Marie Oheix erlebt Kenias Tartan

MM
Von Mergoil Melissa

Veröffentlicht am Mi., 9. September 2026

Aktualisiert am Mi., 9. September 2026

Marie Oheix erlebt Kenias Tartan

Vor wenigen Tagen war Marie Oheix, ehemalige Teilnehmerin von Koh-Lanta, für zwei Wochen intensiven Trainings in Kenia, im Land des überragenden Eliud Kipchoge. Es war ihre erste Reise dorthin. Mehr als 200 Kilometer in 15 Tagen sprechen dafür, dass das Trainingslager seine Versprechen gehalten hat: Es war intensiv.

| In diesem Interview erzählt Marie von ihren Erfahrungen in diesem berühmten Land der Champions.


Trainingslager in Iten, Kenia 

Wie beginnt das Abenteuer ?

« Alles beginnt mit einem Flug nach Nairobi und am nächsten Tag mit einem Inlandsflug nach Iten. Sobald du dort ankommst, ist es verrückt: Es riecht förmlich nach Laufen. Überall hängen Plakate und Werbung, die Menschen laufen auf den Straßen, und da ist diese berühmte rote Erde, die man von den Fotos kennt. In diesem Moment wird mir klar, dass ich hier wirklich etwas ganz Besonderes erleben werde. »


Wie sah ein typischer Tag aus ?

« Die Tage waren strikt getaktet, Langeweile kam nicht auf. Der Wecker klingelte meistens gegen 7 Uhr, um 8:30 Uhr ging es nach einem guten, reichhaltigen Frühstück zum Training. Morgens standen immer spezifische Einheiten auf dem Plan, damit wir der steigenden Hitze im Tagesverlauf zuvorkamen. Straßenlauf, Trail im Wald oder Fartlek … wir wechselten ab. Mittags gab es eine Pause mit Mittagessen und anschließend Zeit zum Erholen, für ein Nickerchen, Spaziergänge oder Massagen. Nach einem kleinen Snack ging es mit der zweiten Einheit des Tages weiter: lockerer Lauf, Radfahren, Stabilisation oder Krafttraining, wir konnten wählen. Danach folgte das Abendessen und der Abend mit Spielen, Karaoke und Gesprächen am Lagerfeuer … Es war intensiv, aber jeder Tag war anders, und es war einfach großartig. »


Wie sind die Bedingungen dort ?

« Tagsüber ist es mit ungefähr 25 °C ziemlich warm, die Sonne brennt, aber nachts kühlt es stark ab. Iten liegt auf 2.400 Metern Höhe. Die Höhenlage beeinflusst nicht nur die Temperatur, sondern auch den Körper beim Training. Am Anfang war es sehr schwierig, man braucht Zeit zur Akklimatisierung. Seit ich wieder in Frankreich bin, fühlt sich alles unglaublich an. Ich habe wirklich den Eindruck zu fliegen (lacht). »

Was war die größte Entdeckung während des Aufenthalts ?

« Ich war selbst überrascht, dass ich bestimmte Tempi halten und jeden Tag hart trainieren konnte. Ich war hochmotiviert. Kurioserweise habe ich festgestellt, dass ich lieber morgens laufe, obwohl ich das im Alltag nie mache. Iten hat mir ermöglicht, meine Komfortzone zu verlassen und mich während dieser zwei Wochen ganz meiner Leidenschaft zu widmen. »


« Wenn du auf die Bahn kommst, sind überall Menschen. 200 Läufer sind da, wärmen sich fast militärisch auf und teilen sich die Bahnen.

Eine Anekdote ?

« In Iten ist das Kamariny Stadium legendär. Diese Bahn ist buchstäblich der Tempel der Läufer. Wenn du auf die Bahn kommst, sind überall Menschen. 200 Läufer sind da, wärmen sich fast militärisch auf und teilen sich die Bahnen. Wenn man Marie zuhört, versteht man, dass dieses Bild lange in Erinnerung bleiben wird, als unvergessliches Erlebnis dieser Reise. »


Das Fazit

Drei Wörter, um die Erfahrung zu beschreiben ?

| Im Gespräch mit Marie fielen immer wieder bestimmte Wörter, um diese Erfahrung zu beschreiben

INTENSIV – Eine völlig verrückte Erfahrung: zwei Wochen mitten in etwas Unermesslichem, Intensivem und völlig Ungewohntem. 

MENSCHLICH – Die menschliche Seite war allgegenwärtig: gemeinsame Momente, Begegnungen und Freundschaften. Zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern entstanden sehr enge Verbindungen.

ABSCHALTEN – In einer hypervernetzten Welt ist Abstand vom Dauerrauschen kostbar. Das Leben in der Gemeinschaft, diese wohlwollende Blase und die schwache WLAN-Verbindung halfen Marie, loszulassen und den Aufenthalt voll auszukosten.


Eine Reise, die weit über das Laufen hinausgeht

« Aus den Worten dieser Läuferin wird deutlich, dass die Erfahrung weit über die Laufschuhe hinausgeht. Es war eine sportliche Reise, aber nicht nur. Den Alltag kenianischer Läufer teilen, mit den Kindern aus dem Dorf auf der Straße laufen, den Wasserfall in der Nähe besuchen, sich mit den Einheimischen austauschen …» So beschreibt die junge Frau um die 30 ihren Alltag dort.


Noch einmal vielen Dank für das Gespräch. Am vergangenen Sonntag konnte Marie die Effekte des Kenia-Aufenthalts nutzen, um den Halbmarathon von Barcelona zu laufen und ihre alte Bestzeit von 1:27 Stunden mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 1:21 Stunden deutlich zu unterbieten. Glückwunsch!