Cape Town Marathon: Mohamed Esa und Dera Dida siegen, Eliud Kipchoge läuft entspannt 2:13:29

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Von Clément Laborieux

Veröffentlicht am Do., 10. September 2026

Aktualisiert am Do., 10. September 2026

Cape Town Marathon: Mohamed Esa und Dera Dida siegen, Eliud Kipchoge läuft entspannt 2:13:29
© Cape Town Marathon

In Cape Town lag an diesem Sonntag, dem 24. Mai, etwas in der Luft. Vielleicht, weil diese Ausgabe ein entscheidender Schritt auf dem Weg war, den Marathon zum ersten Major des afrikanischen Kontinents zu machen. Vielleicht auch, weil Eliud Kipchoge im Rahmen seiner World Tour erstmals einen Marathon auf afrikanischem Boden bestritt. Oder einfach, weil eine ganze Stadt nach dem windbedingten Ausfall im Vorjahr endlich wieder die Laufschuhe schnüren wollte. Wahrscheinlich von allem etwas. Diesmal passte alles: 13 Grad am Start, kein Wind, bedeckter Himmel und ideale Bedingungen. Rund um das Cape Town Stadium in Green Point gingen vor der Kulisse des Tafelbergs fast 27.000 Läuferinnen und Läufer auf die Strecke. Das Rennen hielt, was es versprach: Mohamed Esa stellte bei den Männern mit 2:04:55 einen Streckenrekord auf, während Dera Dida bei den Frauen in 2:23:18 für ein starkes Rennen sorgte.

Es wird nach dem Halbmarathon schnell: Mohamed Esa läuft souverän zum Sieg

Vorn ist der Plan klar: Durchgang bei etwa 1:02:30, unterstützt von zwei starken Tempomachern, den Lokalmatadoren Adam Lipschitz und Adrian Wildschutt. Dahinter bildet sich mit rund 20 Athleten eine ungewöhnlich dichte Gruppe, darunter Mohamed Esa, Kalipus Lomwai, Leonard Langat, Yihunilign Adane, Bénard Biwott, Maru Teferi und natürlich … Eliud Kipchoge.

Die Gruppe passiert die 10-Kilometer-Marke in 30:01 Minuten und läuft anschließend an mehreren Wahrzeichen der Stadt vorbei. Auf Green Point folgen Woodstock und die Umgebung des Castle of Good Hope, bevor es ins Stadtzentrum geht. Trotz des urbanen Profils ist Cape Town ein anspruchsvoller Marathon: Rund 215 Höhenmeter summieren sich und sorgen nach und nach für die Selektion. Beim Halbmarathon liegen noch 16 Läufer gemeinsam in 1:02:47. Das Feld ist dicht, alles scheint offen. Kipchoge hingegen lässt die Spitzengruppe kurz nach Kilometer 13 ziehen.

Dann folgt einer der ungewöhnlichsten Momente des Tages. Während Adam Lipschitz wie geplant zur Streckenhälfte aussteigt, läuft Adrian Wildschutt weiter. Der Südafrikaner, der in den USA mit NAZ Elite trainiert, ist in der Form seines Lebens. Kein Wunder angesichts seiner jüngsten Leistungen: Am 15. März gewann er den prestigeträchtigen United Airlines NYC Half in 59:30 Minuten. In Cape Town ist er der Lokalheld und zieht allmählich davon. Dass ein Tempomacher plötzlich um den Sieg läuft, ist in einem Marathon eher selten. Hinter ihm zerfällt die Gruppe. Leonard Langat, Lomwai und Esa wechseln sich an der Spitze ab, um die Lücke zu schließen. Zehn Kilometer vor dem Ziel nimmt das Rennen ein völlig anderes Gesicht an.

Kurz vor Kilometer 35 wird Wildschutt schließlich eingeholt. Er biegt ab und macht Platz für ein nun völlig entfesseltes Rennen. Als die Läufer auf den Straßen entlang der Sea Point Promenade und des Atlantiks Kilometer 40 näher kommen, setzt Mohamed Esa die entscheidende Attacke. Lomwai bricht ein, Langat verliert den Anschluss, und nur Yihunilign Adane versucht noch, dagegenzuhalten. Doch der Äthiopier ist zu stark und gewinnt schließlich in 2:04:55. Damit pulverisiert er den Streckenrekord um mehr als drei Minuten und feiert den ersten Marathonsieg seiner Karriere.

