So läuft es sich während der Periode
Jeden Monat kann der Menstruationszyklus die Freude am Laufen trüben. Schmerzen, Müdigkeit und Gewichtszunahme bringen die Tage oft mit sich. Die gute Nachricht: Während der Periode weiterzulaufen, kann Körper und Psyche guttun.✓ Trotz Schmerzen und Müdigkeit laufen? Bewegung kann Beschwerden lindern und die Stimmung heben. Entdecke ihre überraschenden Vorteile.
So viele Frauen, so viele Zyklen. Manche fühlen sich völlig erschöpft oder haben starke Bauchkrämpfe, andere spüren nur leichte Beschwerden. Entscheidend ist, auf den eigenen Körper zu hören und das Training an die jeweilige Zyklusphase anzupassen. An Tagen mit hartnäckigen Schmerzen sind lockere Läufe die bessere Wahl, intensive Einheiten können warten. Das Ziel: aktiv bleiben, ohne die Beschwerden zu verschlimmern. In den ersten Tagen der Periode sind die Östrogen- und Progesteronspiegel niedrig. Das kann die Regeneration fördern und die Schmerztoleranz verbessern. Manche Läuferinnen stellen zu Beginn ihrer Periode sogar bessere Leistungen fest. Entgegen vieler Vorurteile ist es empfehlenswert, sich während der Periode zu bewegen. Bewegung setzt Endorphine frei, die bekannten Glückshormone. Das Ergebnis? Weniger Stress, weniger Schmerzen und manchmal sogar eine stabilere Stimmung.
Die richtige Ausrüstung während der Periode
Wer unbeschwert laufen und sich keine Gedanken über mögliche Blutflecken machen möchte, greift zu schwarzen Laufshorts oder schwarzen Tights. Ob Tampons, Binden oder speziell fürs Training entwickelte Periodenunterwäsche: Das entscheidet jede für sich und nach ihren persönlichen Vorlieben. Wer lange unterwegs ist oder eine starke Blutung hat, sollte vorsichtshalber eine Ersatzbinde oder einen Ersatztampon in Shorts oder Tights stecken.
Ernährung als wichtiger Baustein
Neben Schlaf und Wohlbefinden bildet die Ernährung den dritten Pfeiler dieses wichtigen Trios für körperliche Leistungsfähigkeit. In der ersten Zyklusphase, der Follikel- oder Östrogenphase, baut sich die Gebärmutterschleimhaut im Hinblick auf eine mögliche Schwangerschaft auf. Empfohlen wird die Aufnahme von Vitamin E. Dieses starke Antioxidans soll eine Rolle beim Aufbau der Gebärmutterschleimhaut spielen. Vitamin E steckt unter anderem in Nüssen, Samen, Avocados, fettem Fisch und grünem Blattgemüse.
Nach dem Eisprung, zu Beginn der sogenannten Luteal- oder Progesteronphase, sind die Hormonspiegel am niedrigsten und der Körper erlebt einen deutlichen Leistungseinbruch. B-Vitamine können dann helfen, Müdigkeit entgegenzuwirken. Sie finden sich in Getreide, Vollkornbrot, Innereien wie Leber, Eigelb, Fisch, Geflügel sowie in Vollkornprodukten und Samen.
Während der Menstruation, wenn Blut verloren geht, sind eisenreiche Lebensmittel wie mageres Fleisch, grünes Blattgemüse und Hülsenfrüchte wichtig, um die Eisenverluste auszugleichen. Gegen Menstruationsbeschwerden werden außerdem Omega-3-Fettsäuren empfohlen, die etwa in fettem Fisch und Leinsamen stecken. Generell gilt: „Was wirklich den Unterschied macht, ist eine gesunde, ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung während des gesamten Zyklus“, ergänzt Juliana Antero, Epidemiologin und Forscherin am französischen Institut für Sport, Expertise und Leistungsfähigkeit (INSEP).
Während der Periode zu laufen, ist weder eine Belastung noch ein Tabu. Es geht vor allem darum, auf sich selbst zu hören. Manche treten in dieser Zeit kürzer, andere nutzen sie, um über sich hinauszuwachsen. Ganz gleich, wie du die Periode erlebst: Es ist nicht nur möglich, sondern kann sogar guttun, während des Menstruationszyklus aktiv zu bleiben. Mit einem angepassten Training, bequemer Ausrüstung und einer passenden Ernährung kannst du gelassen weiterlaufen. Dein Körper wird es dir danken.
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