On Cloudmonster 3 im Test: Unser Urteil nach 100 Kilometern auf langen Läufen

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Von Clément Laborieux

Veröffentlicht am Do., 10. September 2026

Aktualisiert am Do., 10. September 2026

On Cloudmonster 3 im Test: Unser Urteil nach 100 Kilometern auf langen Läufen
© Marathons.com

Die On Cloudmonster ist zurück. Komfortabel, stabil und für die meisten Läufe geeignet, bietet die Cloudmonster 3 eine dreilagige CloudTec-Dämpfung, ausgeprägtes Rocker-Profil und weiterhin ein markantes Design. In Ons Laufschuhrotation ist sie der Allrounder. Wir haben über 100 Kilometer mit dem Modell gesammelt und verraten, wie es sich im Alltag schlägt.

Bei On gibt es ganz klar eine Zeit vor und eine nach der Cloudmonster. Die erste Version kam 2022 auf den Markt und rückte die junge Schweizer Marke schlagartig ins Rampenlicht. Mit ihrer eigenständigen Silhouette und den „Clouds“ in der Dämpfung hob sich der Schuh deutlich von allen anderen Modellen ab. Der Erfolg der Cloudmonster zeigte sich zudem im Alltag. Man sieht das Modell auf der Straße genauso häufig wie auf Laufwegen, getragen von einer ganzen Generation von Lifestyle-Sneaker-Fans.

Nach einer zweiten Version, die vor allem wegen ihrer Passform nicht alle überzeugte, stand diese dritte Generation besonders unter Beobachtung. Das Ziel war klar: ein hochwertiger Daily Trainer, der die Schwächen seiner Vorgänger ausbügelt. Auf dem Papier und auf der Straße scheint On mit einer neuen CloudTec-Konstruktion, einem komplett überarbeiteten Obermaterial und einer auf Langlebigkeit ausgelegten Außensohle die richtige Balance gefunden zu haben.

Testbedingungen

Clément: In der Vorbereitung auf meinen nächsten Frühjahrsmarathon bin ich mit der Cloudmonster 3 etwas mehr als 100 Kilometer gelaufen, hauptsächlich auf der Straße. Ich habe das Paar vor allem für lockere Dauerläufe im Grundlagenbereich genutzt, ergänzt durch einige schnellere Abschnitte und Steigerungen, um zu sehen, wie der Schuh darauf reagiert.

Emma: Zwischen Cross- und Straßensaison bin ich ebenfalls rund 100 Kilometer mit der Cloudmonster 3 gelaufen, auf Asphalt ebenso wie auf befestigten Wegen. Ich habe sie für unterschiedliche Einheiten getragen, vom lockeren Lauf bis zu zügigeren Läufen mit einigen Schwellenintervallen. Ziel war, sie im Alltag und bei verschiedenen Tempi zu testen.

© Marathons.com / Emma Bert

Passform und Komfort

Clément: Das war einer der spannendsten Punkte, und On hat hier abgeliefert. Schon bei den ersten Schritten merkt man, wie sorgfältig der Leisten gearbeitet wurde. Der Schuh sitzt komfortabel und ausgewogen. Ich habe meine übliche Größe gewählt, die Passform ist für mich perfekt. Der Fuß wird sicher gehalten. Im Vorfuß gibt es genau den nötigen Platz für die Zehen, ohne das schwammige Gefühl, das manche zu weit geschnittene Modelle vermitteln können. Ich habe eher schmale Füße. Die dünne, gut integrierte Zunge verschwindet nach dem Anziehen praktisch aus der Wahrnehmung, und die Schnürung hält den Fuß zuverlässig, ohne Druckstellen zu erzeugen. Im Fersenbereich sitzt der Schuh sicher und bietet eine stabile, vertrauenerweckende Konstruktion. Nach 100 Kilometern hatte ich keinerlei Reibung, Blasen oder sonstige Beschwerden.

