Frankfurt-Marathon 2026: Startzeit, Strecke, Favoriten und TV-Übertragung

LR
Von La rédaction

Veröffentlicht am Do., 22. Oktober 2026

Aktualisiert am Do., 22. Oktober 2026

Frankfurt-Marathon 2026: Startzeit, Strecke, Favoriten und TV-Übertragung
© mainova frankfurt marathon

Am Sonntag fällt um 10 Uhr der Startschuss zum 43. Mainova Frankfurt Marathon. Amanal Petros will seinen deutschen Rekord verbessern, Renndirektor Jo Schindler spricht vom schnellsten Elitefeld der Veranstaltungsgeschichte. Alle Infos zu Startzeit, Strecke, Favoriten, Sperrungen und TV.

Rekordjagd am Main: Beim 43. Mainova Frankfurt Marathon am Sonntag, 25. Oktober 2026, will Amanal Petros seinen deutschen Rekord von 2:04:03 Stunden verbessern. Der WM-Zweite von Tokio und Europameister von Birmingham hat sogar den Europarekord im Visier. Mit Samuel Fitwi und Richard Ringer stehen zwei weitere deutsche Spitzenläufer am Start.

Startzeit: 10 Uhr an der Messe

Der Startschuss fällt um 10:00 Uhr auf der Friedrich-Ebert-Anlage an der Messe. Achtung: In der Nacht zu Sonntag endet die Sommerzeit, die Uhren werden von 3 auf 2 Uhr zurückgestellt. Das Ziel liegt wie gewohnt in der Festhalle, wo die Läuferinnen und Läufer über den roten Teppich einlaufen. Die Veranstaltung endet gegen 16:45 Uhr. Alle Eckdaten zum Rennen gibt es auf unserer Eventseite zum Frankfurt Marathon und auf der offiziellen Website des Veranstalters.

Die Strecke: flach und unverändert

Der Kurs ist identisch mit dem des Vorjahres und mit nur 27,8 Höhenmetern ausgesprochen flach. Von der Messe führt er an der Alten Oper vorbei durch die Innenstadt, über die Alte Brücke nach Sachsenhausen und über die Kennedyallee nach Niederrad. Entlang des Schwanheimer Ufers geht es zur Schwanheimer Brücke, zurück auf die Nordseite des Mains und bis nach Höchst, dem westlichsten Punkt der Strecke. Über Nied und Griesheim laufen die Teilnehmenden zurück in die Innenstadt. Eine Karte mit dem genauen Verlauf zeigt der hessenschau.

Renndirektor Jo Schindler zählt die Strecke zu den schnellsten der Welt. Was einen flachen Stadtkurs so schnell macht, zeigt auch das Beispiel Berlin-Marathon.

Ausgebucht mit Teilnehmerrekord

Der Marathon ist seit Mitte August ausgebucht. Mit 19.676 Anmeldungen meldet der Veranstalter einen Teilnehmerrekord, rund 3.000 mehr als im Vorjahr, das bereits ein Rekordjahr war. Über alle Wettbewerbe hinweg gehen am Wochenende mehr als 30.000 Läuferinnen und Läufer an den Start. Neu ist auch der Veranstalter hinter den Kulissen: Die Frankfurter Agentur Motion Events, die das Rennen fast 25 Jahre organisiert hat, wurde im Frühjahr von London Marathon Events übernommen.

Die Favoriten: vier Männer unter 2:05 Stunden

Alle Augen richten sich auf Amanal Petros. Seinen deutschen Rekord lief er im Dezember 2025 in Valencia, in Frankfurt peilt er den Europarekord des Belgiers Bashir Abdi an (2:03:36, Rotterdam 2021). „Ich traue mir das zu“, sagte Petros bei seiner Vorstellung im Mai. Den Streckenrekord hält seit 2011 der Kenianer Wilson Kipsang mit 2:03:42 Stunden.

