Saucony Endorphin Azura im Test: Unser Eindruck nach 200 km

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Von Clément Laborieux

Veröffentlicht am Do., 10. September 2026

Aktualisiert am Do., 10. September 2026

Saucony Endorphin Azura im Test: Unser Eindruck nach 200 km
© Marathons.com

Die neue Saucony Endorphin Azura ist eines der auffälligsten Modelle des Jahresauftakts 2026. Der Neuzugang der Endorphin-Familie bringt viel Spaß in den täglichen Trainingsalltag und verspricht, eine echte Alleskönnerin zu sein. Als vielseitiger Daily Trainer schließt sie die Lücke, die Saucony mit dem Aus der Endorphin Shift hinterlassen hat, und übernimmt zugleich einige Gene der schnelleren Modelle wie der Endorphin Elite. Nach mehr als 200 Kilometern auf Asphalt, bei lockeren Dauerläufen, Tempotraining und langen Läufen steht fest: Diese Azura lässt niemanden kalt. Wir haben den Schuh genau unter die Lupe genommen.

Der Markt für sogenannte Supertrainer boomt. Gemeint sind vielseitige Laufschuhe mit reichlich Dämpfung, die sowohl schnelle Einheiten als auch lockere Dauerläufe und lange Läufe mitmachen. Bei Saucony hat die Endorphin Speed diese Rolle mehr oder weniger übernommen. Ihr PWRRUN-PB-Schaum und die Nylonplatte sorgen für viel Dynamik und Komfort. Mit der neuen Endorphin Azura bringt Saucony nun eine interessante Alternative. Ohne Platte, dafür mit mehr PWRRUN PB unter dem Fuß und dem weiterhin stark ausgeprägten Rocker im Vorfuß ist dieser Schuh ideal für Läuferinnen und Läufer, die einen Daily Trainer suchen, der schnell kann und auch lange Strecken verkraftet.

Testbedingungen

Clément: Als erfahrener Läufer in der Vorbereitung auf den London-Marathon bin ich mehr als 200 Kilometer mit der Saucony Azura gelaufen, überwiegend auf der Straße. Ich habe das Paar vor allem für lockere Dauerläufe im Grundlagenbereich genutzt, außerdem für zwei lange Läufe im zügigen Ausdauerbereich (32 und 34 km) sowie einige Schwellenläufe.

Emma: Athletin in der Vorbereitung auf die Sommersaison über 5.000 m. Ich bin mehr als 100 Kilometer mit der Saucony Endorphin Azura auf der Straße, auf Wegen und auf dem Laufband gelaufen, in unterschiedlichen Einheiten: Schwelle, VMA, Bergläufe und einige lockere Dauerläufe. Ziel war es, das Verhalten des Schuhs bei unterschiedlichen Intensitäten zu beurteilen.

© Marathons.com / Emma Bert

Passform und Komfort

Clément: Bei der Passform bleibt Saucony seinen Stärken treu. Das Mesh ist extrem atmungsaktiv und technisch aufgebaut, fast schon zu technisch. Mir fehlt etwas Komfort. Beim Hineinschlüpfen stellt sich jedenfalls kein echtes Hausschuhgefühl ein. Ich habe meine übliche Größe genommen. Der Fit ist klassisch, weder zu schmal noch zu weit, und der Fuß wird insgesamt gut gehalten. Bei meinen langen Läufen kam es allerdings zu Reibung an den kleinen Zehen beider Füße. Genauer gesagt entstand sie im Mittelfußbereich, dort, wo der Rocker beginnt. Nach einigen Läufen hatte sich mein Fuß an den Schuh gewöhnt, danach traten keine Probleme mehr auf. Die Ferse sitzt dank der festen Elemente in der Schuhstruktur sicher. Während meiner Läufe konnte ich keinerlei Bewegung der Ferse feststellen.