Männerwertung
1. Mohamed Esa (Äthiopien) – 2:04:55 (Streckenrekord)
2. Yihunilign Adane (Äthiopien) – 2:04:59
3. Kalipus Lomwai (Kenia) – 2:05:06
4. Leonard Langat (Kenia) – 2:05:26
5. Jemal Yimer (Äthiopien) – 2:05:48
6. Mulugeta Uma (Äthiopien) – 2:06:19
7. Maru Teferi (Israel) – 2:06:46
8. Abebaw Dessie Muniye (Äthiopien) – 2:06:57
9. Benard Kipkurui Biwott (Kenia) – 2:07:34
10. Justus Kipkogei Kangogo (Kenia) – 2:07:42
16. Eliud Kipchoge (Kenia) – 2:13:29

Eliud Kipchoge: sein erster Marathon auf dem afrikanischen Kontinent

Seine Anwesenheit allein reichte fast aus, um die Massen anzuziehen. Bei seinem ersten Afrika-Marathon startete Eliud Kipchoge offiziell seine neue World Tour. Das Konzept unterscheidet sich von allem, was man bisher von ihm kannte: sieben Marathons auf sieben Kontinenten. Laufen soll Menschen zusammenbringen und zugleich die Projekte seiner Stiftung in den Bereichen Bildung und Umwelt unterstützen.

Sportlich war die Aufgabe eine andere. 13 Kilometer lang hielt Kipchoge das von den Tempomachern angeschlagene Tempo, dann ließ er die Spitzengruppe nach und nach ziehen. Lange lief er allein zwischen den Gruppen und kam schließlich als 16. in 2:13:29 ins Ziel. Für Kipchoge eine respektable Leistung, doch für die kenianische Legende liegt der Schwerpunkt inzwischen woanders. Mit 41 Jahren ist der frühere Weltrekordhalter in eine neue Karrierephase eingetreten. Höchstleistungen und Podestplätze sind Vergangenheit. Nun geht es um Erlebnisse, Austausch, Begegnungen und eine andere Art, vom Laufen zu erzählen. In Cape Town hat er seiner Geschichte ein schönes Kapitel hinzugefügt: Es war sein erster Marathon auf afrikanischem Boden. Der GOAT bleibt der GOAT.

Dera Dida ist nach einem kontrollierten Rennen die Königin von Cape Town

Auch das Frauenfeld war stark besetzt. Fünf Athletinnen konnten eine Bestzeit unter 2:20 Stunden vorweisen, darunter Dera Dida, Edna Kiplagat, Mestawut Fikir, Ruti Aga und Lonah Salpeter. Rund 15 Läuferinnen bleiben über weite Teile des Rennens hinter drei männlichen Tempomachern zusammen.

Die Gruppe passiert die 10-Kilometer-Marke in 34:40 Minuten und zieht anschließend durch die Innenstadt in Richtung Company’s Garden und Long Street, wo die Stimmung immer dichter wird. Anders als bei den Männern wirkt das Tempo kontrollierter. Halbmarathon-Durchgang: 1:12:33. Etwas langsamer als erwartet, doch der Eindruck täuscht: Die Favoritinnen wirken noch ausgesprochen locker.

Mit jedem Kilometer wird das Feld kleiner. In der Nähe von Kilometer 40 können nur noch Dera Dida und Mestawut Fikir um den Sieg kämpfen. Auf den letzten Kilometern am Meer beschleunigt Dida schließlich. Fikir kann nicht mehr folgen. Die Äthiopierin gewinnt in 2:23:18 und macht den Doppelsieg für ihr Land perfekt. Ein mit Geduld und Kontrolle aufgebauter Erfolg, zu dem ihre Tempomacherinnen und Tempomacher entscheidend beitrugen. Edna Kiplagat scheint derweil unverwüstlich. Mit 46 Jahren hält die zweifache Weltmeisterin noch immer auf höchstem Niveau mit und wird in 2:25:44 Fünfte.

