Romain Wyndaele will „die Kleiderordnung im Laufsport sprengen“

JB
Von Juliette Bouche

Veröffentlicht am Do., 10. September 2026

Aktualisiert am Do., 10. September 2026

Romain Wyndaele will „die Kleiderordnung im Laufsport sprengen“
© Jolypics

Mit 29:41 Minuten über 10 km, 1:06:50 Stunden im Halbmarathon und 2:21:52 Stunden im Marathon zählt Romain Wyndaele 2024 klar zu den besten französischen Amateur-Läufern. Doch nicht nur seine Zeiten machen ihn besonders: An der Startlinie fällt er mit seinem unverwechselbaren Stil auf. Eine Begegnung mit einem Ästheten der Leistung.

An der Startlinie fällt er auf. Layering, Tücher, Accessoires, ein tätowierter Hals: Romain Wyndaele bleibt nie unbemerkt. Mit 29 Jahren steht der Amateur-Läufer für eine neue Ästhetik der Leistung. Hauptberuflich arbeitet er als Barista, in seiner Freizeit ist er ein Katalysator für einen gewagten Dialog zwischen Mode und Laufsport.

Mit Stil den eigenen Weg gehen

Er war zunächst im Trailrunning und später über 1500 m unterwegs. Im Laufsport macht ihm so schnell niemand etwas vor. Doch es gibt noch ein anderes Gebiet, das Romain beherrscht: Mode. Um den jungen Mann zu verstehen, muss man fünf Jahre zurückgehen: „Ich habe mich für Mode interessiert, als ich angefangen habe, mich tätowieren zu lassen, vor vier oder fünf Jahren. Damals habe ich meinem Stil eine andere Richtung gegeben. Das war eine Phase in meinem Leben, in der ich angefangen habe, mich freier zu fühlen. Ich hatte nicht mehr so viele Fesseln und traf Entscheidungen für mich selbst19.12

.“ Für Romain hatte Mode auch eine therapeutische Wirkung: „Je mehr ich in dieser Geisteshaltung war, desto besser fühlte ich mich. Sie half mir, Selbstvertrauen zu gewinnen. Ich vergaß völlig, was andere von mir dachten.“