Emma: Schon beim Anprobieren hat mich der sichere Sitz am Fuß überrascht. Der Schuh fühlt sich sehr angenehm an, der Knöchel wird gut umschlossen. Während andere Modelle unterhalb des Knöchels scheuern können, verursacht die Cloudmonster 3 dank ihrer sauberen Verarbeitung keinerlei Probleme. Die Ferse ist verstärkt, ohne zu steif zu sein. Auch mit schmalem Fuß gibt es keine unangenehmen Bewegungen oder Reibung. Die Zehen werden im Vorfuß nicht eingeengt. Die Schnürung lässt sich präzise anpassen und lockert sich nicht, während die sehr dünne Zunge keine Druckstellen verursacht. Anziehen und vergessen: Das hat mir auf Anhieb gefallen und gilt auch nach 100 Kilometern noch.

Laufverhalten

Clément: Die Cloudmonster 3 vermittelt ein recht eigenständiges Laufgefühl, ganz im Sinne der On-DNA. Unter dem Fuß fühlt sich die Dämpfung fest, aber schützend an. Sie nimmt die Aufprallkräfte gut auf, ohne jemals zu weich zu werden. Die dreilagige CloudTec-Konstruktion erfüllt ihren Zweck. Der Schuh wirkt so, als wäre er dafür gemacht, viele Kilometer und hohe Umfänge wegzustecken. Besonders gut gefällt mir der Abrollvorgang. Das Rocker-Profil ist deutlich ausgeprägt und führt den Fuß ganz natürlich nach vorn.

Die Nylon-Speedboard-Platte gibt dem Schuh etwas Struktur, der Vortrieb bleibt aber moderat. Bei zügigen Dauerlauf-Tempi reagiert der Schuh ordentlich, für harte Bahnintervalle fehlt ihm jedoch etwas Punch. Das ist nicht unbedingt ein Nachteil, denn die Cloudmonster 3 ist vor allem für die Kilometer im Alltag gedacht.

Emma: Die ersten Schritte haben mich etwas irritiert, sofort überzeugt war ich zunächst nicht. Die Dämpfung mit der doppelten Helion-Hyperfoam-Schicht fühlte sich für mich fest und steif an. Nach dem Anprobieren hatte ich ein weicheres Laufgefühl erwartet. Nach mehreren Läufen, vor allem bei höherem Tempo, habe ich meine Meinung jedoch geändert.

Ihre Stärken zeigt die On, sobald das Tempo anzieht. Besonders deutlich wurde das für mich im Halbmarathon-Tempo, etwa bei 3:35 bis 3:40 min/km. Das ausgeprägte Rocker-Profil führt den Fuß nach vorn, das zunächst steife Gefühl verschwindet und der Schuh knickt nicht ein. In diesem Bereich zeigt die Cloudmonster 3 ihr eigentliches Potenzial. Die Nylon-Speedboard-Platte liefert einen guten Energierücklauf und spürbare Dynamik.

Für noch schnellere Einheiten, etwa im VMA-Bereich, fand ich sie dagegen weniger geeignet. Sie reagiert nicht so direkt wie die Cloudmonster 3 Hyper, aber das ist auch nicht ihre eigentliche Aufgabe.

Technische Daten – CLOUDMONSTER 3

  • Kategorie: Daily Trainer

  • Einsatzbereich: lockere Läufe, Training

  • Dämpfung: Helion™-Schaum mit zwei Dichten (EVA), dreilagige CloudTec®-Konstruktion

  • Platte: Speedboard® aus Nylon

  • Untergrund: Straße

  • Niveau: für alle Läuferinnen und Läufer

  • Gewicht: 295 g (Herren), 240 g (Damen)

  • Sohlenhöhe: 35 mm / 29 mm

  • Sprengung: 6 mm

  • Preis: 200 €

  • Erhältlich ab 5. März 2026

Stabilität

Clément: Ein weiterer Pluspunkt ist die Stabilität. Trotz der großen Schaummenge vermittelt die Cloudmonster 3 viel Sicherheit. Die Plattform ist breit genug, und auch mit müden Beinen bleibt der Schuh stabil. Er gibt Vertrauen und unterstützt die Bewegung, ohne dass man das Gefühl bekommt, gegen den Schuh arbeiten zu müssen. Besonders gern habe ich ihn bei Regenerationsläufen getragen, wenn ich vom Vortag noch ziemlich platt war.