Emma: Aus meiner Sicht eignet sich dieser Schuh nicht unbedingt für lockere Dauerläufe. Ich bin an die Nike Vomero 18 und Vomero Plus gewöhnt und habe deren umschließenden, sicheren Komfort vermisst. Das Laufgefühl ist bodennah, eher steif und fest, mit wenig wahrnehmbarer Dämpfung und einem stark ausgeprägten Rocker im Vorfuß. Beim schnellen Laufen stören diese Eigenschaften nicht, bei langsamem Tempo umso mehr. Auch mit Blick auf die Haltbarkeit wirft das Fragen auf. Da ich üblicherweise ein hohes Wochenpensum absolviere, wäre die Azura nicht meine erste Wahl, um Kilometer an Kilometer zu sammeln. Das Mesh ist klar auf Performance ausgelegt. Die Atmungsaktivität ist gut, der Fuß bleibt an seinem Platz, wobei der Halt im Vorfuß noch etwas besser sein könnte.

Performance

Clément: Schon bei den ersten Läufen fällt auf, wie gut sich die Endorphin Azura an nahezu jedes Tempo anpasst. Ich bin mit ihr vor allem lockere Dauerläufe im Grundlagenbereich gelaufen, aber auch Schwellenläufe, Bergintervalle und lange Läufe. Jedes Mal liefert der Schuh zuverlässig ab. Besonders gut gefallen hat mir das Abrollgefühl unter dem Fuß, der berühmte SpeedRoll-Rocker. Der PWRRUN-PB-Schaum sorgt außerdem für eine gute Energierückgabe, auch wenn es nicht der leistungsstärkste Schaum im Saucony-Portfolio ist. Die Dämpfung ist nicht ultrweich. Im Gegenteil: Das Laufgefühl ist eher fest, bietet aber genug Dynamik, damit auch lange Läufe Spaß machen. Der Fuß sinkt nie in den Schuh ein, und sobald man das Tempo erhöht, wechselt die Azura klar ihren Charakter.

Wie so oft bei Sauconys Endorphin-Modellen ist weniger der Schaum als vielmehr die Geometrie der Sohle entscheidend für das Laufgefühl. Auch hier findet sich der stark ausgeprägte SpeedRoll-Rocker im Vorfuß, der den Fuß ganz natürlich in die Abrollbewegung bringt. Bei lockerem Tempo kann sich die Aufstandsphase leicht steif oder lang anfühlen. Sobald man seinen Rhythmus gefunden hat, stört das aber nicht mehr. Wird das Tempo angezogen, läuft alles flüssiger und natürlicher. Genau dann zeigt der Schuh seine besten Seiten. Ich habe ihn unter anderem bei zwei langen Läufen über 30 Kilometer getestet und hatte bei jedem Schritt das Gefühl, nach vorn katapultiert zu werden. Die Dämpfung ist dynamisch und schützt ausreichend. Schon am nächsten Tag konnte ich mein Training ohne größere muskuläre Nachwirkungen fortsetzen. Dazu trägt auch die großzügige Schaummenge unter dem Fuß bei, die den Aufprall gut abfedert.

Emma: Beim ersten Anprobieren fällt vor allem das geringe Gewicht auf, kombiniert mit einem sehr aggressiven SpeedRoll-Rocker, der ein natürliches Abrollen nach vorn unterstützt. Damit ist der Schuh sofort für schnelle Einheiten prädestiniert. Ich habe ihn hauptsächlich für Läufe im Bereich SV1 und SV2 genutzt, außerdem für Bergintervalle, auf der Bahn und auf dem Laufband. Auch bei lockeren Dauerläufen habe ich ihn getestet, dort hat er mich wegen des fehlenden Komforts und der geringen Weichheit allerdings weniger überzeugt.

Bei Intervalltraining gefielen mir das Abrollen nach vorn und die hohe Reaktionsfreude. Weniger mochte ich die recht steife Sohle, die vor allem bei langsamem Tempo für einen härteren Bodenkontakt sorgt. Mit zunehmender Geschwindigkeit wird das Paar zum Verbündeten und gibt Energie effektiv zurück. Besonders bei Tempoläufen spielt das Modell seine Stärken aus. Auch progressive Dauerläufe zeigen seine Qualitäten. Bei 5:00 min/km bleibt das Verhalten neutral. Bei 3:45 min/km wird der Rocker deutlicher spürbar, die Sohle reagiert schneller und der Vortrieb nach vorn fühlt sich flüssiger und natürlicher an.

