Paris-Marathon 2025: Die unverzichtbare Ausrüstung
Stell dir vor, du läufst über das Pflaster der Champs-Élysées, folgst der Seine mit dem Eiffelturm im Hintergrund und überquerst die Ziellinie mit dem Gefühl, alles gegeben zu haben. Damit dieses einzigartige Erlebnis reibungslos bleibt, ist die richtige Ausrüstung entscheidend. Die 48. Ausgabe des Paris-Marathons steht vor der Tür. Zeit also, deine Laufausrüstung zu prüfen und dich gezielt auf deine Ziele beim nächsten Paris-Marathon vorzubereiten.
Die goldene Regel: Ausrüstung testen
Man kann es wohl nicht oft genug sagen: Teste deine Ausrüstung, um viele Probleme frühzeitig zu erkennen. Blasen, Scheuerstellen, zu warme Materialien oder Verdauungsprobleme: Wer sein Material vorher ausprobiert, steht am Renntag mit vollem Vertrauen in die eigene Ausrüstung an der Startlinie. Die Schlüsseleinheiten deiner Marathonvorbereitung und die langen Läufe eignen sich perfekt, um das Rennen zu simulieren. Nutze diese Einheiten für einen vollständigen Praxistest.
Damit ist es noch nicht getan: Auch die Ausrüstung spielt eine entscheidende Rolle für die Leistung. Oft denken wir an die Trainingskilometer, die mentale Vorbereitung und die spezifischen Einheiten. Die Ausrüstung wird bei der Optimierung der Leistung trotzdem häufig vergessen.
Auf diesen vier Säulen sollte eine gute Ausrüstung aufbauen:
Komfort: Verhindert Reizungen, Blasen und Scheuerstellen.
Leistung: Bietet gute Dämpfung und sicheren Halt.
Belastungssteuerung: Herzfrequenz und Tempo im Blick behalten.
Sicherheit: Regelmäßig trinken und sich vor schlechtem Wetter schützen.
Das brauchst du für den Paris-Marathon
✓ Die Schuhe: dein wichtigster Verbündeter
Das unvermeidliche Paar Laufschuhe! Zwar laufen manche Athleten den Marathon barfuß wie der Olympiasieger Abebe Bikila, doch für die 42,195 Kilometer vor dir sind Schuhe (fast) unverzichtbar. Die Wahl des richtigen Schuhpaars ist entscheidend. Beim Marathon sollten sie gut dämpfen und zu deinem Laufstil und deinem Läuferprofil passen. Entscheidend ist die richtige Balance zwischen Leistung und Komfort. Viel hängt davon ab, welches Ziel du beim nächsten Paris-Marathon verfolgst. Ein leichteres Paar reduziert die muskuläre Ermüdung, ist aber wahrscheinlich weniger komfortabel als ein etwas robusteres Modell.
Seit einigen Jahren erfreuen sich Carbonschuhe immer größerer Beliebtheit. Sie können die Laufzeiten deutlich verbessern. Die Platte unterstützt den Abdruck und treibt den Körper nach vorn. Wenn du bisher noch keine Erfahrung damit hast und es ausprobieren möchtest, wähle ein passendes Modell und teste es unbedingt vor dem Renntag.
✓ Die Kleidung: leicht und leistungsstark
Wie die Schuhe beeinflusst auch die Laufbekleidung deine Leistung, vor allem aber deinen Komfort. Denk daran: Ein Marathon bedeutet mehrere Stunden Belastung. Natürlich wirst du schwitzen. Falls nicht, bist du vermutlich wirklich viel zu locker und zu stark unterwegs! Schweiß kann durch die Belastung Hautreizungen verursachen und nach mehreren Kilometern äußerst unangenehm werden. Die Laufbekleidungsmarken haben deshalb leichte und atmungsaktive Textilien entwickelt. Für den Paris-Marathon empfehlen wir genau solche Kleidungsstücke. Flache Nähte verhindern Scheuerstellen, die Materialien sind leicht und für unterschiedlichste Bedingungen geeignet.
