Sie laufen nicht alle 2:45 Stunden, haben nicht alle einen von Coaches ausgeklügelten Trainingsplan und auch nicht unbedingt einen Vertrag mit einer großen Sportmarke. Trotzdem inspirieren sie Tausende Läuferinnen und Läufer in ganz Frankreich. Diese digital vernetzten Athleten erzählen auf Insta mit Aufrichtigkeit, Humor, Haltung oder Leichtigkeit vom Running. Zehn französische Accounts, die du im Blick behalten solltest, falls du ihnen nicht ohnehin schon folgst.
Inhaltsverzeichnis
- @mustapha.salmi__(Mustapha Salmi)
- @alicebruns (Alice Bruns)
- @joggeuse_ (Joséphine Bayle)
- @clemquicourt (Clément Deffrenne)
- @runningaddictfr (Nicolas Spiess)
- @coursptitetomate (Marine Gibard)
- @wakeupmanon (Manon)
- @marinoret (Marine Noret)
- @fannymesenvies (Fanny Fernandez)
- @casquetteverte (Alexandre Boucheix)
@mustapha.salmi__(Mustapha Salmi)
Mustapha Salmi: ein Typ, der den Tennisschläger gegen ein Paar Laufschuhe eingetauscht hat und es nie bereut hat. Auf den Bahnen von Rouen und den Straßen dieser Welt läuft er mit einer Mischung aus Energie und Gelassenheit. Als Sohn eines olympischen Marathonläufers führt er die Familientradition fort, aber auf seine eigene Art: vernetzter, moderner und stärker auf den Austausch mit anderen ausgerichtet. Seine Social-Media-Kanäle sind eine Verlängerung seines Atems: Vlogs, Stories und Posts, in denen sich Anstrengung, Humor und Aufrichtigkeit begegnen. Unter dem Spitznamen Muss erzählt er von Zweifeln genauso wie von Bestzeiten, von schlaflosen Nächten genauso wie von Podiumsplätzen, ungefiltert und ohne etwas vorzutäuschen. Zwischen zwei Trainingseinheiten baut er eine Community auf, die ihm wegen seiner Leistungen ebenso folgt wie wegen seiner ansteckend guten Laune. Mus ist ein Läufer, der dazu inspiriert, besser zu laufen, vor allem aber echt zu laufen. In seiner Bilanz stehen inzwischen auch die 10 km du Trocadéro. Mit gerade einmal 25 Jahren arbeitet er bereits an seinem Weg zu den großen Langstreckenklassikern, allen voran zum Marathon. Ein Athlet 2.0, halb Performer, halb Geschichtenerzähler, der zeigt, dass Laufen auch eine schöne Geschichte sein kann, die man mit anderen teilt.
@alicebruns (Alice Bruns)
Alice ist eine wertvolle Verbündete für einen Laufsport, der nicht nur schwitzt, sondern auch nachdenkt. Auf ihrem Account finden sich natürlich Trainingseinheiten, Marathons und Berichte aus der Vorbereitung. Vor allem aber spricht sie über Druck, Normen, Leistung und den Blick auf weibliche Körper im Sport. Als Gründerin des innovativen „chess running club“ läuft Alice Bruns nicht, um bestimmte Tempi abzuhaken, sondern um sich lebendig, frei und mit sich selbst im Einklang zu fühlen. Mit ihren „Nebenquests“ teilt sie diesen Weg ehrlich und sensibel, mit einem ausgeprägten politischen Bewusstsein für den Sport. Inspirierend, ohne jemals ins Posehafte abzurutschen.
@joggeuse_ (Joséphine Bayle)
Joséphine Bayle verkörpert im französischen Running die Rockstar-Qualitäten der sozialen Netzwerke. Wir haben sie gesehen, wie sie Frankreich mit der Kraft ihrer Laufschuhe durchquert, Paris und Mailand verbunden hat, als wäre es ein Sonntagsausflug, und den Mont Ventoux scheinbar mühelos erklommen hat. Ihre ansteckende Energie verliert sie dabei nie. Was neben den sportlichen Leistungen begeistert, ist ihre Art, Anstrengung zu erzählen: immer mit Humor, Einfachheit und einer ordentlichen Portion Aufrichtigkeit. Ab 2027 nimmt sie vor den Olympischen Spielen in der Stadt der Engel sogar ein gewaltiges Paris-Los-Angeles-Projekt in Angriff. Dabei zeigt sie ihre Tiefpunkte ebenso wie ihre großen Siege. Wahrscheinlich erkennen sich genau deshalb mehr als 160.000 Menschen in ihr wieder. Ihre Posts riechen nach Schweiß, Abenteuer und über sich hinauswachsen, aber auch nach Selbstironie, Nutella-Crêpes und Laufbekanntschaften. @joggeuse_ zu folgen, ist, als hätte man eine Freundin, die einem jeden Tag beweist, dass Laufen zugleich Fest, Wahnsinn und ein Weg zu sich selbst sein kann.
