Kotcha, die mit Eliud Kipchoge gegründete Laufcoach-App, holt jetzt Kilian Jornet ins Boot
Veröffentlicht am Do., 10. September 2026
Aktualisiert am Do., 10. September 2026
Ende 2025 sorgte ein französisches Start-up für Schlagzeilen: Gemeinsam mit Eliud Kipchoge brachte es eine Coaching-App fürs Laufen an den Start. Ja, in diesem Markt gibt es bereits zahlreiche Anbieter. Aber wer kann schon zwei GOATs des Ausdauersports in den eigenen Reihen vorweisen? Jetzt legt Kotcha nach und verkündet den Einstieg von Kilian Jornet. Für den Sprung in den Trailbereich lässt sich kaum ein besserer Botschafter finden. Doch die Verbindung der beiden Sportlegenden mit der App geht weit über einen klassischen Sponsoringvertrag hinaus. Ihre Trainingsphilosophien fließen direkt in die Pläne ein, die Kotcha für Läuferinnen und Läufer erstellt. Egal, ob du für einen Marathon oder einen Trail trainierst: Noch nie war es so einfach, wie ein Profi zu trainieren.
In Kaptagat geboren, in Paris entwickelt
Was ist Kotcha? Eine neue Coaching-App, gegründet von drei lauf- und technikbegeisterten Franzosen: Ben Dupont, Michel-André Chirita und Dimitri Dor. Das Besondere an dem Projekt: Von Anfang an konnte das Trio auf die direkte Unterstützung von Eliud Kipchoge, einer wahren Marathonlegende, und seinem Trainingsteam, der DSM-Firmenich Running Team (früher NN Running Team), zählen. Kipchoge ist dabei nicht bloß das Gesicht einer Marketingkampagne, sondern tatsächlich Mitgründer des Projekts. Das fertige Produkt und die Trainingsmethoden tragen klar seine Handschrift.
Konkret arbeitete das Team vor Ort in Kaptagat, Kenia, gemeinsam mit Kipchoge und seinem Trainer Patrick Sang daran, ihre Trainingsphilosophie in eine für gewöhnliche Läufer nutzbare Form zu bringen. Das ist alles andere als nebensächlich. Das Camp in Kaptagat ist der legendäre Ort, an dem der beste Marathonläufer der Geschichte geformt wurde. Der erste Mann, der die Zwei-Stunden-Marke unterbot, wenn auch in einem nicht offiziellen Rennen. Eine Methode daraus zu entwickeln, die allen offensteht, ist die etwas verrückte Ambition von Kotcha. Keine Sorge: Die App wird dir wahrscheinlich nicht empfehlen, 200 Kilometer pro Woche zu laufen. Einen kleinen Einblick in die Einheiten des Marathon-GOATs bekommst du aber durchaus.
Offiziell gestartet wurde die App im Oktober 2025, kurz vor dem New York Marathon. Es war Kipchoges letzter großer Marathon auf höchstem Niveau und zugleich das Rennen, bei dem er endlich seine Six-Star-Finisher-Medaille der Majors holte. Das Timing war gut gewählt und international ausgerichtet. Obwohl die App von Franzosen gegründet wurde, will sie sich klar an die ganze Welt richten und möglichst viele Läufer unterstützen.
Trainieren wie Eliud Kipchoge?
Was Kotcha von Konkurrenten wie Runna oder Campus unterscheidet, ist vor allem die Trainingsphilosophie dahinter. In Frankreich werden Trainingspläne häufig um eine VMA-Einheit am Dienstag herum aufgebaut: kurze, intensive Intervalle, viele 30/30-Läufe und 400-Meter-Wiederholungen auf der Bahn. Dazu kommt am Donnerstag eine weitere intensive Einheit. In Kenia denkt man beim Marathontraining anders: viel Umfang, viel Schwellenarbeit und eine beinahe tägliche Regelmäßigkeit. Laufen ist Teil des Lebensstils und nicht nur Bestandteil eines mehrwöchigen Programms.