Die Azura kommt Wettkampfmodellen nahe, verzichtet aber auf eine Carbonplatte. Damit ist sie eine interessante Möglichkeit, Intensität in unterschiedliche Trainingsformen zu bringen, ohne auf eine Platte zurückzugreifen. Vielleicht liegt hier auch die Schwachstelle der derzeit so beliebten Daily Trainer: Sie sind vielseitig und für nicht spezifische Einheiten geeignet, glänzen aber in keinem einzelnen Bereich. Für gute Läuferinnen und Läufer, die nicht mehrere Schuhe im Wechsel nutzen möchten, ist die Azura eine schlüssige Alternative. Erfahrenere Athleten, die für bestimmte Trainingsformen auf spezialisierte Modelle setzen, könnten dagegen enttäuscht sein.

Technische Daten – ENDORPHIN AZURA

  • Kategorie: Daily Trainer, Premium-Daily-Trainer

  • Einsatzbereich: tägliche Dauerläufe, lange Läufe, Tempoläufe

  • Schaum: PWRRUN PB (PEBA)

  • Technologie: SpeedRoll-Rocker

  • Außensohle aus XT-900-Gummi

  • Untergrund: Straße

  • Niveau: für alle Läuferinnen und Läufer

  • Gewicht: 212 g (Damen) / 240 g (Herren)

  • Sohlenhöhe: 40 mm / 32 mm

  • Sprengung: 8 mm

  • Erhältlich ab 1. Februar 2026

  • Preis: 160 €

  • Ähnliche Modelle: New Balance Revel v5, Asics Superblast 2, Adidas EVO SL

Stabilität

Clément: Obwohl die Endorphin Azura ein neutraler Laufschuh ist, bietet sie gute Stabilität. Die Schuhstruktur ist wenig flexibel, die Plattform recht breit und der Schaum relativ fest. Zusammen vermittelt das ein sicheres Gefühl unter dem Fuß. Durch den Rocker spürt man deutlich, wie der Schuh nach vorn drängt, was das Gehen unbequem machen kann. Meiner Meinung nach ist das Modell klar nicht zum Gehen gedacht, sondern zum Laufen. Das sollte man im Hinterkopf behalten, wenn man einen Daily Trainer sucht, den man auch im Alltag tragen kann. Dafür gibt es deutlich bessere Optionen.

➜ Emma: Auf der Straße bleibt die Azura stabil, auf Wegen etwas weniger, was zu ihrer Ausrichtung passt. Die Sohle ist breit, bodennah und nicht übermäßig voluminös. Dadurch entsteht nicht das erhöhte Gefühl, das viele Laufschuhe vermitteln und das die Stabilität beeinträchtigen kann. Das Laufgefühl ist recht natürlich, an die Konstruktion gewöhnt man sich schnell. Das ist ein Vorteil für alle, die Schuhe mit hohem Stack nicht mögen. Der Grip des XT-900-Gummis könnte besser sein, insbesondere auf nassem Untergrund. In dieser Kategorie ist das allerdings keine Seltenheit. Die Sprengung von 8 mm ist klassisch und unterstützt einen flüssigen Übergang, passend zum ausgeprägten Vorwärtsrocker.

Haltbarkeit

Clément: Nach 200 Kilometern ist der Gesamtzustand des Schuhs ordentlich, allerdings sind an der Außenseite der Sohle bereits deutliche Verschleißspuren zu sehen. Diese Abnutzung ist mir bisher bei allen Saucony-Modellen aufgefallen, die ich trage. Ich laufe über den Mittelfuß, supiniere aber durch die Ermüdung und meine leicht O-beinige Stellung gegen Ende langer Läufe stärker. Dadurch wird die Außenseite der Sohle stärker belastet. Das Gummi der Außensohle schützt meiner Einschätzung nach nicht ausreichend. Der Schaum bietet zwar weiterhin Rebound und Dämpfung, sodass das Modell vermutlich bis zu 600 Kilometer schafft. Viel mehr dürfte es aber nicht sein. Für einen Schuh, der als All-in-one-Lösung gedacht ist, ist das ein Minuspunkt. Von einem solchen Modell erwartet man eine lange Lebensdauer, doch die Azura scheint hier hinter ihren Konkurrenten zurückzubleiben.

