Red Bull 400: 1300 Läufer stürmen die legendäre Schanze von Le Praz in Courchevel

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Von Charles-Emmanuel Pean

Veröffentlicht am Do., 10. September 2026

Aktualisiert am Do., 10. September 2026

Red Bull 400: 1300 Läufer stürmen die legendäre Schanze von Le Praz in Courchevel
© Red Bull

Am Sonntag, dem 13. Juli, feierte der Red Bull 400 nach vier Jahren Pause sein Comeback in Courchevel (Savoie). Bei diesem einzigartigen Rennen gilt es, die legendäre Olympiaschanze von Le Praz so schnell wie möglich allein mit der Kraft der Beine hinaufzulaufen. Unter strahlender Sonne folgte den ganzen Tag ein Lauf auf den nächsten und bot den zahlreichen Zuschauern ein beeindruckendes Spektakel. Zur Freude des Publikums und der 1300 Läufer hielt das Rennen, was es versprochen hatte. Für die Schnellsten dauerte der Nervenkitzel nur wenige Minuten, die Anstrengung aber blieb noch lange in den Beinen. Bei den Ergebnissen setzte sich Marine Coudurier in 4:49 Minuten bei den Frauen durch, während Julien Petitfrère bei den Männern mit einer furiosen Zeit von 3:30 Minuten glänzte.

Die Rekorde stehen, die Emotionen bleiben frisch

Bei ihrer fünften Ausgabe in Courchevel hielt die Red Bull 400 einmal mehr, was sie verspricht, und bot in der majestätischen Kulisse der Skisprungschanze des berühmten Savoyer Wintersportorts ein ebenso intensives wie spektakuläres Rennen.

Bei den Frauen setzte sich Marine Coudurier in 4 Minuten und 49 Sekunden souverän durch. Kraftvoll löste sie sich aus einem beim Start besonders ausgeglichenen Feld. Sie verwies die New-Balance-Athletin Maëlle Beauvir auf Rang zwei in 4:56 Minuten und Aurélie Avanturier, die in 5:13 Minuten das Podium komplettierte. Bei den Männern sicherte sich Julien Petitfrère mit einem furiosen Aufstieg in 3:30 Minuten den Sieg. Er setzte sich knapp gegen Étienne Loisel durch, der in 3:33 Minuten Zweiter wurde, sowie gegen Baptiste Ellmenreich auf Rang drei in 3:35 Minuten. Nur eine Sekunde fehlte Fleury Roux zum Podium: Mit 3:36 Minuten wurde er Vierter. Erwähnenswert ist auch die starke Leistung des jungen französischen Skilangläufers Mattis Basille vom Team Nordic Experience, der in 4:04 Minuten einen beachtlichen siebten Platz belegte. Der Frauenrekord in Courchevel liegt weiterhin bei der französisch-britischen Athletin Emily Harrop. Bei der vierten Ausgabe am 10. Juli 2021 lief sie beeindruckende 4:29 Minuten. Diese Ausgabe bleibt ohnehin ein Maßstab: Im selben Jahr stellte der französische Trailläufer Thibaut Baronian bei den Männern den aktuellen Streckenrekord auf, mit einer geradezu unglaublichen Zeit von 3:21 Minuten!


Spektakel hin oder her: eine echte körperliche Herausforderung

Wie bei jeder Ausgabe bleibt nur, die Daumen für die Red Bull 2026 in Courchevel zu drücken. Auch am vergangenen Wochenende lieferte dieses Rennen mit seinem ungewöhnlichen Format wieder spektakuläre Bilder. Auf 400 Metern Distanz und mit 140 Höhenmetern an der Olympiaschanze von Courchevel bündelt die Red Bull 400 die Qualen eines Ultra-Trails in wenigen Minuten voller Anstrengung. Ein Fest für die Milchsäure! Einige Läufer mussten die kurze Strecke auf allen vieren beenden, überwältigt von der Anstrengung, die ihnen die 36 Grad steile Rampe abverlangte. Im Ziel waren zahlreiche Szenen völliger Erschöpfung zu sehen. Genauso groß war aber auch die Verbundenheit unter den Läufern, die dieses Erlebnis teilten. Wie bei den Veranstaltungen der Schweizer Marke üblich, war den ganzen Tag über für Stimmung gesorgt: mit Animationen, After-Party und Feuerwerk. Sportliche Herausforderung und Red-Bull-Show in einem. Die dicht gedrängte Menge rund um die Schanze konnte die Intensität einer Anstrengung erleben, die auf dem Papier kurz aussieht, aber die Beine zum Brennen bringt. Dazu strahlte die Sonne und machte die Bilder noch eindrucksvoller!

© Red Bull

Höhenmeter gefällig?

Beim Blick auf die Bilder der Red Bull 400 bekommen Sie Lust auf Höhenmeter? Andere Rennen in Frankreich verbinden Ausdauer und steile Anstiege auf Marathondistanzen. Der wohl beeindruckendste ist der Marathon du Mont-Blanc in Chamonix mit 42,195 km und 2540 Höhenmetern, eine alpine Herausforderung, die körperlich wie technisch anspruchsvoll und erfahrenen Läufern vorbehalten ist. Weniger bekannt, aber nicht weniger fordernd ist der Ultra Trail du Beaujolais Vert (42 km), der auf Wegen und Forststraßen durch eine grüne, anspruchsvolle Landschaft 1900 Höhenmeter bereithält. Und dann wäre da noch der Semi-Marathon du Mont-Ventoux, der besonders Radsportfans gefallen dürfte und ebenfalls eine reizvolle Herausforderung darstellt. Ein Rennen über 21,6 km mit 1600 Höhenmetern. Diese Läufe mögen nicht die visuelle Wucht der Schanze von Courchevel und der Red Bull 400 haben, teilen mit diesem Rennen aber eindeutig die Liebe zur Schwerkraft.

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