eine der besten strategischen Entscheidungen. Warum? Weil hier richtig Stimmung aufkommt. Die Atmosphäre ist oft elektrisierend, mit vielen Zuschauern und ordentlich Energie. Vor allem aber sieht man die Läufer gleich zweimal. Beim ersten Durchlauf auf Kilometer 7 sind sie noch locker, lächeln und haben den Überblick. Beim zweiten Durchlauf auf Kilometer 24, nach einer langen Reise durch den Osten von Paris und den Bois de Vincennes, wird es bereits zäh. Dann zählen die Zurufe wirklich. Dazwischen bleibt genug Zeit, sich auf einer Terrasse niederzulassen, einen Kaffee zu trinken und über die offizielle App des Paris-Marathons den Standort der Freunde im Blick zu behalten. Es wäre schließlich ärgerlich, sie zu verpassen!
4. Avenue du Président Kennedy – Eiffelturm (km 31): die Traumkulisse
Sicher einer der ikonischsten Spots des Marathons. Auf diesem langen Abschnitt laufen die Teilnehmer an der Seine entlang, mit dem Eiffelturm im Hintergrund: eine Traumkulisse. Gleichzeitig beginnt hier der harte Teil des Rennens. Nach 30 Kilometern stoßen viele Läufer auf die berühmte Marathonmauer. Die Beine brennen, die Energie schwindet, und bei vielen übernimmt jetzt der Kopf. Genau in diesem Moment können Anfeuerungsrufe den entscheidenden Unterschied machen. Als Läufer gibt es einem ein klares Zwischenziel, wenn man weiß, dass jemand aus dem eigenen Umfeld wartet. Plötzlich wirken Anstrengung und Distanz ein wenig leichter. Auf diesem Abschnitt ist die Stimmung unglaublich, fast wie bei der Tour de France: dicht gedrängte Zuschauer, Rufe, Musik. Der ideale Spot also, um die Atmosphäre und die außergewöhnliche Kulisse von Paris zu genießen und die eigenen Leute in einer entscheidenden Phase des Marathons anzufeuern.
5. Avenue Foch (Ziel): pure Emotion
Auf der Avenue Foch endet alles. Die Ziellinie. Schmerz, Erlösung, Stolz und manchmal auch Tränen. Die Stimmung ist gewaltig, wahrscheinlich die intensivste an der gesamten Strecke. Ja, hier sind viele Menschen unterwegs, und ja, man muss sich seinen Weg bahnen. Aber es lohnt sich allemal. In diesem Moment schlagen die Emotionen am höchsten. Das ist DER Augenblick zum Feiern, zum Anfeuern bis zum Schluss und zum Teilen eines besonderen Moments mit den laufenden Freunden. Sie haben es geschafft, sie sind Marathonis!
Bonus: 3 weitere clevere Spots
➜ Opéra Garnier (km 3): zentral und gut erreichbar
Wer das Gedränge auf den Champs-Élysées zum Start vermeiden möchte, findet an der Opéra Garnier einen sehr guten Spot für die ersten Rennkilometer. Hier werden die Alleen schmaler und das Feld zieht sich etwas auseinander. Für die Läufer wird es dadurch leichter, vertraute Gesichter am Straßenrand zu erkennen. Außerdem liegt der Ort ausgesprochen zentral und ist bestens angebunden. Für Fans ist das ein echter Pluspunkt.
➜ Rue de Rivoli (km 5 bis 7): Stimmung im Herzen von Paris
Zentraler geht es kaum. Die Rue de Rivoli ist perfekt, um die Läufer anzufeuern und gleichzeitig die Energie von Paris aufzusaugen. Hier ist immer etwas los: Zuschauer stehen dicht gedrängt auf den Gehwegen, die Stimmung ist herzlich, und entlang der Straße reihen sich zahlreiche Cafés und Geschäfte. Dazu kommt die strategische Lage: Der Spot ist gut angebunden, leicht erreichbar und ideal, um den Tag zu organisieren. Die Läufer sind hier noch in voller Fahrt. Einfach, effektiv und immer lebendig.
➜ Trocadéro: der letzte strategische Spot (km 40)
Der Trocadéro ist ein Pariser Wahrzeichen mit freiem Blick auf den Eiffelturm. Er liegt kurz nach Kilometer 40, nur wenige Minuten von der Ziellinie entfernt. Wer sich nicht ins menschliche Gewühl an der Avenue Foch stürzen möchte, findet am Place du Trocadéro den idealen Ort, um die eigenen Leute ein letztes Mal anzufeuern. Auch für die Läufer ist es leichter, bekannte Gesichter am Straßenrand zu entdecken. Hier sind weniger Menschen als im Zielbereich, trotzdem ist die Stimmung mit Musikgruppe und Anfeuerungsstation ausgesprochen heiß. Und bis zur Avenue Foch sind es zu Fuß nur 20 Minuten, um die Freunde nach dem Rennen wiederzutreffen. Das Timing passt perfekt, wenn man die letzten Kilometer, den Zieleinlauf, die Abholung der Medaille und das kurze Sammeln danach einrechnet. Logistisch ist dieser Spot schlicht ideal.
Einen Marathon zu laufen ist bereits eine Kunst für sich. Aber auch das Anfeuern ist eine eigene Disziplin. Den richtigen Platz finden, an alles denken, die Freunde live verfolgen, im passenden Moment ankommen: Das ist fast so stressig, wie selbst zu laufen. Aber der Aufwand lohnt sich. All diese Wege und Zurufe können das Rennerlebnis der Läufer verändern. Ob am Start auf den Champs-Élysées, mitten im Rennen oder kurz vor dem Ziel auf der Avenue Foch: Die Anfeuerungsrufe von Tausenden Zuschauern tragen die Marathonis über sich hinaus. Fans, Zuschauer und Begleiter, lasst euch auf das Marathonabenteuer ein. Eure Rolle zählt wirklich. Mit ein wenig Organisation könnt ihr eure Leute mehrmals sehen und das Rennen voll miterleben. Eines ist sicher: Am kommenden 12. April steht ganz Paris hinter diesen 60.000 Läuferinnen und Läufern, die sich auf das Erlebnis ihres Lebens vorbereiten.