Emma: Das sehr geringe Gewicht des Schuhs hatte zunächst Zweifel an seiner Haltbarkeit geweckt. Deshalb habe ich ihn bei lockeren Dauerläufen bewusst nicht eingesetzt. Der Eindruck hat sich bestätigt: Nach rund 100 Kilometern zeigt die Sohle bereits erste Verschleißspuren. Die Haltbarkeit ist keine Stärke, das Paar nutzt sich recht schnell ab. Der Schaum weist dagegen keinen Verlust an Dynamik und kein Einsinken auf. Für einen Daily Trainer, mit dem man Kilometer sammeln kann, ist das enttäuschend. Ein solches Modell sollte eine gewisse Langlebigkeit bieten und die Rotation im Schuhschrank reduzieren. Bei ausschließlich dieser Nutzung wird das Paar schnell an seine Grenzen kommen, anders als etwa eine Nike Pegasus oder eine New Balance 1080v15, die robuster wirken.

Atmungsaktivität

Clément: Das Mesh ist sehr atmungsaktiv und vermittelt fast das Gefühl, einen Wettkampfschuh an den Füßen zu tragen. Saucony setzt auf leichte Materialien und ein zweilagiges Obermaterial: außen ein strukturelles Mesh mit kleinen Öffnungen, innen eine zweite Lage mit größeren Aussparungen. Insgesamt ist das Obermaterial für diese Preisklasse sehr solide. Es ist nicht das komfortabelste Mesh auf dem Markt, aber äußerst leistungsfähig. Die Belüftung funktioniert auch nach langen Läufen von mehr als zwei Stunden hervorragend.

Emma: Das wettkampfschuhähnliche Mesh sorgt für eine ausgezeichnete Atmungsaktivität. Das zweilagige Obermaterial funktioniert gut und verhindert, dass der Fuß überhitzt. Ein Pluspunkt für alle, die Leichtigkeit und technische Performance suchen. Die Belüftung ist effektiv, geht aber zulasten des Komforts, der noch besser sein könnte.

Gewicht

Clément: Mit 240 Gramm bei der Herren- und 212 Gramm bei der Damenversion beeindruckt das Paar durch sein geringes Gewicht. Bei so viel Dämpfung unter dem Fuß ist das eine starke technische Leistung. Beim Laufen vergisst man den Schuh schnell, bei höherem Tempo erst recht.

Emma: Das geringe Gewicht fällt bereits beim Anheben des Schuhs sofort auf. Dieser Eindruck bleibt bemerkenswert, obwohl die Dämpfung komfortabel und dynamisch ist. Schon bei den ersten Schritten erinnert der Schuh an ein Wettkampfmodell und ist damit ideal für alle, die einen Daily Trainer ohne unnötiges Gewicht suchen.

Vergleich mit der Konkurrenz

Clément: Das Paar spielt in einer besonders leistungsstarken Kategorie mit Modellen wie dem adidas Evo SL oder dem New Balance Rebel V5, also dynamischen, vielseitigen Schuhen ohne Platte. Die Azura hebt sich durch ihren extrem ausgeprägten Rocker und das eher feste Laufgefühl ab. Mit 40 mm Schaum unter dem Fuß kann sie auch lange Distanzen bewältigen, ihre Vielseitigkeit ist ihre größte Stärke. Vom 40-minütigen lockeren Dauerlauf bis zum anspruchsvollen 35-Kilometer-Lauf beeindruckt sie mit ihrer Bandbreite und dürfte viele Läuferinnen und Läufer überzeugen.

Emma: In der Kategorie der Daily Trainer ist die Azura ein schlüssiges Modell, aber vielleicht nicht das beste. Leichtigkeit, Dynamik und ein deutliches Abrollgefühl nach vorn machen sie zu einem performance-orientierten Schuh ohne Platte für den Trainingsalltag. Die Saucony erinnert an eine Nike Zoom Fly 6 oder eine New Balance 1080v15, reagiert aber möglicherweise etwas direkter. Weniger gefallen hat mir die sehr steife Sohle. In diesem Segment macht sich der fehlende Komfort deutlich bemerkbar, obwohl er bei einem Schuh dieser Klasse entscheidend ist. Dafür zeigt die Azura ihr Potenzial bei höherem Tempo, wo sich das Laufgefühl deutlich besser anfühlt als bei langsamen Geschwindigkeiten.

