Seit der Corona-Pandemie schießen immer mehr Laufclubs für Freizeitsportler aus dem Boden. Der Trend gewinnt weiter an Fahrt und ist besonders in den sozialen Netzwerken sichtbar. Die jüngste Initiative kommt von Diane Leyre, Miss France 2022: Mit „Running Queens“ startet sie eine Laufgruppe von Frauen für Frauen. Das erste Treffen findet am 23. November in Paris statt.
„Ich wollte einen Raum schaffen, in dem Frauen zusammenkommen, sich bewegen, durchatmen, reden, lachen und zu sich finden können. Einen Moment für sich, aber nie allein“, schrieb Diane Leyre im vergangenen Oktober auf Instagram. Die Siegerin des Schönheitswettbewerbs hat das Laufen erst vor einem Jahr für sich entdeckt und darin eine echte Form der Therapie gefunden. In ihren sozialen Netzwerken erklärte sie, dass der Sport ihren Alltag verändert und ihr eine Auszeit vom Alltag geschenkt habe, in der sie sich auf sich selbst konzentrieren könne. Die Model ermutigt ihre Community, insbesondere ihre weiblichen Follower, regelmäßig dazu, sich Zeit für Bewegung zu nehmen.
Ängste überwinden
Zahlreiche Interessierte fragten sie anschließend nach ihrem Training. Wie schafft man es, allein zu laufen, den ersten Schritt zu machen oder trotz eines vollen Terminkalenders Zeit dafür zu finden? Diese Fragen ihrer Fans brachten sie auf die Idee, einen reinen Frauen-Laufclub zu gründen.
Doch es geht um mehr als Motivation: Die Radiomoderatorin stellte fest, dass viele Frauen Angst davor haben, draußen zu trainieren, insbesondere wegen möglicher Übergriffe. Auch die Gründerin von Running Queens hat eine solche Situation erlebt. Sie wurde einmal in einem Zug verfolgt. Das Erlebnis hat sie geprägt und dazu gebracht, im Rahmen ihrer Möglichkeiten anderen Frauen zu helfen. Diese Sorge kennt auch Miss France 2022 aus eigener Erfahrung. Sie läuft gern abends, zu einer Tageszeit, die viele andere abschrecken kann. Die Initiative kommt nun, da die Tage kürzer werden, und schafft einen geschützten Rahmen, der Sicherheit gibt.
Frauen stärken
Running Queens ist ein Lauf unter Frauen, ohne Zeitmessung, ohne Druck, mit dem einfachen Wunsch, sich lebendig, stark und im Einklang mit sich selbst zu fühlen. Wir laufen, reden, tauschen uns aus und ermutigen uns Schritt für Schritt, unser Leben selbst in die Hand zu nehmen.
Die Idee ist, einen wohlwollenden, wertfreien Raum zu schaffen, in dem man sich „geschützt, aufgehoben und stark fühlt.“ Bei den Treffen soll es auch um Themen wie Motivation, Selbstvertrauen, mentale Gesundheit sowie den Mut gehen, sich etwas zu trauen, zu handeln und Entscheidungen zu treffen. „Es ist mehr als ein körperlicher Lauf, es ist ein Lauf nach innen“, sagte die Pariserin. Running Queens soll Läuferinnen dazu ermutigen, sich freier zu fühlen und den öffentlichen Raum selbstbewusst für sich zu beanspruchen, über den Sport hinaus. Die Bewegung will Läuferinnen neues Selbstvertrauen und damit in gewisser Weise auch mehr Macht geben.
Die ersten und nächsten Treffen finden in Paris statt: am 23. November morgens, am 27. November abends und am 30. November morgens anlässlich des 10-km-Laufs im 17. Arrondissement von Paris. Beim ersten Termin werden zehn Frauen dabei sein, die Zahl der Plätze soll im Laufe der kommenden Wochen schrittweise erhöht werden. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Online-Anmeldung über die Kanäle der ehemaligen Miss France erforderlich. Ihr Ziel ist, die Treffen möglichst vielen Frauen zugänglich zu machen. Diane Leyre bedauerte, dass manche Aktivitäten Geld kosten und dadurch ein Hindernis für den Sport werden.
Lust auf Bewegung machen
Diane Leyre ist nicht nur die Gründerin von Running Queens. Über ihre sozialen Netzwerke setzt sich das Model regelmäßig dafür ein, ihre Community zu mehr Bewegung zu motivieren. Die Läuferin nimmt sich immer wieder beim Training auf und teilt ermutigende, wohlwollende Botschaften. Vor einigen Wochen stellte sich die Laufneulingin der Herausforderung, den legendären Klassiker Marseille-Cassis zu laufen und sich dabei zu filmen. So liefert sie positive Inhalte und gibt ihren Followern einen kräftigen Schubs in Richtung Laufen.
Diane Leyre will nicht einfach nur einen reinen Frauen-Laufclub gründen, sondern einen wohlwollenden Rahmen schaffen, der Frauen zum Training draußen ermutigt. Zweifelsohne wird Running Queens zahlreiche Anhängerinnen gewinnen. Eine begrüßenswerte Initiative, die zur weiteren Verbreitung des Laufsports beiträgt und Läuferinnen dazu ermutigt, sich den öffentlichen Raum selbstbewusst und unbeschwert anzueignen.
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