100-km-WM: Floriane Hot lächelt in Bangalore zum Gold
Floriane Hot hat ihren Weltmeistertitel eindrucksvoll verteidigt und sich bei der 100-km-Weltmeisterschaft im indischen Bangalore in 7:08:43 Stunden durchgesetzt. Zwei Jahre nach ihrem ersten Triumph in Berlin meisterte die Französin ein Rennen, das sie von Beginn an souverän kontrollierte. Der französische Doppelsieg wurde durch Marie-Ange Brumelot perfekt gemacht, die in 7:12:12 Stunden Silber gewann. Bei den Männern war die Enttäuschung größer: Guillaume Ruel musste wegen Schmerzen im Knöchel zur Rennmitte aufgeben.
Mit Köpfchen und Geduld zum Sieg
Hartnäckigkeit zahlt sich aus, Floriane Hot ist der beste Beweis dafür. Nur 18 Monate nach der Geburt ihres Sohnes Nino gewann sie ihre zweite Goldmedaille in Folge bei der 100-km-Weltmeisterschaft, zwei Jahre nach ihrem ersten Triumph 2022 in Berlin. Bei dieser 100-km-WM in Indien waren schwierige Bedingungen mit großer Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit erwartet worden, und genau so kam es. Obwohl der Start in den frühen Morgenstunden erfolgte, lagen die Temperaturen bereits bei über 20 Grad, während die hohe Luftfeuchtigkeit die Sache nicht leichter machte. Das schreckte die 33-jährige Athletin aus Aix-en-Provence jedoch nicht. Sie ist die intensive Sonne Südfrankreichs gewohnt.
Die von Jérémy Cabadet betreute Läuferin spulte ihr Rennen von Anfang bis Ende kontrolliert ab und absolvierte dabei Runden von 4,86 km. Über weite Strecken lag sie hinter der Britin Sarah Webster, der neuen Europarekordlerin über 100 km in 7:03:48 Stunden (Perth, 24. März). Kurz vor Kilometer 80 übernahm Floriane Hot dann mit Ruhe und klarem Kopf die Führung. Ihr Partner Nicolas Navarro, ihre Eltern sowie ihr Bruder und ihre Schwester waren angereist, um sie zu unterstützen und ihr die Kraft zu geben, ihr Ziel zu erreichen. Die Athletin von Athlé Provence Clubs verteidigte ihren Titel in beeindruckenden 7:08:43 Stunden, was einem Schnitt von 14 km/h entspricht. Bemerkenswert: Die Französin hörte nie auf zu lächeln. In ihren Instagram-Storys war sie während des gesamten Rennens mit einem Lächeln auf den Lippen zu sehen, obwohl man kaum ahnen konnte, wie hart sie tatsächlich arbeitete.
Marie-Ange Brumelot holt Silber
Frankreich war an diesem Wochenende auch auf dem Frauenpodest stark vertreten. Marie-Ange Brumelot gewann in 7:12:12 Stunden die Silbermedaille und verwies Sarah Webster, die in 7:19:18 Stunden Dritte wurde, auf Rang drei. Auf Platz 15 folgte mit Louise-Marie Thevenin-Lebran in 8:06:00 Stunden eine weitere Französin. Damit krönten sich die französischen Frauen vor Großbritannien und Titelverteidiger USA zum Mannschaftsweltmeister.
Enttäuschung für Guillaume Ruel
Bei den Männern überwog dagegen die Enttäuschung. Guillaume Ruel, einer der Favoriten, musste das Rennen zwischen seiner neunten und zehnten Runde wegen Schmerzen im Knöchel aufgeben. Der Europarekordler über 50 km (2:47:23 Stunden in Pretoria 2022) gehörte zum Kreis der Medaillenanwärter und durfte auf einen Podestplatz hoffen. Gold ging schließlich an den Japaner Jumpei Yamaguchi in 6:12:17 Stunden. Benjamin Polin, der bestplatzierte Franzose, kam in einem schwierigen Rennen auf Rang 15 und zeigte dabei bis zum Schluss eine starke Leistung.