adidas Adios Pro 5: Alles zum neuen adidas-Superschuh für den Marathon
Veröffentlicht am Do., 24. September 2026
Am 22. September wurde der neue adidas Adizero Adios Pro 5 offiziell vorgestellt. Er vereint die wichtigsten Innovationen der Drei-Streifen-Marke und übernimmt vieles von seinem großen Bruder, dem Adios Pro Evo 3. Gleichzeitig ist der neue Superschuh alltagstauglicher geworden: mehr Halt, mehr Komfort und eine breitere Zielgruppe. Die berühmten EnergyRods sind einem Carbonring gewichen, doch Optik und DNA der Serie bleiben erhalten. Der Anspruch: Läuferinnen und Läufern auf der Straße zu neuen Bestzeiten zu verhelfen. Wir nehmen eines der beliebtesten Modelle der Szene unter die Lupe, das bei den kommenden großen Marathons sicher an vielen Startlinien stehen wird.
Von Pro Evo 3 zu Pro 5: dieselbe DNA aus Tempo und Leichtigkeit
Seit 2023 läuft die Adizero-Reihe bei den Läuferinnen und Läufern heiß. Ob Hobby- oder Eliteathleten: Die drei Streifen sind an den Startlinien überall zu sehen, vor allem aber auf den Podien. 2025 liefen sieben der zwölf Siegerinnen und Sieger der World Marathon Majors in adidas. Seit 2023 haben adidas-Athleten in Adizero-Schuhen fünf Weltrekorde aufgestellt und mehr als 30 große Straßenläufe gewonnen, darunter acht Majors. Kurz gesagt: Wenn es um schnelle Schuhe geht, versteht die deutsche Marke ihr Handwerk.
Dieses Jahr hat für adidas und den Laufsport insgesamt eine ganz besondere Bedeutung. Am 26. April wurden Sabastian Sawe (1:59:30) und Yomif Kejelcha (1:59:41) beim London Marathon die ersten beiden Männer der Geschichte, die bei einem offiziellen Rennen einen Marathon unter zwei Stunden liefen. Am selben Tag verbesserte Tigst Assefa ihren eigenen Weltrekord bei einem reinen Frauenrennen um neun Sekunden auf 2:15:41. Alle drei trugen den Adizero Adios Pro Evo 3. Für adidas bestätigen diese Ergebnisse vor allem eines: Die Rezeptur funktioniert.
Doch dieses Straßenraket bleibt der Elite vorbehalten: 97 Gramm auf der Waage, eine Produktion in extrem limitierter Stückzahl und ein schwindelerregender Preis von 500 €. Die Adios-Pro-Reihe ist deshalb aber keineswegs nur die zweite Wahl. Im vergangenen Jahr gewann Rosemary Wanjiru den Berlin-Marathon im Adios Pro 4, während Alexander Mutiso Munyao mit demselben Modell bei den Männern Zweiter wurde.
Genau diesen Schuh ersetzt der neue Adizero Adios Pro 5. Das neue Modell erhält ein umfassendes Update und übernimmt die wichtigsten Innovationen seines großen Bruders. Die Geometrie ist nahezu identisch mit der des Evo 3: 39 mm an der Ferse und 35 mm im Vorfuß statt 39 und 36 mm. Dafür bringt der Pro 5 rund 80 Gramm mehr auf die Waage, die vor allem auf das Obermaterial und die Continental-Außensohle entfallen. adidas verspricht dadurch mehr Stabilität, Komfort und vor allem Haltbarkeit. Der neue Schuh ist damit eine zugänglichere Alternative zum Pro Evo 3 und richtet sich an eine deutlich breitere Zielgruppe: an alle, die ihre Marathonbestzeit verbessern wollen, ohne dafür das Konto zu leeren.
Durchschnittsgewicht von 177 g und 12 % weniger Gewicht, 23 g leichter als der Adios Pro 4.
Neue ENERGYRIM-Struktur aus Carbon
Das ist die große Neuerung beim Adios Pro 5. Seit 2020 setzte jeder Adios Pro auf ENERGYRODS, Carbonstäbe nach dem Vorbild der Mittelfußknochen, die in den Schaum eingebettet waren. Diese Konstruktion war einzigartig und unterschied sich von den klassischen Carbonplatten anderer Marken, die sich über die gesamte Länge des Schuhs erstrecken. Nun geht adidas einen neuen Weg und ersetzt die Stäbe durch ENERGYRIM, eine Technologie, die bereits beim Pro Evo 3 zum Einsatz kam. Die mit Carbon durchsetzte Struktur verläuft wie ein Ring entlang der Zwischensohle. So soll die für einen Superschuh typische Steifigkeit erhalten bleiben, während unter dem Fuß ein durchgehender Schaumblock sitzt.
Dank dieser neuen Konstruktion konnte adidas mehr Schaum in die Zwischensohle integrieren. Die Marke verspricht dadurch eine um 9 % bessere Energierückgabe und insgesamt höhere Performance.