Frauenwertung
1. Dera Dida Yami (Äthiopien) – 2:23:18
2. Mestawut Fikir (Äthiopien) – 2:23:46
3. Waganesh Amare (Äthiopien) – 2:23:57
4. Leah Cheruto (Kenia) – 2:24:31
5. Edna Kiplagat (Kenia) – 2:25:44
6. Gojjam Enyew (Äthiopien) – 2:26:24
7. Mercy Jerop Kwambai (Kenia) – 2:30:36
8. Desi Jisa Mokonin (Bahrain) – 2:30:44
9. Cythia Jerotich Limo (Kenia) – 2:32:00
10. Salmi Nduviteko (Namibia) – 2:33:23

Cape Town steht vor dem Major-Status

Diese Ausgabe markierte vor allem einen Wendepunkt in der Geschichte des internationalen Marathons. Seit mehreren Jahren arbeitet Cape Town gemeinsam mit den World Marathon Majors daran, in den exklusiven Kreis der größten Marathons der Welt aufgenommen zu werden. Die Veranstaltung musste dafür hohe Anforderungen erfüllen: Qualität des Elitefelds, Läufererfahrung, Sicherheit, internationale Übertragung, wirtschaftliche Bedeutung, Gesamtorganisation und logistische Leistungsfähigkeit. Nachdem Cape Town bereits das Elite-Label von World Athletics erhalten und die verschiedenen Bewertungsstufen nach und nach durchlaufen hatte, scheint der Marathon an diesem Wochenende auch seine letzte große Prüfung bestanden zu haben. Der Albtraum der abgesagten Ausgabe im vergangenen Jahr ist Geschichte. Der Gesamteindruck der Ausgabe 2026: eine Veranstaltung, die ihre Reife erreicht hat. Wenn nichts dazwischenkommt, dürfte der erste afrikanische Major später in diesem Jahr offiziell bestätigt werden.

Über die starken Leistungen am Sonntag hinaus hinterlässt diese Ausgabe vor allem einen besonderen Eindruck. Die Organisation hat das Niveau klar angehoben: ein beeindruckendes Elitefeld, ein professionelles Rollstuhlrennen, Stimmung entlang der gesamten Strecke und eine ganze Stadt, die mitfieberte. Für den Cape Town Marathon ist das ein großer Schritt auf dem Weg zum ersten afrikanischen Major. Mit internationalen Topzeiten und dem außergewöhnlichen Auftritt von Eliud Kipchoge bot Südafrika allen Laufbegeisterten ein großartiges Spektakel. Der Beginn einer schönen Geschichte zwischen Afrika und dem Marathon.

Alle Ergebnisse des Cape Town Marathon 2026


In Cape Town lag an diesem Sonntag, dem 24. Mai, etwas in der Luft. Vielleicht, weil diese Ausgabe ein entscheidender Schritt auf dem Weg war, den Marathon zum ersten Major des afrikanischen Kontinents zu machen. Vielleicht auch, weil Eliud Kipchoge im Rahmen seiner World Tour erstmals einen Marathon auf afrikanischem Boden bestritt. Oder einfach, weil eine ganze Stadt nach dem windbedingten Ausfall im Vorjahr endlich wieder die Laufschuhe schnüren wollte. Wahrscheinlich von allem etwas. Diesmal passte alles: 13 Grad am Start, kein Wind, bedeckter Himmel und ideale Bedingungen. Rund um das Cape Town Stadium in Green Point gingen vor der Kulisse des Tafelbergs fast 27.000 Läuferinnen und Läufer auf die Strecke. Das Rennen hielt, was es versprach: Mohamed Esa stellte bei den Männern mit 2:04:55 einen Streckenrekord auf, während Dera Dida bei den Frauen in 2:23:18 für ein starkes Rennen sorgte.


Es wird nach dem Halbmarathon schnell: Mohamed Esa läuft souverän zum Sieg

Vorn ist der Plan klar: Durchgang bei etwa 1:02:30, unterstützt von zwei starken Tempomachern, den Lokalmatadoren Adam Lipschitz und Adrian Wildschutt. Dahinter bildet sich mit rund 20 Athleten eine ungewöhnlich dichte Gruppe, darunter Mohamed Esa, Kalipus Lomwai, Leonard Langat, Yihunilign Adane, Bénard Biwott, Maru Teferi und natürlich … Eliud Kipchoge.

