London-Marathon 2025: Die Schlüsselzahlen eines superschnellen Rennens

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Von Alanis Duc

Veröffentlicht am Mi., 9. September 2026

Aktualisiert am Mi., 9. September 2026

London-Marathon 2025: Die Schlüsselzahlen eines superschnellen Rennens
© Thomas Lovelock / London Marathon

Der London-Marathon enttäuscht nie. Der größte Marathon der Welt hat einmal mehr eine perfekte Ausgabe geliefert. 56.640 Läuferinnen und Läufer erhielten die begehrte Finisher-Medaille. Damit verweist London New York auf den zweiten Platz und führt nun die Rangliste der Marathons mit den meisten Finishern an. Die 45. Ausgabe bleibt vor allem wegen des Weltrekords der Äthiopierin Tigist Assefa in Erinnerung.

London verweist New York auf den zweiten Platz

Dass der Rekord wackelte, war bekannt. London ließ New York dann aber deutlich hinter sich. Die Veranstaltung hatte bereits angekündigt, wohin die Reise geht: Mit 840.318 Läuferinnen und Läufern stellte sich eine Rekordzahl der Herausforderung, um eines der begehrten Starttickets zu ergattern. Eine schlichtweg außergewöhnliche Zahl.

Auf der anderen Seite des Atlantiks geriet der Rekord für die meisten Finisher bei einem Marathon, den bislang New York hielt, ins Wanken. Am Sonntag, dem 27. April 2025, überquerten 56.640 mutige Läuferinnen und Läufer die Ziellinie auf The Mall vor den Toren des Buckingham Palace. Damit verdrängt London die 55.646 Finisher des New York-Marathons 2024 aus den Geschichtsbüchern.


Eine superschnelle Ausgabe

Der London-Marathon 2025 hielt, was er versprochen hatte, und bot außergewöhnliche Leistungen. Die Äthiopierin Tigist Assefa schrieb Geschichte, als sie bei einem reinen Frauenrennen den Weltrekord brach und nach 2:15:50 Stunden die Ziellinie überquerte. Bei den Männern versprach das hochkarätige Starterfeld ein Rennen auf höchstem Niveau: Der Halbmarathon-Weltrekordler Jacob Kiplimo, Marathon-Olympiasieger Tamirat Tola sowie die Legenden Eliud Kipchoge und Kenenisa Bekele ließen einen denkwürdigen Zweikampf erwarten. Auch wenn das Rennen einen anderen Verlauf nahm als erwartet, erlebten die Fans des Straßenlaufs einen packenden Wettkampf. Der Kenianer Sebastian Sawe setzte sich in beeindruckenden 2:02:27 Stunden durch. Das war die zweitschnellste Zeit in der Geschichte des London-Marathons. Jacob Kiplimo wurde in 2:03:37 Stunden Zweiter und bewies, dass künftig auch auf der Königsstrecke mit ihm zu rechnen ist.


Die Para-Athleten mit beeindruckendem Tempo

Im Rollstuhl dominierte die Schweizerin Catherine Debrunner das Rennen in 1:34:18 Stunden und stellte dabei einen neuen Streckenrekord auf. Marcel Hug setzte seine Dominanz fort und feierte in 1:25:25 Stunden seinen fünften Sieg in Folge. Bei den Briten sorgte Eilish McColgan für Aufsehen: Als erste Britin im Ziel stellte sie in 2:24:25 Stunden einen schottischen Rekord auf und löschte damit die Bestmarke ihrer Mutter Liz McColgan aus dem Jahr 1996. Bei den Männern glänzte Mahamed Mahamed als bester Brite und britischer Meister von UK Athletics mit einem starken neunten Platz.


44 Guinness-Weltrekorde bei einem Rennen

Die Eliteläufer waren an diesem Sonntag nicht die Einzigen, die mit ihren Leistungen für Aufsehen sorgten. Zahlreiche Läuferinnen und Läufer waren angetreten, um höchst ungewöhnliche Weltrekorde zu brechen und damit ins begehrte Guinness World Records aufgenommen zu werden. Dazu gehörte der neue Weltrekord im Marathonanzug für Männer: Soh Rui Yong absolvierte den Lauf in starken 2:39:57 Stunden. Auch der Männerrekord im Marathon mit Schaumstoff-Clogs fiel, in 2:48:48 Stunden. Noch skurriler: Sowohl der Männer- als auch der Frauenweltrekord im Marathon im Krustentierkostüm wurde gebrochen. Insgesamt wurden bei der Veranstaltung 44 Guinness-Weltrekorde aufgestellt.


Die Charity-Läufer waren wieder dabei

Seit 1981 gehört der London-Marathon, den der Olympiasieger Chris Brasher ins Leben rief, zu den wohltätigsten Sportveranstaltungen der Welt. Schon bei der ersten Ausgabe sammelte das britische Rennen Geld für zahlreiche Organisationen. Um Spenden zu fördern, nutzen manche Läufer ihre Weltrekordversuche als Plattform, um Aufmerksamkeit zu schaffen. Bei der Ausgabe 2025 kamen 67 Millionen Pfund für wohltätige Zwecke zusammen. Pancreatic Cancer UK war in diesem Jahr die offizielle Charity-Organisation. Seit seiner Gründung hat der London-Marathon mehr als eine Milliarde Pfund für wohltätige Zwecke gesammelt.


800.000 Zuschauer an den Straßen Londons

Mit fast 800.000 Zuschauern entlang der Strecke bestätigte der London-Marathon 2025 einmal mehr seinen Status als großes Volksfest. Vom Themseufer über die Umgebung der Tower Bridge und die belebten Straßen von Westminster bis zum majestätischen Ziel auf The Mall war die Begeisterung der Londoner und Besucher ungebrochen. Gesänge, Anfeuerungsrufe und bunte Plakate: Die Energie des Publikums machte jeden Kilometer zu einem besonderen Moment. Diese mitreißende Unterstützung trägt dazu bei, dass der London-Marathon zu den spektakulärsten und herzlichsten Veranstaltungen der internationalen Laufszene zählt.


Termin vormerken: 26. April 2026

Der Termin für die nächste Ausgabe des London-Marathons steht fest: Am 26. April 2026 steigt wieder eines der größten Rennen der Welt. Die Startplätze dürften auch diesmal schnell vergeben sein für dieses legendäre Lauferlebnis in der britischen Hauptstadt. Es gibt mehrere Möglichkeiten, an einen Startplatz zu kommen: Verlosung, Charity-Startplatz, Reiseveranstalter und mehr. Dieser Artikel erklärt ausführlich, wie du dich für den London-Marathon anmelden kannst.

✔ Wie kann ich mich für den London-Marathon 2026 anmelden?


Der London-Marathon baut seinen Vorsprung im Rennen um den Titel des größten Marathons der Welt weiter aus. Mit mehr als 56.000 Finishern in diesem Jahr stellt sich die Frage: Kann London die symbolische Marke von 60.000 Teilnehmern knacken? Die Antwort gibt es am 26. April 2026.