„Ein Altersheim für Elefanten bauen“: Dieser Verein läuft für das Wohl der Tiere
Veröffentlicht am Do., 10. September 2026
Aktualisiert am Do., 10. September 2026
Nicolas Vignaud arbeitete sieben Jahre als Tierpfleger, bevor er 2017 „Courir pour les Animaux“ gründete. Rund 40 Mitglieder aus ganz Frankreich unterstützen mit dem Verein konkrete Projekte im In- und Ausland. Ein Einblick.
Die Leidenschaft für Tiere war einfach zu groß. „Das hat mir gefehlt“, sagt Nicolas Vignaud, der 2017 den Verein Courir pour les Animaux gründete. Nachdem er seine Stelle als Tierpfleger aufgeben musste, nahm der Mann, den alle Nyko nennen, in Lyon und Paris an zwei Läufen der Course des Héros zugunsten von P-WAC teil. Die Organisation setzt sich für den Schutz von Schimpansen ein. Zu Beginn waren er und seine Partnerin allein, doch das Team wuchs nach und nach. „Später waren wir zu sechst, mit einigen Freunden und meinem Bruder.“
Jedes Jahr wählen die rund 40 Mitglieder bei einer Mitgliederversammlung im Dezember vier bis fünf Projekte aus, darunter eines im Ausland. „Wir unterstützen unter anderem die Foli’chons, die sich um die Pflege und Vermittlung von Meerschweinchen kümmert.“ Der zweifache Familienvater ermöglichte außerdem den Kauf von Walkie-Talkies im Kongo für … P-WAC. „Die Verbindung ist nicht so gut wie in Frankreich. Die Pfleger müssen ein Gebiet von 200 Hektar abdecken.“ Das ist allgemein bekannt. Die erste Liebe vergisst man nie.
Amélie: von ein paar Kilometern zu vier Marathons im Jahr
„Wir nutzen den Sport als Kommunikationsmittel.“ Mit ihren gelben Trikots und dem Vereinslogo finanzieren sich die Tierfreunde über den Verkauf von Fanartikeln. „Wir waren auf dem Weihnachtsmarkt und bei einem Musikfestival in der Nähe von Dijon.“ Auch wenn der Sport dem Verein letztlich kein Geld einbringt, kann die Mitgliedschaft für die Beteiligten zu einer echten Reise zu sich selbst werden. „Amélie, eine unserer Mitglieder, ist anfangs nur ein paar Kilometer gegangen. Heute läuft sie drei bis vier Marathons im Jahr“, erzählt er.
Seine schönste Erinnerung verbindet er mit dem Elefantensanktuarium in Bussière-Galant im Département Haute-Vienne. „Wir haben sie zweimal unterstützt. Das Ziel ist, ein Altersheim für Elefanten zu bauen. Wir kauften Minibagger und Schubkarren und haben sie vor zwei Jahren ersetzt“, erzählt der Bewohner von Barges im Département Côte-d’Or. Unterstützung bringt allerdings manchmal auch Überraschungen mit sich. „Eine Frau rief mich regelmäßig an. Das grenzte schon an Belästigung. Sobald sie die Pellets für ihre Pferde bekommen hatte, hörten wir nichts mehr von ihr.“ Der Vereinspräsident läuft weiterhin mit großer Leidenschaft, hat sich Ende Mai auf Anstoß seines zehnjährigen Sohnes Luke, der diesen Sport betreibt, aber auch im Triathlon versucht. „Ich brachte ihn zum Training. Da dachte ich mir, ich mache einfach mit.“ Sein neonfarbenes Trikot wird so schnell nicht verblassen …
Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. In zwei Worten lässt sich die Philosophie von Courir pour les Animaux so zusammenfassen. Unter der Leitung von Nicolas Vignaud und seinem gesamten Team ermöglicht der Verein zahlreichen Tieren ein besseres Leben.