Neben Petros haben drei weitere Männer Bestzeiten unter 2:05 Stunden: der Äthiopier Andualem Belay (2:04:44), Samuel Fitwi (2:04:45), der diese Zeit im Frühjahr in Hamburg lief und erstmals in Frankfurt startet, sowie Richard Ringer. Der Europameister von 2022 kam in Boston auf 2:04:47, eine Zeit, die wegen des Streckenprofils nicht bestenlistenfähig ist. Dazu kommen unter anderem der Kenianer Benard Biwott (2:05:25) und der Israeli Haimro Alame (2:06:04).

Ein deutscher Sieg wäre historisch: Der letzte deutsche Gewinner bei den Männern war Michael Fietz im Jahr 1997. 2015 stellte Arne Gabius in Frankfurt mit 2:08:33 Stunden einen deutschen Rekord auf. Die Vorjahressieger Belay Asfaw (2:06:16) und Buze Diriba (2:19:34) stehen nicht auf der veröffentlichten Elite-Meldeliste.

Die Favoritinnen

Bei den Frauen stehen fünf Läuferinnen mit Bestzeiten unter 2:22 Stunden am Start. An der Spitze der Meldeliste: die Äthiopierin Zeineba Yimer (2:18:47) und die US-Amerikanerin Betsy Saina (2:19:17). Dazu kommen die frühere Frankfurt-Siegerin Meskerem Assefa (2:20:36), Siranesh Yirga (2:21:08) und die Kenianerin Marion Kibor (2:21:12). Die Siegerin von 2023, Buzunesh Getachew, hat verletzt abgesagt.

Aus deutscher Sicht spannend: Blanka Dörfel gibt ihr Marathondebüt. Aus der Schweiz startet Martina Strähl (2:28:07).

Frankfurt-Marathon live im TV und im Stream

Das hr-fernsehen überträgt ab 9:55 Uhr live, parallel läuft ein Livestream auf hessenschau.de. Ab 18:45 Uhr zeigt das hr-fernsehen eine Zusammenfassung mit Porträts von Hobbyläuferinnen und -läufern. Ergebnisse und Zeiten gibt es am Sonntag auf marathons.com/de.

Sperrungen und Anreise

Erste Sperrungen beginnen gegen 5 Uhr in der Innenstadt. Die Zeitfenster nach Stadtteilen, laut Verkehrsinformation der Stadt Frankfurt:

Stadtteil

Sperrung

Innenstadt und Altstadt

9 bis 17 Uhr

Westend

9 bis 12:30 Uhr

Sachsenhausen

10:15 bis 13 Uhr

Niederrad

10:20 bis 13:30 Uhr

Schwanheim und Goldstein

10:30 bis 14:15 Uhr

Nied

10:45 bis 15:10 Uhr

Höchst

10:50 bis 14:55 Uhr

Griesheim

11 bis 15:30 Uhr

Gallus, Europaviertel, Gutleutviertel

11:10 bis 16 Uhr

Straßenbahnen und Busse fahren mit Unterbrechungen und Umleitungen, U-Bahn und S-Bahn sind nicht betroffen. Zur Messe kommt man mit der U4 bis Festhalle/Messe oder mit den S-Bahn-Linien S3 bis S6 bis zur Station Messe.

Wie geht es weiter?

Nach Frankfurt richtet sich der Blick auf Valencia: Dort stellte Petros im Dezember 2025 seinen Rekord auf, am 6. Dezember 2026 steht die nächste Auflage des Valencia-Marathons an. Wer 2027 beim Berlin-Marathon starten möchte, wo in diesem Jahr Tigst Assefa das Rennen dominierte, kann sich noch bis 12. November für die Lotterie registrieren.

Und wer selbst einmal über den roten Teppich in die Festhalle laufen will: Alle Infos zur Anmeldung für die nächste Ausgabe gibt es auf der Finishers-Seite zum Frankfurt Marathon.