Der neue Lightstrike-Pro-Schaum steigert die Performance mit 9 % mehr Energierückgabe.
Unter dem Fuß: Lightstrike Pro und 4 mm Sprengung
Der Pro 5 übernimmt zwar die ENERGYRIM-Struktur des Evo 3, nicht aber dessen Schaum. Er bleibt beim Lightstrike Pro in der neuesten Version, während der Pro Evo 3 den Lightstrike Pro Evo nutzt. Der neue Schaum kombiniert PEBA mit modifiziertem TPU (A-TPU). Auch das ist eine große Neuerung, denn zuvor bestand der Schaum der Adios-Pro-Modelle aus TPEE. Dieser neue Hybridmix ist ein wesentlicher Grund für den deutlichen Performancegewinn des Adios Pro 5.
Bei der Geometrie bleibt die Fersenhöhe bei 39 mm, während der Vorfuß von 33 auf 35 mm wächst. Dadurch sinkt die Sprengung von 6 auf 4 mm. Zwei Millimeter klingen nach wenig. Wer normalerweise mit 8 oder 10 mm Sprengung läuft, beansprucht Waden und Achillessehne jedoch stärker, vor allem auf den letzten Kilometern eines Marathons. Unser Rat ist deshalb einfach: Wer auf den Adios Pro 5 umsteigen möchte, sollte häufiger mit geringer Sprengung laufen und den Schuh vor dem Wettkampftag bei mehreren Einheiten im anvisierten Wettkampftempo testen.
Gemeinsam mit der Elite entwickelt
Für die Entwicklung des Adios Pro 5 holte adidas die Elite ins Boot. Mehr als 25 Athletinnen und Athleten in Kenia, Äthiopien und den USA unterstützten die adidas-Teams bei der Produktentwicklung. Und nicht irgendwelche: Auch der Weltrekordler Sabastian Sawe war direkt daran beteiligt. Dazu kamen Langzeittests zur Haltbarkeit, interne Validierungen und biomechanische Untersuchungen unabhängiger Labore. adidas bezeichnet den Adios Pro 5 deshalb als den am gründlichsten getesteten Schuh in der Geschichte der Adizero-Reihe. Vielleicht ist das die Zukunft der absoluten Spitzenleistung: hochpräzise Labortests, die zu einem individuelleren Schuh führen ...
Für wen eignet sich der Adios Pro 5?
Der Adios Pro 5 wird im Herbst mit Sicherheit die Wahl vieler Läuferinnen und Läufer sein, die bei einem Marathon an den Start gehen. Er ist aber nicht für alle gemacht. Es bleibt ein Wettkampfschuh für regelmäßige bis erfahrene Läuferinnen und Läufer, bei denen die Performance im Vordergrund steht. Für lockere Dauerläufe oder Einsteiger ist ein vielseitigeres Modell die bessere Wahl.
Jeder Rekord, bei dem wir Athletinnen und Athleten unterstützen konnten, hat uns etwas Neues gelehrt. Der Adizero Adios Pro 5 überträgt diese Erkenntnisse in unseren bislang fortschrittlichsten Wettkampfschuh. So können noch mehr Läuferinnen und Läufer über sich hinauswachsen und ihre beste Leistung anpeilen.
Beim Timing ist allerdings Vorsicht angesagt: Wenn dein Marathon in wenigen Wochen stattfindet, ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt für einen Schuhwechsel. Neue Sprengung, nur 4 mm, veränderte Passform und ein anderes Laufgefühl: Der Wettkampftag ist nicht der Moment, all das erstmals zu erleben. Besser ist es, mit dem Schuh zu laufen, der dich durch die Vorbereitung begleitet hat, und den Pro 5 für dein nächstes Ziel aufzuheben.
Bleibt noch der Preis. Mit 260 € ist der Adios Pro 5 etwas teurer als sein Vorgänger, der für 250 € verkauft wurde. Damit liegt der Schuh im Mittelfeld der Carbon-Wettkampfschuhe, bleibt aber deutlich günstiger als der neue Nike Alphafly 4 für 280 €.
Mit dem Adios Pro 5 verändert adidas die Adios-Pro-Reihe grundlegend: Der Carbonring ENERGYRIM ersetzt die EnergyRods. Die Technologie ist direkt vom großen Bruder, dem Adios Pro Evo 3, inspiriert, dem Schuh des ersten offiziellen Sub-2-Marathons der Geschichte. Das Ergebnis ist ein um 23 g leichterer, stabilerer und vor allem finanziell deutlich zugänglicherer Superschuh. Für erfahrene Läuferinnen und Läufer, die bei ihrem nächsten Marathon eine Bestzeit anpeilen, gehört er klar zu den spannendsten Modellen derzeit. Offen bleibt, ob er auf den Podien der großen Marathons ähnlich erfolgreich sein wird wie der Adios Pro 4.
Den adidas Adizero Adios Pro 5 gibt es seit dem 22. September für 260 € auf adidas.com.