1000 Kilometer in 100 Stunden: die verrückte Herausforderung von 21 Studierenden

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Von Mergoil Melissa

Veröffentlicht am Mi., 9. September 2026

Aktualisiert am Mi., 9. September 2026

1000 Kilometer in 100 Stunden: die verrückte Herausforderung von 21 Studierenden

Inspiriert von der Aufbruchstimmung rund um die Olympischen Spiele im Sommer 2024 haben zwei Masterstudenten für psychologische Vorbereitung und Coaching in Montpellier ein ebenso ambitioniertes wie ungewöhnliches Projekt entwickelt: Sie wollen in weniger als 100 Stunden 1000 Kilometer als Staffel vom Arc du Peyrou bis zum Arc de Triomphe zurücklegen. Ihr Abenteuer 2ARCS bringt 21 Studierende zusammen, elf Männer und zehn Frauen, die ein gemeinsames Ziel verbindet: mentale Vorbereitung in einer außergewöhnlichen Teamleistung zu erforschen.

Im Gespräch mit Hugo Duchemin und Lucas Soustre, den Initiatoren dieser Herausforderung an der Schnittstelle von Sport, Psychologie und Teamzusammenhalt.


Ein verrücktes Projekt, von Studierenden ins Leben gerufen

1000 Kilometer als Staffel laufen, vom Arc du Peyrou in Montpellier bis zum Arc de Triomphe in Paris, und das in weniger als 100 Stunden. Das ist die verrückte Idee zweier Masterstudenten im Studiengang psychologische Vorbereitung und Coaching an der Fakultät für Sportwissenschaften STAPS. Ihr Ziel: mentale Coaches zu werden. Fast ein Jahr brauchten die Studierenden, um das Projekt von der ersten Idee bis zur Umsetzung reifen zu lassen. 21 Studierende aus dem ersten und zweiten Masterjahr werden an den Start gehen und versuchen, innerhalb des Zeitlimits die Hauptstadt zu erreichen. Unter ihnen sind ganz unterschiedliche Läuferinnen und Läufer zwischen 21 und 25 Jahren, mit unterschiedlich viel Lauferfahrung, aber einer Gemeinsamkeit: dem Willen, diese Wette im Namen der mentalen Vorbereitung zu gewinnen.

Wie entstand die Idee, Montpellier und Paris als Staffel zu verbinden?

„Die Idee entstand während der Olympischen Spiele im Sommer 2024. Überall wurde über die Bedeutung der mentalen Vorbereitung für Athletinnen und Athleten gesprochen. Wir wollten über mentale Vorbereitung sprechen, dachten über eine Herausforderung nach und kamen schließlich auf diese Idee: Laufen und mentale Vorbereitung miteinander zu verbinden und dabei Montpellier und Paris zu verknüpfen.“

Wann beginnt dieses außergewöhnliche Abenteuer?

„Treffpunkt ist am 8. Juni um 15 Uhr am Arc du Peyrou in Montpellier. Elf Männer und zehn Frauen werden starten und versuchen, diese Herausforderung zu meistern.“

Wie sieht die Logistik hinter dieser 100-Stunden-Staffel aus?

„Wir fahren mit einem Van und einem Begleitfahrzeug los. Die ersten Läufer starten in Dreiergruppen: eine laufende Person und zwei Personen auf dem Fahrrad. Danach wechseln sich die Dreiergruppen alle acht Stunden ab. Wir nehmen fünf Zelte mit, denn diejenigen, die nachts nicht laufen, müssen auf Campingplätzen schlafen können. Diese Herausforderung erfordert enorm viel Organisation, weil wir uns um alles selbst kümmern: Schlaf, Fahren, Laufen, Verpflegung und Versorgung. Zurzeit kümmern wir uns um die Finanzierung und suchen Partner, ohne dabei den sportlichen Aspekt der Herausforderung aus den Augen zu verlieren. Bald beginnen wir mit speziellen Trainingseinheiten und werden in Gruppen laufen, um uns auf diesen gemeinschaftlichen Teil einzustellen. So soll während unseres Abenteuers alles bestmöglich funktionieren.“

Welche Hindernisse sind euch bei der Umsetzung des Projekts bisher begegnet?

„Es gab einiges, aber zu den größten Herausforderungen gehörten die Abstimmung untereinander, die Priorisierung der Aufgaben, die Organisation des Projekts parallel zu unserem Studium und die Suche nach finanzieller Unterstützung, die Zeit und Energie kostet. Dieses Projekt wird uns auf jeden Fall viel für die Zukunft mitgeben, weil wir uns mit Themen auseinandersetzen, die weit außerhalb unseres Studienbereichs liegen. Management, Kommunikation, Sichtbarkeit, Finanzen … all das macht das Projekt in vielerlei Hinsicht sehr umfassend.“

Jeder Euro hilft uns weiter. Mit dem Geld finanzieren wir Benzin, Mautgebühren, GoPro-Kameras, Zelte, Verpflegung, die Versorgung unterwegs …“

Team 2ARCS

Gibt es kurz vor dem Start besondere Bedenken?

„Die Sorgen sind von Teilnehmer zu Teilnehmer unterschiedlich. Einige haben Respekt vor der sportlichen Herausforderung, andere machen sich mehr Gedanken über den Umgang mit Schlafmangel. Wir wiederum denken vor allem an die Sicherheit aller. Insgesamt ist die Stimmung gut, die Gruppendynamik stimmt. Das Wissen über Gruppendynamik hilft uns dabei, mit den Sorgen jedes Einzelnen umzugehen.“


● Um das Abenteuer in Echtzeit zu verfolgen, geht es hier entlang: www.instagram.com/projet_2arcs/

● Um die Herausforderung finanziell zu unterstützen: hier entlang!

Über die körperliche Leistung hinaus steht das Projekt 2ARCS für ein zutiefst menschliches Abenteuer, getragen von Teamgeist, Lernwillen und der gemeinsamen Leidenschaft fürs Laufen. Mit dieser etwas verrückten Wette verlassen die Studierenden den akademischen Rahmen und wenden die Prinzipien der mentalen Vorbereitung, mit denen sie sich im Studium beschäftigen, in der Praxis an. Ein konkreter und inspirierender Beweis dafür, dass die Kraft des Teams viele Grenzen verschieben kann.

Viel Erfolg dem gesamten Team und bis zum großen Start am 8. Juni in Montpellier!

Denkt daran: Jede Unterstützung zählt. Wir wünschen allen Mitgliedern des Projekts 2ARCS viel Erfolg bei dieser großartigen Herausforderung. Danke an Hugo und Lucas für das Gespräch.