@clemquicourt (Clément Deffrenne)
Clément Deffrenne, alias @Clemquicourt, hat sich in wenigen Jahren zu einer der originellsten Figuren der französischen Trail-Szene auf Instagram und YouTube entwickelt. Mit mehr als 400.000 Followern begeistert der Läufer, der in Lille seine ersten Schritte machte, längst über den Kreis der Ultra-Puristen hinaus. Sein schräger, von Videospielen und Popkultur inspirierter Kosmos kommt an. In seinen Videos wird jeder Wettkampf zum inszenierten Abenteuer, mit den berühmten „Kill Cams“, markigen Sprüchen und feinem Sinn für absurden Humor. Hinter der Figur steckt allerdings ein echter Bergsport-Fan, der sich den anspruchsvollsten Rennen des Kalenders stellt.
Vom 50 Kilometer langen Dodo Trail eXtrême mit 3.000 Höhenmetern über den Ultra Terrestre bis zur Diagonale des Fous hat Clem eine beeindruckende Widerstandskraft bewiesen. In diesem Jahr wurde er dafür von Brooks unter Vertrag genommen. Beim UTMB 2025 vor einigen Wochen explodierte seine Popularität endgültig: Zwischen Selfies, Anfeuerungsrufen und Live-Schalten lief er fast ebenso sehr für seine Fans wie für sich selbst. Diese Mischung aus Leistung, Aufrichtigkeit und bewusst eingesetzter Unterhaltung macht Clem zu einer neuen Ikone. Er kann Trailrunning einem breiten Publikum näherbringen und zeigen, dass man sich im Training und Wettkampf ernsthaft reinhängen kann, ohne sich selbst allzu ernst zu nehmen. Authentisch, großzügig und kreativ verkörpert der Wahl-Mauritier diese Generation von Läufer-Influencern, die mit Konventionen brechen und die Art, ihre Leidenschaft zu teilen, neu erfinden.
@runningaddictfr (Nicolas Spiess)
Hinter @runningaddictfr steckt Nicolas Spiess, alias Niko. Der leidenschaftliche Läufer hat seine Begeisterung in eine echte Referenzplattform für den Laufsport verwandelt. Seit vielen Jahren teilt er Trainingstipps, Materialtests und Gedanken zum Running in einem Blog mit Hunderttausenden Lesern, über eine App (campus.coach) und auf einem Instagram-Account mit mehr als 137.000 Followern. Sein Mantra ist klar: „ernsthaft trainieren, ohne sich selbst ernst zu nehmen“. Eine Philosophie, die Anfänger ebenso anspricht wie erfahrene Marathonläufer. Niko behandelt alles: Trainingsfortschritt, Ernährung, Regeneration, Motivation und die pure Leidenschaft. Seine Erklärungen bleiben dabei stets zugänglich. So hat er eine eng verbundene Community geschaffen, in der man Inspiration, praktische Antworten und vor allem positive Energie findet. Mit Podcast, Videos und regelmäßigen Posts ist Running Addict endgültig als moderner, digitaler Läufer angekommen, der Athleten durch alle Phasen ihres Weges begleiten kann. Er ist mehr als ein gewöhnlicher Influencer: Für eine ganze Generation von Läufern auf der Suche nach dem Gleichgewicht zwischen Leistung und Freude ist er zum Mentor geworden.
@coursptitetomate (Marine Gibard)
„Coursptitetomate“ begeistert ihre 127.000 Follower und ist auf Insta zu einer festen Größe der Running- und Trail-Community geworden. Als sechsfache Marathonläuferin wechselt Marine Gibard zwischen Asphalt und Bergen, immer mit derselben ansteckenden Energie. Sie hat den @pepinrunningclub gegründet und ist Teil des Teams von @campus.coach. Dort teilt sie ihren Alltag als leidenschaftliche Läuferin: die Vorbereitung auf die OCC beim UTMB, Trail-Tipps wie ihre Packliste für 57 Kilometer oder augenzwinkernde Gedanken zu Temposchwierigkeiten im Gelände. Hinter ihrem zugänglichen Ton und ihrer guten Laune steckt eine große Community, die in ihren Inhalten sportliche Substanz und eine ordentliche Portion Spaß findet.