Kotcha steht ausdrücklich für diesen Ansatz. Die Pläne werden nicht zufällig nach der Philosophie irgendeines Coaches erstellt, sondern spiegeln direkt die von Patrick Sang entwickelten Methoden wider, einem weltweit anerkannten kenianischen Trainer. Woche für Woche passen sie sich an Trainingsdaten und Rückmeldungen der Nutzer an. Der Plan kann sich also von einer Woche zur nächsten verändern, je nachdem, wie sich die Läufer fühlen. Eine starke technologische Leistung, die vielen helfen dürfte, wenn sie unsicher sind, ob sie eine Einheit verschieben oder streichen sollen. Die App nutzt dafür ihre eigene KI. Sie soll jedoch keinen menschlichen Coach ersetzen, sondern einen Teil von Patrick Sangs Erfahrung möglichst vielen zugänglich machen.
Kilian Jornet kommt dazu und öffnet Kotcha den Trail
Doch die Straße ist nur ein Teil der Ambitionen des Teams. Die Ankündigung vom 17. Juni 2026 markiert einen Wendepunkt: Kilian Jornet, die Ikone des Ultra-Trails, mehrfacher Sieger beim UTMB und der Hardrock und für viele der GOAT, steigt als aktiver Partner in die Entwicklung der App ein. Er ist nicht bloß Botschafter, sondern arbeitet direkt am Produkt mit.
Mit diesem Schritt ist klar: Kotcha will über die Straße hinausgehen. Trail, Ultra-Trail, Berge und Belastungen über sehr lange Distanzen bilden eine eigene Welt mit eigenen Regeln, weit entfernt von standardisierten Marathonplänen. Kilian Jornet bringt seine über mehr als 20 Jahre auf höchstem Niveau entwickelte Erfahrung und Sichtweise ein.
Seine Philosophie überschneidet sich mit der von Kipchoge: Umfang, Regelmäßigkeit, Anpassung, Erholung und langfristige Entwicklung. Keine Wunderformel, keine Abkürzung und vor allem keine Methode von der Stange. Ganz im Sinne von Jornet geht es zuerst darum, den eigenen Körper zu verstehen. Starre Pläne in Excel-Tabellen gehören damit der Vergangenheit an.
Was kostet Kotcha?
Eine der Stärken der App: Sie bringt Expertenwissen aus dem Spitzensport zu einem erschwinglichen Preis auf die Smartphones. Konkret bietet sie vier virtuelle Coaches: einen Trainer, einen Ernährungsberater, einen Datenanalysten und einen Athletiktrainer. Abgedeckt werden Distanzen vom 10-km-Lauf bis zum Marathon. Außerdem ist Kotcha mit Garmin, Apple Watch und Coros kompatibel. Nach einer kostenlosen Testwoche kostet das Abo 14,99 € pro Monat oder bei einer Bindung über 12 Monate 109,99 € im Jahr. Damit liegt Kotcha preislich auf dem Niveau von Runna oder Campus.
Nur wenige Monate nach dem Start und nach einer Finanzierungsrunde über 3,5 Millionen Euro hat Kotcha bereits 50.000 Abonnenten weltweit. Die Zukunft sieht für diese neue Coaching-Plattform vielversprechend aus.
Für wen ist Kotcha gedacht?
Kotcha ist weltweit im App Store und bei Google Play verfügbar, in sieben Sprachen, darunter Französisch. Die App richtet sich ebenso an den Gelegenheitsläufer, der seinen ersten Halbmarathon vorbereitet, wie an erfahrene Trailläufer mit einem Berg-Ultra als Ziel. Fest steht: Bei zwei derart einflussreichen Botschaftern wird ein Teil ihrer Fangemeinde die App ausprobieren. Schließlich bekommt man nicht jeden Tag die Gelegenheit, wie diese beiden Champions zu trainieren.
In einem scheinbar gesättigten Markt für Laufcoach-Apps setzt Kotcha auf einen anderen Ansatz: keine Standardprogramme, sondern flexible Pläne und eine KI, die auf dem Training der beiden besten Ausdauerathleten der Geschichte basiert. Auf der Straße und im Gelände will Kotcha zu den führenden Apps fürs дистанzbasierte Coaching aufschließen. Bei so großen Ambitionen und Kipchoge und Jornet im Team lässt sich die Legitimität der App jedenfalls nur schwer bestreiten. Ob das Versprechen auch langfristig trägt, muss sich noch zeigen. Die kostenlose Testwoche ist vielleicht der beste Weg, sich selbst ein Bild zu machen.