➜ Emma: Zu den größten Stärken gehört die Stabilität. Auch wenn die Geometrie den Schuh wuchtig wirken lässt, vermittelt er viel Sicherheit. Die Plattform fixiert den Fuß, der nicht verrutscht. Für den Test habe ich die Cloudmonster 3 auch auf befestigten Wegen ausprobiert. Sie bleibt stabil und beweist damit ihre Vielseitigkeit.

Haltbarkeit

Clément: Nach 100 Kilometern ist der Schuh noch in hervorragendem Zustand. Die Außensohle schützt den Schaum sehr gut, und die „Clouds“ zeigen keinerlei Anzeichen vorzeitigen Verschleißes. Alles deutet darauf hin, dass die Cloudmonster 3 weit kommt, wahrscheinlich mit einer für diese Kategorie hohen Lebensdauer von etwa 800 bis 900 Kilometern. Der Schuh ist auf Langlebigkeit ausgelegt, und das merkt man.

Emma: Diese Version scheint eindeutig auf Haltbarkeit ausgelegt zu sein. Nach rund 100 Kilometern wirkt die Außensohle kaum abgenutzt. Der Schaum ist nicht eingesackt, und die „Clouds“ haben sich nicht verändert. Das Laufgefühl ist noch dasselbe wie am Anfang. Zweifellos handelt es sich um ein sehr robustes Modell, das viele Kilometer wegstecken kann.

Atmungsaktivität

Clément: Das Mesh wurde gegenüber der etwas enttäuschenden zweiten Version deutlich verbessert. Es ist leicht, gut belüftet und komfortabel, die Wärme wird sehr effektiv abgeführt. Auch bei längeren Läufen wurden meine Füße nie heiß. Die verwendeten Materialien wirken ausgesprochen hochwertig und liegen klar über dem, was man von einem Daily Trainer normalerweise kennt.

Emma: Wie bei der 3 Hyper bietet das Mesh eine hervorragende Atmungsaktivität, vielleicht sogar eine der besten auf dem Markt. Der Fuß bleibt auch bei Läufen von anderthalb Stunden optimal belüftet. Das ist eine weitere große Stärke des Schuhs und unterstreicht Ons Premium-Anspruch.

Gewicht: eine angenehme Überraschung

Clément: Mit 295 Gramm ist die Cloudmonster 3 nicht das leichteste Modell auf dem Markt. Beim Laufen fällt das aber kaum störend auf. Rocker-Profil und Geometrie gleichen das Gewicht recht gut aus, der Schuh läuft sich angenehm. Das bestätigt seine Ausrichtung: Er ist vor allem dafür gemacht, häufig und lange zu laufen, nicht unbedingt schnell.

Emma: Der Schuh fällt nicht unbedingt durch ein geringes Gewicht auf. Am Fuß fühlt er sich dennoch anders an, denn dank seines Laufgefühls vergisst man ihn schnell. Da die Cloudmonster 3 für lockere Läufe und moderates Tempo gedacht ist, gehört ihr Gewicht nicht zu den größten Pluspunkten. Zu ihren wichtigsten Stärken zählen vielmehr die Haltbarkeit und die Fähigkeit, im Alltag Kilometer um Kilometer wegzustecken.

Vergleich mit der Konkurrenz

Clément: Im Vergleich zu einer ASICS Nimbus läuft sich die Cloudmonster 3 fester und strukturierter und besitzt ein ausgeprägteres Rocker-Profil. Gegenüber einer HOKA Bondi ist sie etwas dynamischer und vielseitiger. Damit ist sie eine interessante Alternative für alle, die Komfort, Stil und Haltbarkeit suchen, ohne in einem zu weichen Schuh zu landen.

Emma: Die Cloudmonster 3 ist steifer als andere Modelle auf dem Markt, etwa die Nike Vomero 18 oder die New Balance 1080v15. Die On-Sohle mit ihren charakteristischen „Clouds“ ist speziell und unverwechselbar. Gleichzeitig ist die On dynamischer als andere Daily Trainer der Konkurrenz. Stil und Verarbeitung, etwa beim Mesh und den Verstärkungen, positionieren sie im Premiumsegment neben den großen Marken des Laufsports. Wer Wert auf Stil legt, kann den Schuh problemlos auch als Sportswear-Modell im Alltag tragen.