Die Gruppe passiert die 10-Kilometer-Marke in 30:01 Minuten und läuft anschließend an mehreren Wahrzeichen der Stadt vorbei. Auf Green Point folgen Woodstock und die Umgebung des Castle of Good Hope, bevor es ins Stadtzentrum geht. Trotz des urbanen Profils ist Cape Town ein anspruchsvoller Marathon: Rund 215 Höhenmeter summieren sich und sorgen nach und nach für die Selektion. Beim Halbmarathon liegen noch 16 Läufer gemeinsam in 1:02:47. Das Feld ist dicht, alles scheint offen. Kipchoge hingegen lässt die Spitzengruppe kurz nach Kilometer 13 ziehen.

Dann folgt einer der ungewöhnlichsten Momente des Tages. Während Adam Lipschitz wie geplant zur Streckenhälfte aussteigt, läuft Adrian Wildschutt weiter. Der Südafrikaner, der in den USA mit NAZ Elite trainiert, ist in der Form seines Lebens. Kein Wunder angesichts seiner jüngsten Leistungen: Am 15. März gewann er den prestigeträchtigen United Airlines NYC Half in 59:30 Minuten. In Cape Town ist er der Lokalheld und zieht allmählich davon. Dass ein Tempomacher plötzlich um den Sieg läuft, ist in einem Marathon eher selten. Hinter ihm zerfällt die Gruppe. Leonard Langat, Lomwai und Esa wechseln sich an der Spitze ab, um die Lücke zu schließen. Zehn Kilometer vor dem Ziel nimmt das Rennen ein völlig anderes Gesicht an.

Kurz vor Kilometer 35 wird Wildschutt schließlich eingeholt. Er biegt ab und macht Platz für ein nun völlig entfesseltes Rennen. Als die Läufer auf den Straßen entlang der Sea Point Promenade und des Atlantiks Kilometer 40 näher kommen, setzt Mohamed Esa die entscheidende Attacke. Lomwai bricht ein, Langat verliert den Anschluss, und nur Yihunilign Adane versucht noch, dagegenzuhalten. Doch der Äthiopier ist zu stark und gewinnt schließlich in 2:04:55. Damit pulverisiert er den Streckenrekord um mehr als drei Minuten und feiert den ersten Marathonsieg seiner Karriere.

Männerwertung
1. Mohamed Esa (Äthiopien) – 2:04:55 (Streckenrekord)
2. Yihunilign Adane (Äthiopien) – 2:04:59
3. Kalipus Lomwai (Kenia) – 2:05:06
4. Leonard Langat (Kenia) – 2:05:26
5. Jemal Yimer (Äthiopien) – 2:05:48
6. Mulugeta Uma (Äthiopien) – 2:06:19
7. Maru Teferi (Israel) – 2:06:46
8. Abebaw Dessie Muniye (Äthiopien) – 2:06:57
9. Benard Kipkurui Biwott (Kenia) – 2:07:34
10. Justus Kipkogei Kangogo (Kenia) – 2:07:42
16. Eliud Kipchoge (Kenia) – 2:13:29

Eliud Kipchoge: sein erster Marathon auf dem afrikanischen Kontinent

Seine Anwesenheit allein reichte fast aus, um die Massen anzuziehen. Bei seinem ersten Afrika-Marathon startete Eliud Kipchoge offiziell seine neue World Tour. Das Konzept unterscheidet sich von allem, was man bisher von ihm kannte: sieben Marathons auf sieben Kontinenten. Laufen soll Menschen zusammenbringen und zugleich die Projekte seiner Stiftung in den Bereichen Bildung und Umwelt unterstützen.

Sportlich war die Aufgabe eine andere. 13 Kilometer lang hielt Kipchoge das von den Tempomachern angeschlagene Tempo, dann ließ er die Spitzengruppe nach und nach ziehen. Lange lief er allein zwischen den Gruppen und kam schließlich als 16. in 2:13:29 ins Ziel. Für Kipchoge eine respektable Leistung, doch für die kenianische Legende liegt der Schwerpunkt inzwischen woanders. Mit 41 Jahren ist der frühere Weltrekordhalter in eine neue Karrierephase eingetreten. Höchstleistungen und Podestplätze sind Vergangenheit. Nun geht es um Erlebnisse, Austausch, Begegnungen und eine andere Art, vom Laufen zu erzählen. In Cape Town hat er seiner Geschichte ein schönes Kapitel hinzugefügt: Es war sein erster Marathon auf afrikanischem Boden. Der GOAT bleibt der GOAT.