✓ Alle Informationen zur Kotcha-App findest du auf der offiziellen Website
Ende 2025 sorgte ein französisches Start-up für Schlagzeilen: Gemeinsam mit Eliud Kipchoge brachte es eine Coaching-App fürs Laufen an den Start. Ja, in diesem Markt gibt es bereits zahlreiche Anbieter. Aber wer kann schon zwei GOATs des Ausdauersports in den eigenen Reihen vorweisen? Jetzt legt Kotcha nach und verkündet den Einstieg von Kilian Jornet. Für den Sprung in den Trailbereich lässt sich kaum ein besserer Botschafter finden. Doch die Verbindung der beiden Sportlegenden mit der App geht weit über einen klassischen Sponsoringvertrag hinaus. Ihre Trainingsphilosophien fließen direkt in die Pläne ein, die Kotcha für Läuferinnen und Läufer erstellt. Egal, ob du für einen Marathon oder einen Trail trainierst: Noch nie war es so einfach, wie ein Profi zu trainieren.
In Kaptagat geboren, in Paris entwickelt
Was ist Kotcha? Eine neue Coaching-App, gegründet von drei lauf- und technikbegeisterten Franzosen: Ben Dupont, Michel-André Chirita und Dimitri Dor. Das Besondere an dem Projekt: Von Anfang an konnte das Trio auf die direkte Unterstützung von Eliud Kipchoge, einer wahren Marathonlegende, und seinem Trainingsteam, der DSM-Firmenich Running Team (früher NN Running Team), zählen. Kipchoge ist dabei nicht bloß das Gesicht einer Marketingkampagne, sondern tatsächlich Mitgründer des Projekts. Das fertige Produkt und die Trainingsmethoden tragen klar seine Handschrift.
Konkret arbeitete das Team vor Ort in Kaptagat, Kenia, gemeinsam mit Kipchoge und seinem Trainer Patrick Sang daran, ihre Trainingsphilosophie in eine für gewöhnliche Läufer nutzbare Form zu bringen. Das ist alles andere als nebensächlich. Das Camp in Kaptagat ist der legendäre Ort, an dem der beste Marathonläufer der Geschichte geformt wurde. Der erste Mann, der die Zwei-Stunden-Marke unterbot, wenn auch in einem nicht offiziellen Rennen. Eine Methode daraus zu entwickeln, die allen offensteht, ist die etwas verrückte Ambition von Kotcha. Keine Sorge: Die App wird dir wahrscheinlich nicht empfehlen, 200 Kilometer pro Woche zu laufen. Einen kleinen Einblick in die Einheiten des Marathon-GOATs bekommst du aber durchaus.
Offiziell gestartet wurde die App im Oktober 2025, kurz vor dem New York Marathon. Es war Kipchoges letzter großer Marathon auf höchstem Niveau und zugleich das Rennen, bei dem er endlich seine Six-Star-Finisher-Medaille der Majors holte. Das Timing war gut gewählt und international ausgerichtet. Obwohl die App von Franzosen gegründet wurde, will sie sich klar an die ganze Welt richten und möglichst viele Läufer unterstützen.
Trainieren wie Eliud Kipchoge?
Was Kotcha von Konkurrenten wie Runna oder Campus unterscheidet, ist vor allem die Trainingsphilosophie dahinter. In Frankreich werden Trainingspläne häufig um eine VMA-Einheit am Dienstag herum aufgebaut: kurze, intensive Intervalle, viele 30/30-Läufe und 400-Meter-Wiederholungen auf der Bahn. Dazu kommt am Donnerstag eine weitere intensive Einheit. In Kenia denkt man beim Marathontraining anders: viel Umfang, viel Schwellenarbeit und eine beinahe tägliche Regelmäßigkeit. Laufen ist Teil des Lebensstils und nicht nur Bestandteil eines mehrwöchigen Programms.