© Marathons.com / Emma Bert

Preis-Leistungs-Verhältnis

Clément: Mit einem Preis von 200 € liegt die Cloudmonster 3 klar am oberen Ende des Marktes, ganz im Sinne der Positionierung von On. Verarbeitungsqualität, Design, Komfort und Haltbarkeit können diesen Preis rechtfertigen, müssen es aber nicht. Denn für 200 € erwarten manche vielleicht etwas mehr Dynamik. Vor allem, wenn eine Saucony Endorphin Azura für 160 € erhältlich ist.

Emma: Mit 200 € gehört der Schuh zu den teuersten Daily Trainern auf dem Markt. On steht zu dieser Preispositionierung, für alle ist das Modell dadurch aber nicht erschwinglich. Es gibt günstigere und durchaus interessante Alternativen, auch wenn die Verarbeitungsqualität der Cloudmonster 3 häufig über der Konkurrenz liegt.

Fazit

Clément: Ich bin mit der Cloudmonster 3 wirklich gern gelaufen. Sie ist eine sichere Bank. Der Schuh erfüllt seine Aufgabe sehr gut und ist ausgesprochen komfortabel. Nach einer sehr guten ersten und einer etwas enttäuschenden zweiten Version ist dies wahrscheinlich die beste Generation. Sie richtet sich vor allem an Läuferinnen und Läufer, die einen zuverlässigen, komfortablen und stabilen Schuh für ihre täglichen Läufe suchen. Ein Modell, mit dem man Kilometer sammeln kann, ohne sich allzu viele Gedanken zu machen. Für mich ist das genau die Art Schuh, die ich an Tagen anziehe, an denen ich einfach laufen möchte, ohne ein bestimmtes Temp03ziel zu verfolgen.

Emma: Das Laufverhalten der Cloudmonster 3 hat mir gefallen, bei langsameren Tempi allerdings etwas weniger. Sie eignet sich besonders für Läuferinnen und Läufer, die einen komfortablen und stabilen Schuh suchen, um Kilometer zu sammeln, mit flüssigem Abrollverhalten und sicherem Halt am Fuß. Leichtere Läufer oder alle, die bei niedrigem Tempo einen weicheren Schuh bevorzugen, könnten sie dagegen als etwas fest empfinden, besonders bei sehr lockeren Läufen. Diese Version findet eine gute Balance aus Komfort, Stabilität und Haltbarkeit und bietet genug Dynamik, um die Trainingsintensität zu variieren.

Mir hat gefallen, dass sich mit dem Schuh Kilometer bei unterschiedlichen Intensitäten aneinanderreihen lassen. Als vielseitiger Daily Trainer begleitet er sowohl lockere Läufe als auch zügigere Einheiten. Für mich ist er eine zuverlässige Option in der Rotation, vor allem bei Einheiten, bei denen die Wahl des passenden Modells schwerfällt, vom zügigen Dauerlauf bis zu Bergintervallen.

Für wen?

Läuferinnen und Läufer, die viele Kilometer sammeln
Alle, die Komfort und Schutz suchen
Läuferinnen und Läufer, die eine festere Dämpfung bevorzugen
Alle, die einen Laufschuh mit Lifestyle-Design für den Alltag suchen

Die On Cloudmonster 3 ist ein gelungenes Modell der Schweizer Marke. Mit dieser neuen Generation bringt On einen fest gedämpften Daily Trainer auf den Markt, der Komfort und Dynamik verbindet. Der Preis liegt im Vergleich zur Konkurrenz zwar hoch, doch die verwendeten Materialien entsprechen der On-DNA und versprechen eine gute Haltbarkeit. Ein Schuh, der Lust aufs Laufen macht und viele unterschiedliche Läuferinnen und Läufer ansprechen dürfte, vom Einsteiger bis zur Marathonvorbereitung.

Die On Cloudmonster 3 findet ihr auf der offiziellen Website on.com zum Preis von 200 €.