Das DNF-Phänomen: Warum brechen Läufer einen Marathon ab?

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Von Mergoil Melissa

Veröffentlicht am Mi., 9. September 2026

Aktualisiert am Mi., 9. September 2026

Das DNF-Phänomen: Warum brechen Läufer einen Marathon ab?
© ASO

„Did Not Finish“: Dafür steht DNF. Ein Rennen wegen eines Abbruchs nicht zu beenden, ist der Albtraum vieler Läufer und trotzdem keine Seltenheit. Doch warum bricht jemand einen Marathon ab? Wir gehen den Gründen nach, die Läufer davon abhalten, ihr Rennen zu Ende zu bringen.

1. Der Schmerz

Leider gehört er bei einem Marathon für viele zum Rennen dazu. Die Königsdisziplin verzeiht wenig und verschont niemanden. Neben kleineren Beschwerden und lästigen Zipperlein kann der Schmerz irgendwann unerträglich werden. Dann ziehen Läufer lieber die Reißleine, statt während dieses ohnehin fordernden Rennens noch mehr zu leiden.

2. Die Verletzung

Jeder Läufer fürchtet sie, und trotzdem trifft es viele. Kreuzbandriss, Sprunggelenksdistorsion, Ermüdungsbruch, Sehnenentzündung, Schambeinentzündung, Knochenhautentzündung … Die Liste der Verletzungen ist lang. Sobald sich eine davon bemerkbar macht, lässt sie sich kaum noch ignorieren. Weiterzulaufen ist dann oft gar nicht mehr möglich.

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3. Der mentale Einbruch

Der Begriff ist geläufig, und das Bild spricht für sich. Beim Marathon zählt neben der körperlichen Belastung vor allem die mentale Stärke. Am Renntag braucht es nicht nur frische Beine, sondern auch einen eisernen Willen, um weiterzulaufen. Doch manchmal ist einfach nicht der richtige Tag. Wenn der Kopf nicht mehr mitspielt, wird das Weiterlaufen schwierig, bis der Wunsch nach dem Abbruch übermächtig wird.

4. Schwierige Wetterbedingungen

Zu heiß, zu windig, zu nass, zu kalt … Bei widrigen Wetterbedingungen fällt jeder Schritt schwerer. Man muss kämpfen, weiterlaufen und sich immer wieder neu motivieren. Doch manchmal wird die Belastung zu groß und der Läufer steigt aus.

5. Eine schlechte Renneinteilung

Eine fehlerhafte Ernährungs- oder Flüssigkeitsstrategie, ein zu hohes Anfangstempo oder ungeeignete Ausrüstung … Solche Fehler können das Gleichgewicht im Rennen aus der Bahn werfen und zum Abbruch führen.


Trotzdem ist ein Marathonabbruch nicht immer ein Scheitern. Manchmal zeugt er von klarem Urteilsvermögen, mitunter ist er sogar eine Frage des Selbstschutzes. Ein Abbruch ist besser als eine langwierige Verletzung. Das DNF-Phänomen zeigt, dass ein Marathon eine komplexe und anspruchsvolle Herausforderung ist, bei der körperliche, mentale und logistische Vorbereitung perfekt zusammenspielen müssen.

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