Marathon-Veteranen: Leidenschaft bis ins hohe Alter!
Veröffentlicht am Mi., 9. September 2026
Aktualisiert am Mi., 9. September 2026
Sie sind über 80, manche sogar über 90, und schnüren trotzdem noch ihre Laufschuhe, um vom Marathon zu träumen. Marathons.com stellt einige dieser außergewöhnlichen Menschen vor, die inspirieren und offenbar ein echtes Jungbrunnen-Rezept gefunden haben. Da wirken die eigenen Wehwehchen gleich deutlich weniger dramatisch.
Viele Persönlichkeiten im Sport verdienen höchsten Respekt. Oft sind es Ikonen der Geschwindigkeit und der Bestleistungen. Die Menschen, die wir hier vorstellen, gehören einer anderen Kategorie an, sind aber kein bisschen weniger inspirierend, ganz im Gegenteil! Eine Erkenntnis zieht sich durch diese Porträts: Niemand kennt die Grenzen von Körper und Geist wirklich. Diese Vorbilder hätten eigentlich einen Ehrenplatz als Poster in unseren Erwachsenen-Schlafzimmern verdient.
Barbara Humbert, die unermüdliche Leidenschaftsläuferin
Wir beginnen mit einem französischen Star! Barbara Humbert ist 2025 86 Jahre alt und lief 1984 in Paris ihren ersten Marathon. Seitdem hat sie nicht mehr aufgehört und 56 Marathons beendet! Als älteste Teilnehmerin des Marathon de Paris läuft sie noch immer 45 bis 50 Kilometer pro Woche, aus Freude am Laufen und wegen des Gefühls von Freiheit, das es ihr schenkt. Barbara entdeckte mit 43 Jahren durch ihre Tochter den Laufsport und blieb ihm treu. Sie nahm weltweit an Rennen teil, darunter an 100-Kilometer-Läufen und 24-Stunden-Rennen. 2024 war sie beim Marathon pour tous der Olympischen Spiele in Paris die älteste Läuferin. Zahlreiche Medien würdigten sie damals zu Recht. Ihr Geheimnis? Leidenschaft. Als sie im Januar 2024 nach ihrem Lebensstil gefragt wurde, sagte sie: „Ich hatte einfach Freude daran, allein im Wald laufen zu gehen
Charly Bancarel, der philosophische Marathonläufer
Charly Bancarel ist nicht nur ein außergewöhnlicher Läufer, sondern auch ein Poet mit einem Talent für inspirierende Sätze: „Man hört nicht auf, weil man alt wird, aber man wird alt, wenn man aufhört.“ Ein Mantra, das sich alle an die Wand hängen sollten, die sich auch im Lauf der Jahre diese Lebenskunst bewahren wollen. Der aus Salers im Cantal stammende Charly Bancarel läuft seit mehr als 70 Jahren und nahm an legendären Rennen wie den Marathons von Berlin, New York, London und Paris (zwölfmal) teil. 2024 war er der älteste Teilnehmer beim Marathon pour tous der Olympischen Spiele in Paris. Der Läufer trainiert täglich in seiner Garage, die mit einem Rudergerät, einem Fahrrad und Hanteln ausgestattet ist. Außerdem ist er regelmäßig in der hügeligen Landschaft der Auvergne unterwegs. Seine Geheimnisse? Keine Überraschung: ein vorbildlicher Lebensstil, kein Tabak, wenig Alkohol und eine gesunde Ernährung. Und vor allem: „niemals aufhören“!
