London-Marathon 2025: 41 Guinness-Weltrekorde an einem Tag
Skurrile Kostüme, Weltklasseleistungen und inspirierende Geschichten machten den London-Marathon 2025 am 27. April zu einem Ereignis der Superlative. 41 Guinness-Weltrekorde fielen an einem einzigen Tag. Die Londoner Straßen wurden zum Labor für gepflegten Wahnsinn und außergewöhnliche Leistungen. Ein Sonntag, der aus der Reihe tanzte.
Der London-Marathon ist jedes Jahr ein großes Fest des weltweiten Laufsports, bei dem sich Weltklasse, Charity und unzählige kostümierte Läufer begegnen. Doch die Ausgabe 2025 ist schon jetzt legendär. Warum? Weil sie sämtliche Rekorde sprengte. Nicht weniger als 41 Guinness-Weltrekorde fielen an diesem historischen 27. April. Zwischen Spitzenleistungen, völlig verrückten Kostümen und ungefilterten Emotionen blicken wir zurück auf einen Sonntag, an dem alles möglich war, sogar ein Marathon im Geschirrspülerkostüm.
Zahlen, bei denen einem schwindlig wird
Beginnen wir mit der beeindruckendsten Zahl: 56.640 Läuferinnen und Läufer erreichten in diesem Jahr die Ziellinie. Das ist schlicht die höchste je bei einem Straßenmarathon registrierte Zahl an Finishern und übertrifft damit den Rekord von New York mit 55.646 Finishern aus dem Jahr 2019. Eine Menschenmenge, ein Meer aus Laufschuhen, Schweiß, Lächeln, Leidensgeschichten und persönlichen Erfolgen.
Der gestrige @LondonMarathon war mit 56.640 bestätigten Finishern entlang der Mall in London der größte Marathon aller Zeiten.
👏👏👏👏👏https://t.co/vegg3XtRCL pic.twitter.com/zO0N7lzKqN
– Guinness World Records (@GWR) 28. April 2025
Ein weiterer kollektiver Rekord betrifft die höchste Spendensumme, die an einem einzigen Tag für wohltätige Zwecke gesammelt wurde. Das Ergebnis: mehr als 75 Millionen Pfund. Völliger Wahnsinn. Ganz London lief mit Herz und Leidenschaft. Drei Viertel der Teilnehmenden waren für einen guten Zweck unterwegs. Zahlen, die den Glauben an die Menschheit stärken – oder zumindest an die Großzügigkeit der Waden.
Der große Karneval des Asphalts
Der London-Marathon ist auch ein Paradies für kostümierte Läuferinnen und Läufer auf der Jagd nach Guinness-Ruhm. In diesem Jahr legten sie noch eine Schippe drauf:
Der Rekord für den schnellsten Marathon im Kostüm eines Kothaufen-Emojis wurde gebrochen. Ja, diese Kategorie gibt es wirklich. Und ja, jemand hatte den Mut und die Beine, das bis zum Ende durchzuziehen.
Ein anderer Läufer absolvierte den Marathon als Geschirrspüler und beendete seinen Spülgang problemlos. Rekord anerkannt.
Außerdem war ein bebrillter Zauberer am Start, der den Rekord für den schnellsten Marathon im Zaubererkostüm brach. Harry Potter in der Ausdauer-Version.
Axel Ramponi bekam ernsthafte Konkurrenz. In seinem dreiteiligen Anzug absolvierte Soh Rui Yong den London-Marathon und brach den Weltrekord für den schnellsten Marathon im Anzug in 2:39:57 Stunden.
Ein Läufer pulverisierte außerdem den Rekord für den schnellsten Marathon im Brettspielkostüm – mit einem Outfit im Monopoly-Stil.
Bei den Frauen stellte Mandy Leach den Rekord für den schnellsten Marathon im Reptilienkostüm auf. In Schuppen beweglich zu bleiben, ist schließlich nicht jedermanns Sache.
Inspiration auf der Laufstrecke
Doch der London-Marathon erzählt auch bewegende Geschichten. In diesem Jahr wurde Lloyd Martin mit 19 Jahren zum jüngsten bekannten Menschen mit Down-Syndrom, der einen Marathon beendet hat. Eine herausragende Leistung, die im Ziel völlig zu Recht gefeiert wurde. Und in einer anderen Art von Kampf brach Adele Roberts, eine Krebsüberlebende, den Rekord für den schnellsten Marathon mit einem Stoma. Der Beweis, dass man auch nach dem Unvorstellbaren voller Energie leben, schnell laufen und Grenzen einreißen kann.
Hut ab vor Lloyd!!!
Heute wurde der 19-jährige Lloyd Martin zum jüngsten bekannten Menschen mit Down-Syndrom, der einen Marathon beendet hat.
– Kevin W. (@Brink_Thinker) 28. April 2025
Die Raketen glänzten
Mittendrin sorgten die Stars des Asphalts für das sportliche Spektakel. Tigst Assefa gewann das Frauenrennen in der Fabelzeit von 2:15:50 Stunden und stellte damit einen neuen Weltrekord in einem reinen Frauenrennen auf. Bei den Männern spulte der Kenianer Sabastian Sawe die 42,195 Kilometer in 2:02:27 Stunden ab – klar, präzise, chirurgisch. Erwähnenswert ist auch der starke familiäre Moment von Eilish McColgan, die den schottischen Marathonrekord der Frauen auf 2:24:25 Stunden verbesserte und damit den Rekord ihrer eigenen Mutter Liz McColgan entthronte. Staffelübergabe im Vollsprint.
Was für ein Auftakt! 💨 Tigst Assefa läuft mit 2:15:50 den schnellsten Marathon einer Frau in einem reinen Frauenrennen! Glückwunsch 💪#LondonMarathon pic.twitter.com/aVWSIvtOpy
– Guinness World Records (@GWR) 27. April 2025
Im Kostüm laufen, für die Heilung laufen, über sich hinauswachsen oder eine Erinnerung ehren: Der London-Marathon 2025 hat gezeigt, dass er weit mehr ist als ein Rennen. Dieser Spiegel der Gesellschaft bietet Mut, Absurdität und der Schönheit der Anstrengung eine offene Bühne. Und vor allem ist er ein Ort, an dem Rekorde nicht nur mit den Beinen, sondern auch mit dem Herzen gebrochen werden.
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