Milan feiert eine nasse, aber schnelle 52. Stramilano
Am Sonntag, dem 23. März, geriet Milan trotz feinem Nieselregen im Rhythmus seines berühmten Halbmarathons ins Schwärmen. Ab 8:30 Uhr setzte sich auf der Piazza Castello eine riesige Schar von Laufbegeisterten in Bewegung. Rund 60.000 Teilnehmende bevölkerten die Straßen zwischen der Piazza Duomo und der Piazza Castello: 50.000 starteten über 10 Kilometer, 9.000 nahmen den Halbmarathon in Angriff.
59:40 Minuten: Diese Zeit galt es zu schlagen. Aufgestellt hatte den Streckenrekord vor zwei Jahren Cosmas Mwangi Boi. Die Bestmarke blieb bestehen, doch trotz des rutschigen Kopfsteinpflasters zeigten die Athleten starke Leistungen. Auf Italiens schnellster Strecke glänzten an diesem Wochenende erneut die Kenianerinnen und Kenianer, vor starken Italienerinnen.
Bei den Männern blieb die Stundenmarke unangetastet
Der schnellste Teilnehmer, der Kenianer Simon Mwangi Waithira, gewann das Rennen in 1:00:54 Stunden. Ihm folgten der Ruander Yves Nimubona in 1:01:18 und der Kenianer Charles Yosey Mneria in 1:02:08. Der Sieger der Stramilano 2025 war als Favorit ins Rennen gegangen. Nachdem er im vergangenen Jahr mit Platz drei vorliebnehmen musste, wollte er diesmal unbedingt gewinnen.
Bei den Italienern überquerte Stefano Massimi als Erster die Ziellinie, seine Zeit: 1:04:51 Stunden. Er hatte seinen persönlichen Rekord von 1:03:43 verbessern wollen, muss auf eine andere Gelegenheit hoffen, um über diese Distanz zu glänzen. Auf Rang zehn der Gesamtwertung landete Nicolo Gallo in 1:05:37. Der 22-Jährige legt einen vielversprechenden Saisonstart hin.
Bei den Frauen geht das gesamte Podium an Kenia
Auch das Frauenpodium wurde von Kenianerinnen dominiert. Gesare Morine Michira holte sich in 1:08:47 den Sieg, nachdem sie im vergangenen Jahr Zweite über diese Distanz geworden war. Sie setzte sich vor Chebet Stella Mateiko, der Schwester des Athleten Daniel Mateiko, in 1:11:19 durch. Dritte wurde Chebet Monica Chepkwony in 1:11:25. Bei den Italienerinnen führte Rebecca Lonedo die nationale Wertung in 1:12:08 Stunden an, dicht gefolgt von Giovanna Epis in 1:12:17.
Die Siegerin der Stramilano 2022 und Marathonläuferin mit einer Bestzeit von 2:23:46 Stunden, war vor drei Jahren in Milan 1:10:15 gelaufen. Als große Favoritin für dieses Jahr gehandelt, musste sich die von Giorgio Rondelli trainierte Italienerin der kenianischen Konkurrenz geschlagen geben.
Auch die Franzosen waren bei diesem legendären Halbmarathon im Herzen von Milan vertreten. Bei den Männern dominierte Eric Descamps das Rennen, wurde in 1:09:28 bester Franzose und belegte Rang 38 der Gesamtwertung. Die Französin Elsa de Val überzeugte bei der Stramilano 2025. Mit Rang 18 in der Gesamtwertung war sie in 1:20:17 die beste Französin.
Die 53. Auflage findet am Sonntag, dem 3. März 2026, statt.