Im April gilt: Nicht bis auf den letzten Faden ausziehen … Der Paris-Marathon findet meist in der ersten Aprilhälfte statt. Beim Wetter ist das jedes Mal ein kleines Glücksspiel. Es kann angenehm und sonnig sein, aber ebenso kühl und feucht. Gewissheit hast du erst wenige Tage vorher. Plane deshalb sowohl eine Ausrüstung für Regen als auch Kleidung für frühlingshaftes Wetter ein.
Kleine Extras wie eine Kappe, eine Sonnenbrille, Armlinge oder leichte Handschuhe sind leicht zu besorgen und können einem Läufer manchmal den Tag retten!
Kleiner Tipp: Bei warmem Wetter solltest du helle Farben bevorzugen. Ein schwarzes T-Shirt absorbiert etwa 90 % der Sonnenenergie, die auf es trifft. Ein Teil dieser Energie wird anschließend als Wärme an deinen Körper abgegeben.
✓ Zubehör: für mehr Leistung
Eigentlich braucht man zum Marathonlaufen nur ein Paar Schuhe und etwas Kleidung. Doch kleines Zubehör kann helfen, die Leistung zu optimieren und den Komfort zu verbessern.
Gemeint ist zum Beispiel eine vernetzte GPS-Uhr, die viele Läufer am Handgelenk tragen. Zusammen mit einem Brustgurt kannst du damit deine Herzfrequenz verfolgen und sicherstellen, dass du nicht zu schnell läufst. Die GPS-Funktion zeigt dir dein Tempo und hilft, die geplanten Durchgangszeiten einzuhalten. Bei manchen Modellen lassen sich außerdem Erinnerungen an die Verpflegung einstellen.
Verschiedene Tragesysteme wie ein Laufgürtel oder eine Trinkgürtel eignen sich perfekt, um Softflask und Verpflegung mitzunehmen. Laufgürtel sitzen sicher und bieten Platz für kleine Reserven, ohne beim Laufen zu sehr zu stören.
Apropos Softflask: Diese 250 oder 500 ml fassenden Behälter sind ideal, um Wasser oder ein isotonisches Getränk mitzunehmen. So kannst du trinken, ohne vollständig von den Verpflegungsstationen des Rennens abhängig zu sein. Softflasks sind flexibel und nehmen leer im Gürtel kaum Platz ein.
✓ Ernährung: entscheidend gegen den Hungerast
Du möchtest den Marathon zur Tortur machen? Ganz einfach: nichts trinken, nichts essen. Spaß beiseite. Die Versorgung mit Energie und Flüssigkeit während des Rennens ist entscheidend, wenn du die Ziellinie erreichen und dein Ziel im Blick behalten willst.
Um voranzukommen, braucht dein Körper Treibstoff wie ein Auto. Dieser Treibstoff, also Energie, stammt aus Kohlenhydraten. Mit dem Abendessen am Vortag und deinem Frühstück hast du deinem Körper bereits Kohlenhydrate zugeführt. Für die gesamte Marathondistanz reicht das aber nicht aus. Deshalb musst du während des Rennens Kohlenhydrate in Form von Gels, Riegeln oder Pürees aufnehmen. Führst du deinem Körper keine Energie zu, zehrst du weiter von den eigenen Reserven, bis nichts mehr übrig ist. Du wirst dich schwach fühlen und manchmal sogar Schwindel verspüren. Du bekommst Hunger!
Versorge dich während des Marathons regelmäßig, alle 20 Minuten, und wechsle zwischen Gel, Getränk und Püree, um Magen-Darm-Beschwerden zu vermeiden. Wie deine Ausrüstung solltest du auch deine Ernährungsstrategie testen, und zwar im Training.
Jetzt musst du deine Ausrüstung für den nächsten Paris-Marathon nur noch auswählen, testen und anpassen. Richte unsere Tipps an deinen Gewohnheiten und dem aus, was du gerne trägst. Die unverzichtbare Ausrüstung für den Paris-Marathon ist vor allem die, in der du dich wohlfühlst.