Die Top 10 der französischen Marathonläufer und -läuferinnen 2025
Der französische Marathon erlebt seit zwei Jahrzehnten eine seiner stärksten Phasen, die Zeiten waren noch nie so schnell. Innerhalb von nur zwei Saisons wurden die Landesrekorde pulverisiert, bei den Männern häufen sich Zeiten unter 2:07 Stunden und 2:24 Stunden sind für mehrere Französinnen inzwischen eine realistische Marke. Diese Leistungen sind weit mehr als bloße Statistik: Sie zeigen, wie der französische Langstreckenlauf an Fahrt gewinnt. Optimierte Strecken, neue Talente, der Einfluss der „Super Shoes“ und ein neu erwachter Olympia-Ehrgeiz treiben diese Entwicklung an.
✓ Wir haben die zehn schnellsten französischen Marathonzeiten bei Männern und Frauen zusammengetragen. Eine Momentaufnahme in Zahlen, aber auch ein Blick auf eine Disziplin, die in Frankreich gerade mächtig an Fahrt aufnimmt.
➜ Hier kommt die Liste der zehn besten Leistungen bei Männern und Frauen:
Top 10 der schnellsten Franzosen im Marathon
1 – Morhad Amdouni (Val d’Europe Montévrain Athlétisme) – 2:03:47 beim Sevilla-Marathon (18.02.2024)
2 – Mehdi Frère (Pays De Fontainebleau Athlétisme) – 2:05:41 beim Valencia-Marathon (03.12.2023)
3 – Nicolas Navarro (SCO Ste-Marguerite Marseille) – 2:05:52 beim Valencia-Marathon (03.12.2023)
4 – Benoît Zwierzchiewski (SCO Ste-Marguerite Marseille) – 2:06:36 beim Paris-Marathon (06.04.2003)
5 – Félix Bour (Racing Multi Athlon) – 2:06:45 beim Valencia-Marathon (03.12.2023)
6 – Driss El Himer (Olympique de Marseille Athlétisme) – 2:06:48 beim Paris-Marathon (06.04.2003)
7 – Abderrazak Charik (Racing Multi Athlon) – 2:07:19 beim Valencia-Marathon (01.12.2024)
8 – Patrick Tambwe Ngole (Lille Métropole Athlétisme) – 2:07:30 beim Tiberias-Marathon (12.01.2012)
9 – Hassan Chahdi (Al Voiron) – 2:07:30 beim London-Marathon (21.04.2024)
10 – Emmanuel Roudolff-Levisse (Athlé 92) – 2:07:40 beim Sevilla-Marathon (23.02.2025)
Das Wichtigste
Benoît Zwierzchiewskis Rekord von 2:06:36 aus dem Jahr 2003 hielt 19 Jahre lang. In der Ära vor den „Super Shoes“ ist das eine außergewöhnliche Beständigkeit.
2022 unterbot Amdouni diese Marke in Paris und pulverisierte den Rekord 2023 in Sevilla.
Im Februar 2024 lief er in Sevilla erneut 2:03:47 und schraubte den Rekord weiter nach unten.
Top 10 der schnellsten Französinnen im Marathon
Lange Zeit geprägt von Zeiten jenseits der 2:28 Stunden, erlebte der französische Frauenmarathon zu Beginn der 2010er-Jahre mit dem Aufstieg von Christelle Daunay einen Wendepunkt. Danach etablierten sich Méline Rollin, Manon Trapp und Mekdes Woldu als neue Maßstäbe.
1 – Mekdes Woldu (Entente Franconville Césame Val-d’Oise) – 2:23:13 beim Barcelona-Marathon (16.03.2025)
2 – Manon Trapp (Entente Savoie Athlé) – 2:23:36 beim Sevilla-Marathon (23.02.2025)
3 – Méline Rollin (GRAC Athlétisme) – 2:24:12 beim Sevilla-Marathon (18.02.2024)
4 – Christelle Daunay (SCO Ste-Marguerite Marseille) – 2:24:12 beim Paris-Marathon (11.04.2010)
5 – Melody Julien (Association Multisports Montredonnaise) – 2:25:00 beim Valencia-Marathon am 03.12.2023
6 – Clémence Calvin (Martigues Sport Athlétisme) – 2:26:28 beim Marathon der Berliner Leichtathletik-Europameisterschaften (12.08.2018)
7 – Fadouwa Ledhem (Racing Multi Athlon) – 2:25:47 beim Valencia-Marathon (03.12.2023)
8 – Chantal Dallenbach (Club d’Athlétisme à La Possession) – 2:28:27 beim Paris-Marathon (07.04.2002)
9 – Anaïs Quemener (La Meute Running) – 2:28:43 beim Sevilla-Marathon (18.02.2024)
10 – Corine Raux (Endurance 72) – 2:28:48 beim Paris-Marathon (10.04.2005)
Die entscheidenden Punkte
Christelle Daunay prägte die Jahre 2000 bis 2010 und steigerte sich kontinuierlich bis zu ihrem Rekord 2010.
14 Jahre lang blieb diese Marke unangetastet, bis zwischen 2024 und 2025 die neue Generation mit Méline Rollin, Manon Trapp und Mekdes Woldu auf den Plan trat.
Mekdes Woldu stellte am 16. März 2025 in Barcelona den neuen französischen Rekord auf, nur 21 Tage nachdem ihre Nationalmannschaftskollegin Manon Trapp in Sevilla 2:23:38 gelaufen war (23. Februar 2025).
Diese Top 10 ist nicht in Stein gemeißelt. Sie spiegelt einen französischen Marathon im Wandel wider, in dem eine Bestmarke nach der anderen fällt. Hinter den Zahlen stehen Gesichter, persönliche Wege, mutige Entscheidungen für schnelle Rennen im Ausland und unzählige Trainingsstunden abseits des Rampenlichts.
Heute sorgen Frankreichs Marathonläuferinnen und -läufer für Gänsehautmomente. Zuletzt schnappte sich Mekdes Woldu am 16. März mit 2:23:13 den Landesrekord. Zuvor hatte sie bereits den französischen Halbmarathonrekord gehalten, inzwischen gehört auch die 10-Kilometer-Bestmarke ihr. Die ASICS-Athletin löste damit Manon Trapp ab, die erst drei Wochen zuvor in Sevilla einen neuen Rekord aufgestellt hatte. Das sind vielversprechende Aussichten für Frankreichs Marathonläuferinnen. Und auch bei den Männern ist das letzte Wort noch nicht gesprochen: Sie laufen inzwischen in einem Tempo nahe 20 km/h und damit Zeiten unter 2:07 Stunden.