Hochkarätiges Feld beim Paris-Marathon 2025 mit Hassan Chahdi
Am Sonntag, dem 13. April 2025, vibrieren die Straßen von Paris wieder im Rhythmus des Marathonfelds. Bei der 48. Ausgabe des Schneider Electric Marathon de Paris ist das Elitefeld so stark besetzt wie selten, allen voran mit dem mit Spannung erwarteten Franzosen Hassan Chahdi, der 2024 in London 2:07:30 Stunden lief. Auch die Streckenrekordhalter Elisha Rotich (2:04:21 im Jahr 2021) und Judith Jeptum Korir (2:19:48 im Jahr 2022) sind dabei. Wie so oft in Paris deutet alles auf ein großes Duell zwischen Äthiopien und Kenia hin. Mit Rekorden im Visier und großen französischen Ambitionen verspricht die Stimmung in der Hauptstadt elektrisierend zu werden.
Frauenfeld: Dibaba, Korir und eine Elitearmada auf Siegeskurs
Bei den Frauen ist das Feld 2025 schlicht beeindruckend besetzt: Sechs Läuferinnen sind bereits unter 2:20 Stunden geblieben. Im Mittelpunkt steht die äthiopische Lauflegende Tirunesh Dibaba, dreifache Olympiasiegerin mit einer Bestzeit von 2:17:56 Stunden. Nach mehreren Jahren abseits der Marathonbühne markiert ihr Start in Paris ein mit Spannung erwartetes Comeback.
Die Äthiopierinnen Bedatu Hirpa (2:18:27), Dera Dida (2:18:32) und Zinash Senbeta (2:21:05) machen das hochkarätige Feld komplett. Die Kenianerin Angela Tanui, Siegerin von Amsterdam 2021 (2:17:57), und ihre Landsfrau Judith Jeptum Korir, die den Streckenrekord in Paris hält, wollen ebenfalls ganz vorne landen.
Weitere Namen, auf die man achten sollte: Evaline Chirchir (2:20:33 in Valencia), Visiline Jepkesho (2:21:37) und die Tansanierin Magdalena Shauri, 2023 Dritte in Berlin (2:18:41). Der Frauenmarathon startet zeitgleich mit dem Rennen der Männer und verspricht ein echtes Spektakel zu werden.
Männerfeld: Hassan Chahdi als französischer Hoffnungsträger
Bei den Männern richten sich die französischen Blicke auf Hassan Chahdi, einen der besten französischen Marathonläufer der Geschichte. Nach seinen 2:07:30 Stunden in London 2024 und einem starken 20. Platz bei den Olympischen Spielen in Paris kehrt der Läufer von AL Voiron mit großen Ambitionen auf eine Strecke zurück, die er bestens kennt. 2017 lief er hier bereits vielversprechende 2:10:20 Stunden, ehe er 2021 eine schwierigere Phase erlebte.
Als feste Größe der französischen Laufszene will Hassan Chahdi vor heimischem Publikum glänzen. Das Ziel? Die persönliche Bestzeit verbessern und vielleicht sogar aufs Podium laufen. Unterstützt wird er von einer ambitionierten französischen Delegation mit Yohan Durand (2:09:21 in Paris 2021), Jason Pointeau (2:10:35) und Florian Caro (2:13:42), die ebenfalls ihre Bestzeiten angreifen wollen.
Die internationale Konkurrenz ist stark. Die Äthiopier Olika Adugna Bikila, Tsedat Ayana, Hailu Zewdu und Desalegn Girma haben allesamt Bestzeiten um 2:06 Stunden. Kenia schickt wie gewohnt ein Eliteaufgebot ins Rennen: Bernard Biwott (Sieger in Frankfurt 2024, 2:05:54), Titus Kimutai Kipkosgei (2:07:12 in Mailand 2024), Dominic Ngeno (2:07:23 in Toronto 2024) und weitere erfahrene Läufer, die das Rennen von Beginn an beschleunigen können.
Nicht zu vergessen die Rückkehr des Streckenrekordlers Elisha Rotich, der in einer Stadt, in der er 2021 Geschichte schrieb, erneut ein Ausrufezeichen setzen könnte. Und aus dem Schatten könnten Außenseiter wie Ghirmay Ghebreslassie (Weltmeister 2015) oder der Dschibutier Ibrahim Hassan (2:06:33 in Abu Dhabi 2024) für eine Überraschung sorgen.
Die wichtigsten Zahlen zum Rennen
2024 triumphierte der Äthiopier Mulugeta Uma in 2:05:33 Stunden, während seine Landsfrau Mestawut Fikir das Frauenrennen in 2:20:45 Stunden gewann. Aus französischer Sicht waren Adrien Toucas (12.) und Laurie Maleysson (14.) die Besten. Sie kamen nach 2:17:06 beziehungsweise 2:46:29 Stunden ins Ziel.
Die Streckenrekorde gehören weiterhin Elisha Rotich (2:04:21 im Jahr 2021) und Judith Jeptum Korir (2:19:48 im Jahr 2022). Beide sind in diesem Jahr dabei und wollen ihre damalige Leistung wiederholen. Erwähnenswert ist außerdem das Rennen der Para-Athleten, das als französische Para-Meisterschaft ausgetragen wird. Mit Athleten wie Julien Casoli und Nadège Monchalin verkörpert es den inklusiven Geist der Veranstaltung. Für den Veranstalter Amaury Sport Organisation ist das ein besonders wichtiger Aspekt.
Jahr für Jahr bestätigt der Paris-Marathon seinen Platz unter den prestigeträchtigsten Rennen der Welt. 2024 stellte die Veranstaltung mit mehr als 55.000 Meldungen, darunter 33 Prozent internationale Teilnehmer, einen neuen Beteiligungsrekord auf und bot ein bemerkenswert hohes Leistungsniveau. Die durchschnittliche Zielzeit lag bei 4:11:23 Stunden. Damit belegt Paris weltweit den fünften Platz unter den schnellsten Marathons mit mehr als 20.000 Teilnehmern, hinter Valencia, Berlin, Boston und Tokio.
Mit einem derart dichten und hochkarätigen Elitefeld verspricht der Schneider Electric Marathon de Paris 2025 einer der großen Höhepunkte der Laufsaison zu werden. Rekorde im Visier, Duelle zwischen Äthiopien und Kenia sowie legendäre Athleten wie Tirunesh Dibaba und Elisha Rotich sorgen für maximale Spannung. Aus französischer Sicht sind die Erwartungen an Hassan Chahdi hoch. Seine Form und Erfahrung könnten den Traum vom französischen Sieg in Paris neu entfachen, 22 Jahre nach dem Triumph von Benoît Zwierzchiewski. Eines steht fest: Am 13. April steht der Hauptstadt ein historischer Tag bevor.