@wakeupmanon (Manon)
Weniger auf reine Leistung als auf die Leidenschaft konzentriert, vertritt Manon ein einfaches Credo: „Wir sind keine Profis, sondern leidenschaftliche Läufer!“ Mit 15.800 Followern teilt @wakeupmanon ihre Zeiten mit erfrischender Offenheit: 10 Kilometer in 44:59 Minuten, den Halbmarathon in 1:40:47 Stunden und den Marathon in 3:30:21 Stunden. Ihr Account ist eine Mischung aus Rennen in Paris, langen Strava-Läufen und strahlenden Gesichtern an der Ziellinie. In einer Welt, in der Vergleiche schnell gezogen sind, steht sie für einen zugänglichen, motivierenden und unverkrampften Laufsport. Damit erreicht sie eine ganze Generation von Hobbyläufern.
@marinoret (Marine Noret)
Mit 84.000 Followern hat Marine Noret ihren eigenen Platz zwischen Sport, Lifestyle und Outdoor gefunden. Als Athletes & Talents Managerin bei @onemoremile.fr verkörpert sie die Doppelrolle als Strippenzieherin im Hintergrund und inspirierende Content-Creatorin. Ihr Feed wechselt zwischen Fahrradfotos, Berglandschaften und persönlicheren Momenten, stets in einer natürlichen Ästhetik. Ihr Motto „Fueled by passion“ bringt ihren Ansatz auf den Punkt: eine aufrichtige Leidenschaft für Bewegung draußen, die sie sowohl in ihrem Beruf als auch in ihren Inhalten vermittelt. Eine zurückhaltende, aber feste Größe der französischen Outdoor-Szene. Wer @marinoret folgt, taucht in den Alltag einer leidenschaftlichen Läuferin ein, zwischen starken Zeiten, packenden Rennberichten und humorvollen Seitenhieben.
@fannymesenvies (Fanny Fernandez)
Fanny strahlt Energie und Authentizität aus. Die in Aix-en-Provence lebende @fannymesenvies jongliert zwischen ihrem Beruf als Immobilienmaklerin und ihrem Alltag als leidenschaftliche Marathonläuferin. Mit acht gelaufenen Marathons und einer Bestzeit von 3:04:47 Stunden hat sie bewiesen, dass sich Ernsthaftigkeit und Leistung verbinden lassen. Was ihre Follower aber besonders schätzen, ist ihre Art, von den Rennen zu erzählen. In Boston beschrieb Fanny Fernandez die gefürchteten Anstiege von Newton und ihre „Freudentränen“ im Ziel und lieferte damit einen unverfälschten, ehrlichen Rennbericht. Auf Instagram teilt sie ihre Vorbereitung ebenso wie sonnige Momente aus ihrem Leben, immer in demselben positiven Ton. Ihre Community folgt ihr wegen der Zeiten, aber genauso wegen ihrer ansteckenden guten Laune. Sie steht für eine erfahrene und zugleich nahbare Marathonläuferin, die ihren Followern verbunden ist und ihre Leidenschaft mit voller Überzeugung lebt.
@casquetteverte (Alexandre Boucheix)
Diese Top 10 kann nicht ohne ihn enden, dessen Liebe zum Trail längst bedingungslos geworden ist. Mit der grellen Kappe auf dem Kopf, einer unverwechselbaren Stimme und treffsicherem Humor hat sich Alexandre Boucheix in wenigen Jahren zur bekanntesten Figur des französischsprachigen Running entwickelt. Die Stärke der berühmtesten grünen Kappe Frankreichs liegt nicht nur in seinem Leistungsniveau, sondern in seiner Art, die Dinge zu erzählen. Vor dem Rennen, missglückte Verpflegungsstationen, Training im Regen, Zweifel und keine Lust: Nichts bleibt außen vor. Immer mit dieser Mischung aus Selbstironie, Aufrichtigkeit und ansteckender Freude. @casquetteverte hat bewiesen, dass man ernsthaft über Laufsport sprechen kann, ohne sich selbst jemals zu ernst zu nehmen. Und genau deshalb ist er unersetzlich.
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