Fauja Singh, der fliegende Hundertjährige
Fauja Singh, geboren am 1. April 1911 im Punjab (Indien), ist eine Marathonlegende. Nach einer Kindheit mit gesundheitlichen Problemen begann er erst nach seinem 80. Geburtstag mit dem Laufen, um den Tod seines Sohnes und seiner Ehefrau zu verarbeiten. Nachdem er nach England ausgewandert war, lief er 2000 in London seinen ersten Marathon, im Alter von … 89 Jahren! Einige Jahre später stellte er mit einer Zeit von 6:54 Stunden einen Rekord auf und unterbot die Weltbestzeit seiner Altersklasse um 58 Minuten. Und schließlich wurde er 2011 mit 100 Jahren beim Marathon in Toronto in 8:11 Stunden der erste Hundertjährige, der einen Marathon beendete. Außerdem stellte er acht Weltrekorde für Hundertjährige über Distanzen von 100 Metern bis 5000 Metern auf. Als Veganer inspirierte er Tausende Menschen, bevor er sich mit 102 Jahren vom Leistungssport verabschiedete. Unglaublich.
Gladys Burrill, die „Gladyator“
Gladys Burrill, auch Gladyator genannt, wurde bekannt, als sie 2010 im Alter von 92 Jahren den Honolulu-Marathon beendete. Damit war sie eine der ältesten Frauen, die je einen Marathon gefinisht haben. Sie benötigte 9:53 Stunden und löste damit eine enorme Welle der Sympathie aus. Gladys starb 2015 im Alter von 100 Jahren. Mit 86 hatte sie mit dem Laufen begonnen, um aktiv zu bleiben und gesundheitliche Probleme zu überwinden. Gladys sprühte vor Lebensfreude. Mit ihrem Mantra „Immer weiter, einen Schritt nach dem anderen“ kam sie sehr weit! Ihre Langlebigkeit führte sie auf gesunde Ernährung, eine positive Einstellung und einen unerschütterlichen Glauben zurück. Das glaubt man ihr gern.
Ernestine Shepherd, unglaubliche Kraft im Alter
Noch eine außergewöhnliche Persönlichkeit! Wir empfehlen, den 100.000 Followern dieser 1936 geborenen Amerikanerin zu folgen. Bevor Ernestine Shepherd als Läuferin bekannt wurde, war sie Bodybuilderin. Mit 56 Jahren begann sie zu laufen und hat seitdem mehrere Marathons beendet, darunter den von Boston. Auch mit über 80 trainiert sie weiter und inspiriert Sportlerinnen und Sportler jeden Alters! Ihr Lächeln allein reicht, um neue Kraft zu schöpfen und eine gute Runde zu drehen. Vom Guinness World Records wird sie noch immer als „älteste Bodybuilderin der Welt“ geführt. Du möchtest ihren Ratschlägen folgen? Ernestine veröffentlichte 2016 das Buch Determined, dedicated, disciplined to be fit (Entschlossen, engagiert, diszipliniert, um fit zu sein). Darin verrät sie unter anderem ihre Ernährung: hart gekochte Eier, Hähnchen, Gemüse und ein Getränk aus flüssigen Eiern. Außerdem trat Ernestine im Musikvideo zu Black Is King von Beyoncé auf. Wir sagten doch: ein Star!
Ed Whitlock, der Meister der Zeit
Achtung, Legende! Ed Whitlock wurde in London geboren und zog später für seine Karriere als Ingenieur nach Kanada. Als Jugendlicher betrieb er Crosslauf, doch seine unglaubliche Laufkarriere nahm erst mit 40 Jahren Fahrt auf. 2003 wurde er als erster Mensch über 70 zum Marathonläufer mit einer Zeit unter drei Stunden: 2:59 Stunden! Danach sammelte er weiter Rekorde. 2016 war er im Alter von 85 Jahren beim Marathon in Toronto mit 3:56 Stunden der älteste Läufer, der einen Marathon unter vier Stunden beendet hatte. Ed Whitlock füllte die Seiten des Guinness-Buchs mit seinem Namen, prägte aber vor allem die Erinnerung all jener, die ihm begegnen durften. Denn der gebürtige Engländer besaß auch das Charisma eines Schauspielers!
Für welche Ikone würdet ihr euch also ein riesiges Poster aufhängen?
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