Die schlimmsten Verpflegungsstellen bei einem Marathon
Wie wichtig die Verpflegung während und nach einem Marathon ist, weiß jeder. Trotzdem hält sie manchmal einige böse Überraschungen bereit.✓Hier kommen die kleinen Missgeschicke, die Läufer bei Rennen schon erlebt haben. Verpflegungsstellen sollen eigentlich kleine Oasen sein, die dich wieder aufrichten. Manchmal entpuppen sie sich allerdings eher als Camping-Tisch mit eingebauter Falle.
Lauwarmes Wasser, der Klassiker
Glühende Hitze, pralle Sonne, der Asphalt schmilzt. Die Läufer träumen von einem gut gekühlten Becher, doch auch das Wasser hat unter der Hitze gelitten. Pech gehabt. Drei Stunden stand es in einer Wanne in der Sonne. Lauwarm, wenn nicht sogar heiß. Kurz gesagt: Thermalwasser ohne Spa. Lauwarmes Wasser für alle, frei nach dem Motto: „Besser als nichts.“
Grüne Bananen
Eine reife Banane ist ein Geschenk des Himmels. Eine grüne Banane ist eine diabolische Falle. Mehliger Geschmack, holzige Konsistenz, und schon läufst du mit Ballaststoffen zwischen den Zähnen bis ins Ziel.
Suppe oder Gazpacho ? Spannung pur!
Heiße Suppe ist bei Kilometer 35 der heilige Gral. Ach, diese kleine salzige Brühe, die Körper, Seele und Herz wärmt, wenn der Lauf lang und zermürbend wird. Oft verlangen die Läufer danach: „Gibt es Suppe?“ Und wenn sie danach fragen, dann, weil sie gut und schön heiß ist. Leider ist das nicht immer der Fall … Also: lauwarme Suppe oder unfreiwilliger Gazpacho? Niemand weiß es. Die Läufer schon gar nicht.
Die Leere bei Kilometer 30
Du siehst dein süßes Gel, den Becher Wasser und eine Handvoll Rosinen schon vor dir. Doch bei Kilometer 30 dann die Überraschung: die legendäre Geister-Verpflegungsstelle. Nichts mehr da. Nada. Komplett geplündert. Wüste. Mit etwas Glück bekommst du noch einen verdächtigen Schluck aus einem Becher. Die Marathonmauer? Nein, die Mauer des leeren Kühlschranks. Offenbar waren hier schon viele am Ende ihrer Kräfte. Kopf hoch, die nächste Verpflegungsstelle kommt in drei Kilometern.
Durchweichte Tucs
Ein trockener, knuspriger Tuc, das ist Lebensfreude. Hören wir endlich auf zu behaupten, Tucs seien nur fürs Aperitif-Buffet da. Sie wurden für Verpflegungsstellen erfunden. Dieser kleine, knusprige und salzige Keks ist der heimliche Liebling der Läufer. Lecker, salzig, fest: genau das, was Sportler brauchen können. Nichts ist dagegen schlimmer als ein Tuc, der ein paar Tropfen abbekommen hat. Aufgequollen und durchweicht wird er schnell zum schlimmsten Snack überhaupt. Und das Gesicht dazu vergisst man so schnell nicht.
Kohlensäurehaltiges Wasser … ohne Kohlensäure
Kohlensäurehaltiges Wasser ist der perfekte Verbündete, um den Flüssigkeitshaushalt aufzufüllen und neue Mineralstoffe zu liefern. Das weiß man zu schätzen. Allerdings schmeckt es nur dann gut, wenn tatsächlich Kohlensäure drin ist und nicht bloß drei Bläschen im Becher übrig bleiben, nachdem er drei Stunden auf dem Verpflegungstisch stand.
Wurstplatte für alle … oder fast alle
Salami, ein bisschen Schinken, Pastete … ein Traum für Fleischfans. Die Vegetarier kämpfen derweil um eine halbe Erdnuss, die sich am Boden der Schüssel versteckt. Tja, dann hättest du eben schneller laufen müssen.
Kein Becher? Keine Verpflegung
Der Umwelt zuliebe gibt es keine Becher mehr. Hast du deine Trinkflasche vergessen, hast du Pech gehabt. Jeder braucht seinen eigenen Behälter, sonst heißt es: weiterlaufen! Du trinkst am Brunnen oder setzt den Lauf in der Hoffnung fort, dass dein Atem dich irgendwie mit Flüssigkeit versorgt.
Wie bitte … nichts?
Der Streckenplan verspricht eine Verpflegungsstelle bei Kilometer 25. Die Realität: ein Helfer, der mit den Schultern zuckt. „Na ja … komisch … vorhin war sie noch da.“ Aha. Alles klar. Großartig.
Ein Stück Côte de Boeuf gefällig?
Ja, ja, ja. Das gibt es tatsächlich. Willkommen beim Marathon du Médoc, wo an einer der Verpflegungsstellen Côte de Boeuf serviert wird. Keine Sorge, das Fleisch ist in kleine Stücke geschnitten. Danach wieder loszulaufen, ist allerdings nicht ganz einfach …
Verpflegungsstellen gehören zur Atmosphäre eines Rennens. Ob unvergesslich oder desaströs, dort gibt es immer wieder Überraschungen, die später für großartige Anekdoten sorgen. Und auch wenn man manchmal gut auf sie verzichten könnte, machen sie die Ziellinie umso verdienter. Auf deine (lauwarm servierte) Gesundheit!