© Marathons.com / Emma Bert

Preis-Leistungs-Verhältnis

Clément: Mit einem Preis von 160 € bietet die Saucony Endorphin Azura schlicht eines der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse auf dem Markt. In dieser Preisklasse tritt sie gegen den adidas Evo SL an, der einen dynamischeren Schaum bietet. Die Azura kann dafür längere Strecken und höhere Umfänge besser wegstecken. Für diesen Preis ist sie ein echter Volltreffer.

Emma: Der Preis von 160 € ist ein klarer Pluspunkt. In einer Zeit, in der die Preise für Laufschuhe immer weiter steigen, bietet Saucony eine konkurrenzfähige Option, die wahrscheinlich zu den erschwinglichsten Modellen dieses Segments gehört.

Das Fazit

Clément: Ich bin sehr gerne mit der Azura gelaufen. Dank ihres extrem ausgeprägten Rockers im Vorfuß hat sie schnell einen festen Platz in meiner Rotation bekommen, vor allem für lange Läufe, die ich lieber ohne Carbonplatte absolviere. Was mich beeindruckt, ist ihre Vielseitigkeit. Es ist ein Schuh, den man ohne langes Überlegen anzieht. Wenn ich aktuell nur ein Paar mit auf eine Reise nehmen dürfte, wäre es dieses. Die Azura will weder der schnellste noch der bequemste oder technisch ausgefeilteste Schuh sein. Dafür ist sie überall gut genug. Trotz der anspruchsvollen langen Läufe in der Marathonvorbereitung hatte ich am Tag danach kaum muskuläre Nachwirkungen. Dazu trägt auch die Dämpfung bei, die ihren Job gut macht. Für die nächste Version wünsche ich mir dennoch ein etwas komfortableres Mesh. Von einem Daily Trainer erwarte ich mehr Komfort.

Emma: Ich bin deutlich zwiegespaltener als Clément. Für mich ist die Azura ein vielseitiges Paar ohne klar ausgeprägten Spezialbereich. Genau das ist vielleicht die Grenze dieses Modelltyps. Ich mag Schuhe, die in einer bestimmten Disziplin besonders leistungsfähig sind, und setze deshalb auf eine größere Rotation. Die Dämpfung ist ordentlich, die Dynamik bei höherer Intensität sogar bemerkenswert. Weniger überzeugt haben mich die sehr steife Konstruktion und das geringe Gewicht, das offenbar zulasten der Haltbarkeit geht. Das gilt in meinem Fall umso mehr, da ich nach einer kürzlich erfolgten Fußoperation in diesem Bereich besonders empfindlich bin. Der Komfort bleibt hinter den Erwartungen zurück, was zum stark performance-orientierten Mesh passt. Sein Potenzial zeigt der Schuh vor allem bei Bergläufen, Schwellenläufen oder progressiven Dauerläufen, wenn das Tempo steigt und der Rocker stärker zur Geltung kommt.

Für wen?

Läuferinnen und Läufer, die einen vielseitigen Alleskönner suchen
Alle, die ausgeprägte Rocker lieben, also zum Beispiel Saucony-Fans
Läuferinnen und Läufer, die ein festeres Dämpfungsgefühl bevorzugen
Läuferinnen und Läufer, die einen leistungsfähigen Daily Trainer zu einem fairen Preis suchen

Die Saucony Endorphin Azura ist ein vielseitiger, zuverlässiger und spaßiger Laufschuh, der für ein sehr breites Publikum geeignet ist. Sie gehört zu den positiven Überraschungen des Jahresauftakts 2026. Ob als Teil einer Rotation oder als einziges Paar für alle Trainingsformen: Die Azura hat einiges zu bieten. Lockere Dauerläufe, Tempotraining, lange Läufe, sie ist eine sichere Wahl. Mit einem Preis von nur 160 € bleibt Saucony trotz des allgemeinen Preisanstiegs auf dem Boden und dürfte damit viele Läuferinnen und Läufer freuen.

Die Saucony Endorphin Azura gibt es auf der offiziellen Website saucony.com zum Preis von 160 €.