PUMA Deviate Pure Nitro: Der Supertrainer ohne Platte für schnelle Läufe

CL
Von Clément Laborieux

Veröffentlicht am Do., 10. September 2026

Aktualisiert am Do., 10. September 2026

PUMA Deviate Pure Nitro: Der Supertrainer ohne Platte für schnelle Läufe
© PUMA

Seit 2022 ist PUMA wieder ganz vorne im Running dabei, sehr zur Freude der Puristen. Die deutsche Marke hat ihr Sortiment rund um die Deviate-Reihe und die für Dynamik und Haltbarkeit bekannte Nitro-Technologie Schritt für Schritt neu aufgebaut. Im Laufe der Jahre kamen Daily Trainer, maximal gedämpfte Modelle und leistungsstarke Carbon-Schuhe dazu. Die Rotation war bereits komplett. Trotzdem fehlte noch ein Teil im Puzzle: die Deviate Pure Nitro. Ein leichter, spritziger und dynamischer Schuh, der viele Kilometer wegsteckt und trotzdem genug Temporeserven für schnelle Abschnitte bietet. Ein Modell, das man anzieht, ohne lange darüber nachzudenken. Mit diesem Schuh steigt die Marke mit der Raubkatze in das Segment der Supertrainer ein.

PUMA kommt mit der Deviate Pure Nitro genau zur richtigen Zeit. Seit zwei Jahren boomt das Segment der „Supertrainer“. Diese vielseitigen Schuhe, die lockere Läufe, lange Läufe, Tempotraining und Marathonpace gleichermaßen abdecken, nehmen in den Rotationen vieler Läufer einen immer größeren Platz ein. Nach dem enormen Erfolg des adidas Evo SL kommt PUMA mit einem cleveren Konzept: ein ausgewogener Schuh, getragen von der inzwischen ausgereiften Nitro-Technologie und einer Deviate-Reihe, die längst unverzichtbar geworden ist. Auf dem Papier ist das ein echtes Schweizer Taschenmesser.

Eine Deviate … ohne Carbonplatte

Auf den ersten Blick erinnert die Deviate Pure Nitro unweigerlich an eine klassische Deviate Nitro. Die Silhouette ist ähnlich. Auch die Optik des Schaums orientiert sich an der Deviate Nitro Elite 4. Dazu kommen ein großzügiger Stack, eine recht aggressive, aber nicht übertriebene Geometrie und viel Schaum unter dem Fuß.

Der entscheidende Unterschied: Hier gibt es keine Carbonplatte. Keine PWRPLATE. Und diese Entscheidung ist keineswegs nebensächlich. Carbonplatten haben sich in den vergangenen Jahren überall etabliert. Manchmal etwas zu sehr. Einige Schuhe sind extrem leistungsfähig geworden, stellen aber auch höhere Anforderungen an den Körper. Sie sind steifer und fühlen sich weniger natürlich an. Für den täglichen Einsatz sind solche Modelle definitiv nicht gemacht.

Die Deviate Pure scheint zu etwas Einfacherem zurückzukehren. Oder besser gesagt: zu etwas Natürlicherem, Unverfälschterem. Der Name dürfte nicht zufällig gewählt worden sein. No plate, no problem?

PUMA bringt mit der Deviate Pure Nitro einen leichten Supertrainer ohne Carbonplatte für den Alltag und schnelle Einheiten.© PUMA

Ein NITRO-Schaum für mehr Energierückgabe

Das Herzstück des Projekts steckt eindeutig in der neuen Zwischensohle. Zum Einsatz kommt ein durchgehender Block aus Nitro-Schaum der neuesten Generation. Bei PUMA stand Nitro im Laufe der Jahre bereits für verschiedene Schäume, diesmal handelt es sich um ein mit Stickstoff infundiertes PEBA. Und sobald PEBA ins Spiel kommt, denkt man automatisch an Energierückgabe, Dynamik und Wettkampfschuhe.

Hier scheint der Ansatz ein anderer zu sein. PUMA versucht nicht, eine plattenlose Version des Fast-R zu bauen. A-TPU-Schaum gibt es hier nicht. Stattdessen wurde offenbar der federnde, lebendige Charakter eines Racers genommen und so abgestimmt, dass er im Alltag besser nutzbar ist. Die Eckdaten sind jedenfalls interessant: ein klassischer Drop, vor allem aber ein sehr geringes Gewicht. 38 mm an der Ferse, 30 mm im Vorfuß, 8 mm Drop und gerade einmal 220 Gramm. Zum Vergleich: Das sind rund 30 Gramm weniger als bei der Deviate Nitro 4.

Die Deviate-Reihe ist unsere Referenz, seit PUMA auf den Straßenrunning-Markt zurückgekehrt ist. Mit der Deviate Pure NITRO™ wollten wir Geschwindigkeit zugänglicher machen und gleichzeitig die Performance-Eigenschaften bewahren, die die Deviate-Reihe bei Läufern auf der ganzen Welt so erfolgreich gemacht haben. Das Ergebnis ist mehr als nur ein weiterer Laufschuh: Es ist ein echtes Erlebnis natürlicher Geschwindigkeit.