Dera Dida ist nach einem kontrollierten Rennen die Königin von Cape Town

Auch das Frauenfeld war stark besetzt. Fünf Athletinnen konnten eine Bestzeit unter 2:20 Stunden vorweisen, darunter Dera Dida, Edna Kiplagat, Mestawut Fikir, Ruti Aga und Lonah Salpeter. Rund 15 Läuferinnen bleiben über weite Teile des Rennens hinter drei männlichen Tempomachern zusammen.

Die Gruppe passiert die 10-Kilometer-Marke in 34:40 Minuten und zieht anschließend durch die Innenstadt in Richtung Company’s Garden und Long Street, wo die Stimmung immer dichter wird. Anders als bei den Männern wirkt das Tempo kontrollierter. Halbmarathon-Durchgang: 1:12:33. Etwas langsamer als erwartet, doch der Eindruck täuscht: Die Favoritinnen wirken noch ausgesprochen locker.

Mit jedem Kilometer wird das Feld kleiner. In der Nähe von Kilometer 40 können nur noch Dera Dida und Mestawut Fikir um den Sieg kämpfen. Auf den letzten Kilometern am Meer beschleunigt Dida schließlich. Fikir kann nicht mehr folgen. Die Äthiopierin gewinnt in 2:23:18 und macht den Doppelsieg für ihr Land perfekt. Ein mit Geduld und Kontrolle aufgebauter Erfolg, zu dem ihre Tempomacherinnen und Tempomacher entscheidend beitrugen. Edna Kiplagat scheint derweil unverwüstlich. Mit 46 Jahren hält die zweifache Weltmeisterin noch immer auf höchstem Niveau mit und wird in 2:25:44 Fünfte.

Frauenwertung
1. Dera Dida Yami (Äthiopien) – 2:23:18
2. Mestawut Fikir (Äthiopien) – 2:23:46
3. Waganesh Amare (Äthiopien) – 2:23:57
4. Leah Cheruto (Kenia) – 2:24:31
5. Edna Kiplagat (Kenia) – 2:25:44
6. Gojjam Enyew (Äthiopien) – 2:26:24
7. Mercy Jerop Kwambai (Kenia) – 2:30:36
8. Desi Jisa Mokonin (Bahrain) – 2:30:44
9. Cythia Jerotich Limo (Kenia) – 2:32:00
10. Salmi Nduviteko (Namibia) – 2:33:23

Cape Town steht vor dem Major-Status

Diese Ausgabe markierte vor allem einen Wendepunkt in der Geschichte des internationalen Marathons. Seit mehreren Jahren arbeitet Cape Town gemeinsam mit den World Marathon Majors daran, in den exklusiven Kreis der größten Marathons der Welt aufgenommen zu werden. Die Veranstaltung musste dafür hohe Anforderungen erfüllen: Qualität des Elitefelds, Läufererfahrung, Sicherheit, internationale Übertragung, wirtschaftliche Bedeutung, Gesamtorganisation und logistische Leistungsfähigkeit. Nachdem Cape Town bereits das Elite-Label von World Athletics erhalten und die verschiedenen Bewertungsstufen nach und nach durchlaufen hatte, scheint der Marathon an diesem Wochenende auch seine letzte große Prüfung bestanden zu haben. Der Albtraum der abgesagten Ausgabe im vergangenen Jahr ist Geschichte. Der Gesamteindruck der Ausgabe 2026: eine Veranstaltung, die ihre Reife erreicht hat. Wenn nichts dazwischenkommt, dürfte der erste afrikanische Major später in diesem Jahr offiziell bestätigt werden.

Über die starken Leistungen am Sonntag hinaus hinterlässt diese Ausgabe vor allem einen besonderen Eindruck. Die Organisation hat das Niveau klar angehoben: ein beeindruckendes Elitefeld, ein professionelles Rollstuhlrennen, Stimmung entlang der gesamten Strecke und eine ganze Stadt, die mitfieberte. Für den Cape Town Marathon ist das ein großer Schritt auf dem Weg zum ersten afrikanischen Major. Mit internationalen Topzeiten und dem außergewöhnlichen Auftritt von Eliud Kipchoge bot Südafrika allen Laufbegeisterten ein großartiges Spektakel. Der Beginn einer schönen Geschichte zwischen Afrika und dem Marathon.

Alle Ergebnisse des Cape Town Marathon 2026