Strava und Distance stellen die Regeln der Fashion Week mit einem rasanten Laufsteg auf den Kopf

CL
Von Clément Laborieux

Veröffentlicht am Mi., 9. September 2026

Aktualisiert am Mi., 9. September 2026

Strava und Distance stellen die Regeln der Fashion Week mit einem rasanten Laufsteg auf den Kopf
© BETC Paris

Es war eine Modenschau, die kaum jemand wirklich sehen konnte … und genau das war der Punkt. Anlässlich der Paris Fashion Week sprengten die Running-App Strava und der ikonische Store Distance mit The CatRace die traditionellen Regeln des Catwalks. Eine Modenschau? Ja. Models? Nicht wirklich. Schritte. Schweiß. Tempo. Willkommen in der Welt von Distance, an der Schnittstelle von Mode, Sportswear und Running.

Eine authentische Sneaker-Show, weit weg vom Glamour

In einer Modewelt, in der Sportswear seit Jahren auf den Laufstegen präsent ist, überrascht es kaum noch, dass auch die Running-Kultur mit den Codes der Mode spielt. Running ist längst eine eigenständige Kultur. Millionen Menschen gehen jeden Tag laufen, daraus ist eine echte gesellschaftliche Bewegung entstanden. Bei The CatRace dient der Sport nicht mehr nur als ästhetische Inspirationsquelle: Er wird zum Mittelpunkt der Show. Die Outfits hängen hier nicht an Models, die langsam im Blitzlicht über den Laufsteg schreiten. Sie werden von Läuferinnen und Läufern getragen, die auf einer gnadenlosen, einen Kilometer langen Runde mitten im 2. Arrondissement der Hauptstadt Vollgas geben. Ihren Lauf beenden sie stilvoll vor einem neugierigen und beeindruckten Publikum, in einer Express-Modenschau von weniger als einer Minute.

Das Ergebnis: eine rohe, unverfälschte Performance, in der jedes Kleidungsstück für das zum Leben erwacht, wofür es gemacht ist: Bewegung.

„Die Fashion Week war der perfekte Moment, um die Werte von Distance mit der Modewelt zu konfrontieren. Deren Blick auf Sportswear ist vom Sport selbst oft weit entfernt.“

Guillaume Pontier, Mitgründer von Distance

Running in Haute Couture

Damit diese Vision Wirklichkeit werden konnte, entwarf die Stylistin Stephy Galvani Silhouetten, die von der Laufbekleidung inspiriert sind. Zum Einsatz kamen vor allem neu interpretierte Teile der berühmten Marke mit den drei Streifen, Adidas. Technisches Nylon, Schnürsenkel, Funktionspolyester, Gurte, Taschen … alles erinnert ans Laufen, bekommt aber einen klaren modischen Akzent. Zehn Läuferinnen und Läufer ziehen keuchend und in voller Bewegung vorbei. Sie verkörpern eine rohe Form von Anmut, die mit den oft statischen Posen der traditionellen Mode kontrastiert.

Sportbekleidung während einer Modenschau in Bewegung zu zeigen, lag auf der Hand. So soll sie schließlich getragen werden“, sagt die Designerin. Und diese kurze Inszenierung reicht aus, um Eindruck zu hinterlassen.

Eine Brücke zwischen Sport, Kunst und Community

Für Strava ist diese Idee alles andere als nebensächlich. In einer Zeit großer kultureller und sportlicher Veranstaltungen will die Marke mehr denn je kreative Welten mit der Welt der Bewegung verbinden.

„Für uns war es naheliegend, eine Brücke zwischen den kreativen Berufen der Mode und der Sportwelt zu schlagen, gerade in dieser für Frankreich und international so prägenden kulturellen Zeit.“

Grégory Vermersch – Strava EMEA Lead

Eine Show zum Wiederanschauen … in Zeitlupe

Die Show war zu schnell vorbei, um die Outfits wirklich im Detail zu betrachten. Kein Stress. Auf dem YouTube-Kanal der Kommunikationsagentur BETC, die dieses Projekt konzipiert hat, gibt es die Wiederholung in Zeitlupe. Ein Foto-Lookbook soll das Projekt in den kommenden Tagen ebenfalls ergänzen.

Wenn Tempo zum Stil und ein schöner Laufstil zum Trend wird, lässt sich Running längst nicht mehr nur von der Mode inspirieren: Es läuft ihr davon.