Romain Girard, Vice-Président Innovation chez PUMA

Ein Schuh, der alles kann

Die Deviate Pure ist der Schuhtyp für lockere Läufe ebenso wie für etwas zügigere Einheiten. Dazu machen der großzügige 38-mm-Stack und der dynamische Nitro-Schaum sie zu einer starken Partnerin für lange Läufe. Kurz gesagt: Sie deckt ein breites Tempospektrum ab.

Ohne Carbonplatte dürfte sich der Lauf außerdem natürlicher und flüssiger anfühlen. Genau das macht die neue Generation der Supertrainer für viele interessant: Man kann schnell laufen, ohne das Gefühl zu haben, der Schuh zwinge einem einen anderen Laufstil auf.

Und genau darin könnte ihre Stärke liegen. Sie will nicht unbedingt der schnellste, bequemste oder leichteste Schuh sein. Die Deviate Pure bringt von all dem eine ordentliche Portion mit. Ein zuverlässiges Modell für den täglichen Einsatz. Vom lockeren Dauerlauf bis zum Trainings­tempo dürfte ihre Vielseitigkeit viele Läufer überzeugen.

PumaGrip: eine sichere Bank, die nie enttäuscht

Bei PUMA gibt es inzwischen Eigenschaften, auf die man sich verlassen kann. PumaGrip gehört dazu. Auch hier bedeckt der Gummi einen großen Teil der Außensohle, mit verstärkten Bereichen an Ferse und Vorfuß. Wie bei der MagMax 2 oder der Deviate Nitro 4 ist es schwer, bei der Haftung eines Straßenschuhs viel Besseres zu finden.

Regen, Kurven, nasse Straßen, Winter … PumaGrip enttäuscht nie. Der Grip stimmt überall. Bei einem Schuh, der zum täglichen Begleiter werden soll, ist das wahrscheinlich wichtiger, als es auf den ersten Blick scheint. Ein Detail, das Läufer häufig unterschätzen.

PUMA bringt mit der Deviate Pure Nitro einen leichten Supertrainer ohne Carbonplatte für den Alltag und schnelle Einheiten.© PUMA

Technische DatenPUMA DEVIATE PURE NITRO

  • Kategorie: Supertrainer

  • Einsatz: Alltag, lockere Läufe, Geschwindigkeit, Tempo, lange Läufe

  • Dämpfung: Nitro-Schaum (PEBA)

  • Außensohle: Pumagrip

  • Untergrund: Straße

  • Level: für alle Läufer

  • Sohlenhöhe: 38 mm / 30 mm

  • Drop: 8 mm

  • Gewicht: 220 g (Herren) / 180 g (Damen)

  • Preis: 150 €

  • Markteinführung: 4. Juni 2026

Ein komfortableres Obermaterial als bei einem echten Performance-Schuh

Eine weitere gute Nachricht: Puma hat nicht versucht, jedes Gramm um jeden Preis einzusparen. Der Schuh bleibt zwar unter 220 Gramm, verfällt aber nicht in den Minimalismus, den man von reinen Race-Day-Modellen wie der Deviate Nitro Elite 4 kennt.

Der Kragen ist großzügig gepolstert, die Zunge verfügt über einige Schaumeinsätze und das technische Mesh wirkt atmungsaktiv, fühlt sich innen aber auch vergleichsweise weich an. Ein kleines Detail gefällt uns ebenfalls: Puma hat ein paar nette Botschaften am Schuh versteckt. Unter der Sohle steht dezent „Let it Rip“. Unter der hinteren Lasche findet sich „Same Time Tomorrow“.

Klar, dadurch läuft natürlich niemand fünf Sekunden pro Kilometer schneller. Aber genau solche kleinen, verspielten Details machen einen Schuh sympathisch.

PUMA bringt mit der Deviate Pure Nitro einen leichten Supertrainer ohne Carbonplatte für den Alltag und schnelle Einheiten.© PUMA

PUMA scheint die aktuellen Markttrends gut verstanden zu haben. Läufer wollen weiterhin Geschwindigkeit. Rebound. Viel Stack. Und dieses spielerische Gefühl unter dem Fuß. Aber nicht unbedingt bei jedem Lauf eine Carbonplatte. Gesucht ist ein leichter, schützender und lebendiger Schuh, der schnell genug für Tempotraining und entspannt genug für lockere Läufe ist. Die Deviate Pure Nitro scheint all diese Anforderungen zu erfüllen. Jetzt bleibt die entscheidende Frage: Hat sie genug unter der Sohle, um eine Referenz wie den Evo SL vom Thron zu stoßen? Auf dem Papier ist das Duell jedenfalls offen. Jetzt muss der Schuh auf der Straße zeigen, was er kann.

Die PUMA Deviate Pure Nitro ist ab dem 4. Juni 2026 zum Preis von 150 € auf puma.com erhältlich.