So rechtfertigen Marathonläufer eine schlechte Zeit

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Von Linford Dirou

Veröffentlicht am Mi., 9. September 2026

Aktualisiert am Mi., 9. September 2026

So rechtfertigen Marathonläufer eine schlechte Zeit

Die besten Ausreden von Marathonläufern für eine miese Zeit: Wenn der Marathon nicht nach Plan läuft, mangelt es den gewieften Ausredenkünstlern nicht an Erfindungsreichtum. Kopf hoch, Startnummer holen und weiter geht’s!

Ausrede Nr. 1 – „Das lag an den Ultra-Boost-Power-Energy-Gels, da war kein Durchhänger drin.

Wir wissen, dass Gels für manche schwer zu vertragen und zu verdauen sind. Genau deshalb sollte man sie immer vor dem Wettkampftag testen. Aber bitte nicht als Alibi heranziehen, wenn die Zielzeit danebenliegt. Wir sehen dich schon kommen!

Ausrede Nr. 2 – „Ich wollte eigentlich sub 3 Stunden laufen, aber dann habe ich mir das Kreuzband gerissen.“

Die klassische Verletzung, ohne Zweifel die perfekte Ausrede. Von diesen berühmten Kreuzbändern hört man schließlich ständig … Sorry, aber nur weil du dir beim Fußball mit elf das Kreuzband gerissen hast, heißt das nicht, dass du dein Ziel beim Marathon 20 Jahre später verpasst hast.

Ausrede Nr. 3 – „Ich glaube, ich bin verletzt, ich habe da Schmerzen.

Nein, nur weil der linke Ellenbogen ein bisschen schmerzt, kannst du nicht gleich keinen Marathon laufen. Fast hätte es funktioniert!

Ausrede Nr. 4 – „Das lag doch am Pacer.

Der Pacer ist natürlich an allem schuld … Diese freiwilligen Helfer tragen die Zielzeit als große Fahne auf dem Rücken. Nein, es war nicht seine Schuld. Trotz der schweren Fahne im Rucksack lief er im richtigen Tempo.

Ausrede Nr. 5 – „Der Marathon war sowieso nicht offiziell vermessen

Tatsächlich: Auf der Uhr standen im Ziel 42,198 km und 60 Höhenmeter. Vielleicht war die Strecke nicht offiziell vermessen, aber das reicht trotzdem nicht als Erklärung für diese Zeit …

Ausrede Nr. 6 – „Ich habe keine Vorbereitung gemacht.

Na klar. Wenn du die Vorbereitung durchgezogen hast, trainierst du seit vier Monaten fünfmal pro Woche. Ausrede abgelehnt.

Ausrede Nr. 7 – „Ich wollte sowieso nur die Landschaft genießen.

Zugegeben, manche Strecken sind traumhaft schön. Aber seien wir ehrlich: Das stimmt doch nicht, oder?

Ausrede Nr. 8 – „Ich war topfit, das lag bestimmt am Mond.

Der Mond, immer der Mond. Der Arme muss für vieles herhalten.

Ausrede Nr. 9 – „Das war nur mein langer Lauf, kein Zielwettkampf.“

Nein, das nehmen wir dir nicht ab! Du trainierst, holst dir eine Startnummer, redest drei Monate lang darüber und läufst deinen Marathon. Das machst du nicht einfach für einen langen Lauf. Komm, sag uns die Wahrheit!

Ausrede Nr. 10 – „Die Verpflegungsstationen waren schuld, ich habe zu viel Zeit verloren.

Ach komm … Auch wenn Tucs und Orangen lecker sind, deswegen bist du nicht an den Start gegangen! Wir wissen es.