Mailand-Marathon: Vitalis Kibiwott und Yeshi Chekole geben den Ton an
Beim Mailand-Marathon 2026 haben Vitalis Kibiwott aus Kenia in 2:06:35 Stunden und die Äthiopierin Yeshi Kalayu Chekole in 2:20:15 Stunden am Sonntag, dem 12. April, triumphiert. Die 24. Ausgabe war schnell, hochklassig und international geprägt. Auf der völlig neu konzipierten Geraden zwischen dem Corso Sempione und dem Duomo überzeugten auch die Franzosen mit mehreren Top-20-Platzierungen und starken Leistungen.
Mailand hat sich für die Gerade entschieden. Die Sieger setzten dagegen auf Kontrolle. Auf der neuen Strecke vom Corso Sempione zur Piazza del Duomo spulte der Kenianer Vitalis Kibiwott sein Rennen mit beeindruckender Souveränität ab. 2:06:35 Stunden, eine starke Zeit, ohne Überpacen, aber perfekt eingeteilt. Hinter ihm komplettierten seine Landsleute Amos Kiplagat (2:08:14) und Laban Kiplimo (2:08:23) ein rein kenianisches Podium, Ausdruck einer kontrollierten Dominanz.
Bei den Frauen setzte sich die Äthiopierin Yeshi Kalayu Chekole in 2:20:15 Stunden vor ihren Landsfrauen Eebbisee Addunyaa Ideessaa (2:21:13) und Sintayehu Tilahun Getahun (2:25:29) durch. Ein sauberes, fehlerfreies Rennen, in dem die Konstanz auf den breiten, schnellen Straßen der lombardischen Hauptstadt den Unterschied machte. Ideale Bedingungen, bedeckter Himmel und Temperaturen zwischen 12 und 15 Grad: Alles war für schnelle Zeiten angerichtet. Mailand wurde seinem Ruf als schneller Marathon einmal mehr gerecht.
Die Franzosen mischen mit, konstant und für einige Überraschungen gut
Hinter den afrikanischen Spitzenläufern zeigte auch die französische Delegation eine starke Präsenz. Als bester Franzose kam Julien Gueydon in 2:21:07 Stunden auf einen sehr guten 14. Platz, mitten in einem dichten und hochklassigen Feld. Seine Leistung bestätigt die gute Form über diese Distanz. Bei den Frauen schafften es zwei Französinnen in die Top 20: Sabine Ehrström (15. in 2:48:29) und Virginie Delzenne (19. in 2:54:52). Zwei gleichmäßige Rennen, sauber eingeteilt und ohne Einbruch.
Auch dahinter war Frankreich deutlich vertreten. Matthias Michaut beendete seinen Marathon in 2:32:37 Stunden auf Rang 59, während Léandre Santin (32. in 2:27:49), Florian Alphe (30. in 2:27:40), Adrien Chirac (2:36:32) und Lucas Michaut (2:35:49) für eine bemerkenswerte Breite sorgten. Bei den Frauen komplettierte Mathilde Plesse das französische Aufgebot mit 3:05:52 Stunden auf Rang 37. Kein Ergebnis stach spektakulär heraus, doch die Franzosen waren in diesem zunehmend international besetzten Rennen sichtbar vertreten.
Eine neue Strecke, eine Stadt auf der Geraden
Abseits der Zeiten wird die 24. Ausgabe auch wegen des neuen Streckenverlaufs in Erinnerung bleiben. Zum ersten Mal verabschiedete sich der Mailand-Marathon vom Rundkurs und setzte auf eine Punkt-zu-Punkt-Strecke. Der Start erfolgte am Corso Sempione, führte symbolträchtig unter dem Arco della Pace hindurch und endete vor der prachtvollen Kulisse der Piazza del Duomo. Die klarere, schnellere Streckenführung wurde auf hohes Tempo ausgelegt und rückte zugleich die Stadt ins Zentrum. Mit mehr als 15.000 Marathonläufern, 16.000 Staffelläufern und 10.000 Teilnehmern am Familienlauf bestätigt Mailand außerdem seine Stellung als europäische Hochburg des Laufsports, getragen von Wizz Air und RCS Sport.