Kotcha steht ausdrücklich für diesen Ansatz. Die Pläne werden nicht zufällig nach der Philosophie irgendeines Coaches erstellt, sondern spiegeln direkt die von Patrick Sang entwickelten Methoden wider, einem weltweit anerkannten kenianischen Trainer. Woche für Woche passen sie sich an Trainingsdaten und Rückmeldungen der Nutzer an. Der Plan kann sich also von einer Woche zur nächsten verändern, je nachdem, wie sich die Läufer fühlen. Eine starke technologische Leistung, die vielen helfen dürfte, wenn sie unsicher sind, ob sie eine Einheit verschieben oder streichen sollen. Die App nutzt dafür ihre eigene KI. Sie soll jedoch keinen menschlichen Coach ersetzen, sondern einen Teil von Patrick Sangs Erfahrung möglichst vielen zugänglich machen.
Kilian Jornet kommt dazu und öffnet Kotcha den Trail
Doch die Straße ist nur ein Teil der Ambitionen des Teams. Die Ankündigung vom 17. Juni 2026 markiert einen Wendepunkt: Kilian Jornet, die Ikone des Ultra-Trails, mehrfacher Sieger beim UTMB und der Hardrock und für viele der GOAT, steigt als aktiver Partner in die Entwicklung der App ein. Er ist nicht bloß Botschafter, sondern arbeitet direkt am Produkt mit.
Mit diesem Schritt ist klar: Kotcha will über die Straße hinausgehen. Trail, Ultra-Trail, Berge und Belastungen über sehr lange Distanzen bilden eine eigene Welt mit eigenen Regeln, weit entfernt von standardisierten Marathonplänen. Kilian Jornet bringt seine über mehr als 20 Jahre auf höchstem Niveau entwickelte Erfahrung und Sichtweise ein.
Seine Philosophie überschneidet sich mit der von Kipchoge: Umfang, Regelmäßigkeit, Anpassung, Erholung und langfristige Entwicklung. Keine Wunderformel, keine Abkürzung und vor allem keine Methode von der Stange. Ganz im Sinne von Jornet geht es zuerst darum, den eigenen Körper zu verstehen. Starre Pläne in Excel-Tabellen gehören damit der Vergangenheit an.
Was kostet Kotcha?
Eine der Stärken der App: Sie bringt Expertenwissen aus dem Spitzensport zu einem erschwinglichen Preis auf die Smartphones. Konkret bietet sie vier virtuelle Coaches: einen Trainer, einen Ernährungsberater, einen Datenanalysten und einen Athletiktrainer. Abgedeckt werden Distanzen vom 10-km-Lauf bis zum Marathon. Außerdem ist Kotcha mit Garmin, Apple Watch und Coros kompatibel. Nach einer kostenlosen Testwoche kostet das Abo 14,99 € pro Monat oder bei einer Bindung über 12 Monate 109,99 € im Jahr. Damit liegt Kotcha preislich auf dem Niveau von Runna oder Campus.
Nur wenige Monate nach dem Start und nach einer Finanzierungsrunde über 3,5 Millionen Euro hat Kotcha bereits 50.000 Abonnenten weltweit. Die Zukunft sieht für diese neue Coaching-Plattform vielversprechend aus.
Für wen ist Kotcha gedacht?
Kotcha ist weltweit im App Store und bei Google Play verfügbar, in sieben Sprachen, darunter Französisch. Die App richtet sich ebenso an den Gelegenheitsläufer, der seinen ersten Halbmarathon vorbereitet, wie an erfahrene Trailläufer mit einem Berg-Ultra als Ziel. Fest steht: Bei zwei derart einflussreichen Botschaftern wird ein Teil ihrer Fangemeinde die App ausprobieren. Schließlich bekommt man nicht jeden Tag die Gelegenheit, wie diese beiden Champions zu trainieren.
In einem scheinbar gesättigten Markt für Laufcoach-Apps setzt Kotcha auf einen anderen Ansatz: keine Standardprogramme, sondern flexible Pläne und eine KI, die auf dem Training der beiden besten Ausdauerathleten der Geschichte basiert. Auf der Straße und im Gelände will Kotcha zu den führenden Apps fürs distanzbasierte Coaching aufschließen. Bei so großen Ambitionen und Kipchoge und Jornet im Team lässt sich die Legitimität der App jedenfalls nur schwer bestreiten. Ob das Versprechen auch langfristig trägt, muss sich noch zeigen. Die kostenlose Testwoche ist vielleicht der beste Weg, sich selbst ein Bild zu machen.
✓ Alle Informationen zur Kotcha-App findest du auf der offiziellen Website